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WM Lauf in Aragon / Spanien

Der Sieger von Aragon - Alex Rins auf Suzuki GSX-RR. (Foto:moto-foto)
Der Sieger von Aragon - Alex Rins auf Suzuki GSX-RR. (Foto:moto-foto)

Super Show ohne die Superstars !!

Das Motorland Aragon, zwischen den beiden Metropolen Madrid und Barcelona gelegen, ist die 4. Rennstrecke auf der in dieser Saison eine Doppelveranstaltung der MotoGP stattfindet.

Wie zuvor bereits in Jerez/Spanien, Spielberg/Österreich und Misano/Italien finden an zwei Wochenenden hintereinander die Rennen um die Motorradweltmeisterschaft statt.

Gestern führte die MotoGP ihr 10. Rennen in dieser Saison durch, Lauf 11 wird dann am kommenden Sonntag folgen. Im Vorfeld hatten die Veranstalter einige Rückschläge zu verdauen. So kam es nicht zum Comeback von Weltmeister Marc Marquez wie von einigen spanischen Medien im Laufe der Woche in Aussicht gestellt wurde.

Am Donnerstag dann die Meldung dass Mr. MotoGP Valentino Rossi im heimischen Tavullia wegen eines positiven Covid Tests in Quarantäne sei und nicht nach Spanien reisen konnte. Doch auch das Fernbleiben der beiden Superstars konnte nicht verhindern dass den Zuschauern eine spektakuläre Show geboten wurde.

Yamaha überzeugt erneut im Zeittraining

Die nach Rossis Ausfall auf drei Mann zusammengeschrumpfte Yamaha-Fraktion schlug sich im Zeittraining wie gewohnt stark. Quartararo, Vinales und Morbidelli lieferten sich einen Kampf innerhalb weniger Hundertstel Sekunden Abstand, lediglich die Ducati von Jack Miller und die Honda von Cal Crutchlow konnte noch mithalten.

Während die Chancen von WM-Kandidat Andrea Dovizioso mit Startplatz 13 weiter sanken festigte Quartararo seine WM-Hoffnungen mit der Pole Position, 4/100 vor Teamkollege Maverick Vinales. Eine gute 3. Startposition erkämpfte sich LCR-Hondapilot Cal Crutchlow. Für Hondatester und Marquez Ersatzmann Stefan Bradl lief das Training eher enttäuschend. Mit 1.49.166 Minuten sprang für den Zahlinger nur der letzte Startplatz heraus.

Suzuki triumphiert – Yamaha enttäuscht

WM-Leader Fabio Quartararo erlebte in Aragon die bislang dunkelste Stunde seiner noch jungen MotoGP-Karriere. Nach einem guten Start kam er als zweiter hinter Markenkollege Maverick Vinales aus der ersten Runde Zurück.

Als sich mit Morbidelli die dritte Yamaha M1 zu dem Führungsduo gesellte sah es für die Marke mit den drei Stimmgabeln im Logo nach einem großen Rennsonntag aus. Doch ab Runde 5 begann das Drama um Yamaha. Quartararo fiel Platz um Platz zurück, Vinales büßte seine Führung in Runde 7 ein und Morbidelli war an Runde 9 nur noch auf Platz 5 zu finden.

An der Spitze zog der von Startplatz 10 ins Rennen gegangene Alex Rins / Suzuki souverän seine Bahn, Teamkollege Joan Mir sorgte ab Runde 13 für eine Suzuki Doppelführung. Dann folgte die große Show des Alex Marquez. Der jüngere Bruder des Multiweltmeisters Marc Marquez steuerte seine Honda RC213V innerhalb weniger Runden spektakulär von Platz 9 bis auf 2 vor und jagte dann zusammen mit Rins im Minimalabstand um den 5,0 77 Km langen Kurs im Motorland Aragon.

Kurve um Kurve schob sich die Honda näher an die Suzuki heran doch Rins konterte die Überholversuche meisterhaft. Auch in der letzten Kurve vor dem Ziel setzte Marquez nochmals zu einer Attacke an doch die wenigen Meter Vorsprung reichten Rins um seine GSX-RR mit 0,26 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie zu bringen.

Dritter Mann auf dem Podest wurde Joan Mir der nun die WM-Wertung mit 125 Punkten vor Quartararo ( 115 ) und Vinales ( 109 ) anführt. Eine der spannendsten WM- Entscheidungen der letzten Jahre wird nun in den letzten vier Rennen fallen.

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com/de

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