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Turbulente Tage für Laura Müller bei den Europameisterschaften in Berlin

Turbulente EM-Tage für Laura Müller

Bei den Europameisterschaften in Berlin feierte Laura Müller am Freitag (10.8.) und Samstag (11.8.) einen gelungenen Einstand über 200 Meter bei einer internationalen Meisterschaft.

Es begann Freitagvormittag mit den Vorläufen. Hier siegte die Rehlingerin in ihrem Lauf mit neuer Jahresbestzeit von 23,06 Sekunden und qualifizierte sich für das Halbfinale am Abend desselben Tages. In dem Rennen mit der späteren Siegerin Dina Asher-Smith (GBR) konnte sie auf Bahn sieben ihre Schnelligkeit gut ausspielen und stellte mit 22,87 Sekunden eine neue Jahresbestmarke auf. Als Vierte war sie aber nicht automatisch qualifiziert und musste auf dem „Heißen Stuhl“ abwarten, wie die nachfolgenden zwei Läufe ausgingen. Zur großen Freude auch der fünfzig mitgereisten Rehlinger reichte die Leistung für das Finale am Samstagabend.

Das war keine Selbstverständlichkeit, nachdem das Frühjahr mit Rückenproblemen und fehlender Wettkampfpraxis kompliziert verlaufen war. Noch drei Wochen zuvor hatte sich die 22-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg mit Platz zwei abfinden müssen. Den Endlauf in Berlin musste sie leider auf Bahn eins absolvieren. Wegen des kleinen Radius ist sie für Sprinter die ungünstigste Variante. Deshalb kam sie nicht mehr an die Zeit des Halbfinals heran und wurde mit 23,08 Sekunden Achte.

Für Laura Müller der erste Finalplatz in einem Einzelrennen der Aktivenklasse bei einer internationalen Meisterschaft. Vor Wochen hatte sie erklärt: „Egal über welche Strecke ich in Berlin starte, der Endlauf ist mein Ziel.“ Ziel erreicht! Eine Einzel-Medaille hatte Laura vor einem Jahr bei der U23-EM gewonnen. Im polnischen Bydgoszcz war sie über 400 Meter in 52,42 Sekunden zu Silber gerannt.

Eine Stunde nach dem 200-Meter-Fianle stand sie in Berlin wieder auf der blauen Bahn, diesmal an Position zwei der deutschen 4×400-Meter-Staffel, die sich am Vortag ohne Laura in 3:31.77 Minuten für den Endlauf qualifiziert hatte. Im Finale mit der Rehlingerin erreichte die Staffel mit 3:30,33 Minuten den 6. Platz. Vor mehr als 60.000 tobenden Zuschauern lief Laura fliegend mit 51,61 Sekunden die schnellste Zeit des deutschen Quartetts. Nach den turbulenten Tagen in Berlin können Laura, ihr Trainer Ulli Knapp und der LCR zu Recht stolz sein.

Autor: Lutwin Jungmann, web: lcrehlingen.de

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Markus Schneider
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