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Trier gewinnt mit 62:70 bei den Artland Dragons

Die Punkte gehen an die Mosel: RÖMERSTROM Gladiators Trier gewinnen mit 62:70 bei den Artland Dragons. (Foto: Simon Engelbert, PHOTOGROOVE)
Die Punkte gehen an die Mosel: RÖMERSTROM Gladiators Trier gewinnen 
mit 62:70 bei den Artland Dragons. (Foto: Simon Engelbert, PHOTOGROOVE)
  • Auswärtssieg dank Mannschaftsleistung
  • Beste Werfer für Trier: Geist (16 Punkte) und Gloger (13)
  • Neuzugang Chase Adams mit neun Punkten, drei Assists und fünf Rebounds
  • Nächstes Spiel für Trier am Mittwoch zuhause gegen Science City Jena

Niedersachsen gegen Rheinland-Pfalz. Vierzehnter (Artland) gegen Achter (Trier). Headcoach-Debütant (Tuna Isler, Artland) gegen Co-Coach-Debütant (Jonas Borschel, Trier). Die Partie der Artland Dragons gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier am Samstagabend in der BARMER 2. Basketball Bundesliga bot jede Menge interessante Duelle in der Artland Arena. Die spannendste Frage: Wie würden sich die Artland Dragons im ersten Spiel unter dem neuen Headcoach Tuna Isler nach zweiwöchiger Vorbereitungszeit präsentieren?

Starting Five

Rupert Hennen, Jordan Geist, Kyle Dranginis, Stefan Ilzhöfer und Till Gloger, so lautete die Starting Five, welche Headcoach Christian Held für Trier aufs Parkett schickte. Das Spiel begann mit einem 4:0-Run der gastgebenden Drachen.

Spielmacher Pierre Bland und Center Robert Oehle hatten für Quakenbrück getroffen. Und es ging gut weiter für die Niedersachsen, per Dreier von Malik Dunbar zum 7:2, nachdem Rupert Hennen die ersten Punkte für Trier markiert hatte. Kyle Dranginis und Till Gloger brachten die Gladiatoren in der Folge auf 7:6 heran.

A propos Till Gloger: Der Trierer Center war es, der mit sechs Punkten in rascher Folge die erste Führung für seine Mannschaft herausholte (9:10, 4. Minute). Nach fünf Minuten feierte dann Neuzugang Chase Adams sein Debüt für die Gladiatoren, der für Jordan Geist in ein bis dato enges Spiel kam.

Beide Mannschaften hatten sich gegenseitig vergleichsweise viele offensive Freiheiten zugestanden. Chase Adams fügte sich auf Anhieb gut ein. Sein Drive zum Korb öffnete den Raum für Kevin Smit, den Adams für den offenen Dreier zum 13:15 bediente.

Und dann erneut Adams: Zunächst der Offensiv-Rebound nach dem Fehlwurf von Kilian Dietz und dann der Treffer zum 13:17 trotz Foul. Trotz dieser Führung zeichneten sich die ersten Sorgenfalten auf der Stirn von Headcoach Christian Held ab – da Center Kilian Dietz bereits nach sieben Spielminuten drei persönliche Fouls auf dem Konto hatte und auf der Bank Platz nehmen musste. Eine 14:19-Führung für Trier hatte nicht lange Bestand, per „And One“ holte Pierre Bland den Vorteil zurück auf die Seite der Drachen (20:19, 8. Minute).

Die Artland Dragons brachten den Ball am Ende des ersten Viertels immer wieder und mit Erfolg unter den Korb zu 120 Kilo-Koloss Robert Oehle. Der Lohn? 25:21 nach 10 Minuten und bereits 11 Punkte für den erstliga-erfahrenen Oehle.

Im zweiten Viertel

ging die Robert Oehle-Show weiter. Zunächst zwei Punkte zum 27:21, dann der Block gegen Triers Rupert Hennen. Die Gladiators ließen bis zu diesem Zeitpunkt trotz teilweise gelungener Einzelaktionen den kollektiven Rhythmus vermissen. Eine Einzelaktion – ein Dreier von Kyle Dranginis – brachte dann auch die ersten Trierer Punkte im Viertel (27:24, 12. Minute).

Nach mehr als 12 gespielten Minuten erzielte auch Liga-Topscorer Jordan Geist endlich seinen ersten Punkt für Trier, per Freiwurf zum 29:25. Ebenso problematisch, nur drei von acht Trierer Freiwürfen fanden bis dahin ihr Ziel. Immerhin schien Geist jetzt im Spiel angekommen zu sein, punktete mit dem Korbleger zum 29:27 (14. Minute), Auszeit Artland Dragons. Kyle Dranginis traf seinen zweiten Dreier zum 31:30, doch die Antwort von Chase Griffin folgte sogleich (34:30).

Aber Jordan Geist war jetzt da. Erst per Dreier zum 36:33 und dann mit zwei erfolgreichen Freiwürfen nach dem Unsportlichen Foul gegen Quakenbrücks Jonas Herold (36:35, 16. Minute). Es blieb dabei, dass sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Während Trier es den Dragons unter dem Korb teils zu leicht machte, fanden die Niedersachsen kein Mittel, Sprungwurftreffer der Gäste von der Mosel dauerhaft zu unterbinden.

Symbolisch für die Ausgeglichenheit der Partie, die erfolgreichen Freiwürfe von Stefan Ilzhöfer zum 38:38 knapp drei Minuten vor Viertelende. Bis zum Ende der ersten Halbzeit leisteten sich beide Teams viele vermeidbare Fehler und brachten kaum weitere Punkte auf das Scoreboard in der Artland Arena. 39:38 hieß es somit nach 20 Minuten für die gastgebenden Artland Dragons.

Nach der Halbzeit

die ersten Punkte für die Drachen durch Malik Dunbar (41:38, 21. Minute). In Sachen Ballverluste zunächst ein unverändertes Bild: Beide Mannschaften verloren das Spielgerät auch zu Beginn des dritten Viertels sehr häufig. Mit einem Putback von Kyle Dranginis und Freiwürfen von Till Gloger holte Trier eine knappe Führung zurück (41:42, 23. Minute).

Die Artland Dragons setzten in dieser Phase auf eine Zonenverteidigung, die Till Gloger jedoch nicht vom „And One“ zum 43:45 abhalten konnte. So gut er beim Rebound ackerte, so sehr verfolgte Jordan Geist auch zu Beginn von Halbzeit zwei das Pech beim Wurf.

Nach einem weiteren Fehlwurf und seinem dritten persönlichen Foul musste Geist dann auf der Bank Platz nehmen. Für ihn kam Kevin Smit. Bis zur Spielminute 27 sahen die Zuschauer in der Artland Arena eine enge Partie ohne konstanten Rhythmus auf beiden Seiten (47:45). Lichtblick auf Trierer Seite? Kyle Dranginis, der zunächst selbst punktete und dann Mitspieler Kilian Dietz für einfache Punkte bediente (49:49, 28. Minute).

Auch Chase Adams meldete sich jetzt zurück, zunächst per Steal und Korbleger zum 51:54 für Trier (30. Minute). Und dann per Dreier, aus der Ecke, zum Viertelendstand, 53:57 für Trier

Würden die Gladiators

die knappe Führung im Schlussviertel ausbauen oder zumindest nach Hause fahren können? Thomas Grün sagte „Ja“ und punktete zum 53:59, direkt aus dem Einwurf unter dem Korb heraus. Lediglich mit Robert Oehle hatte Trier weiterhin leichte Probleme.

21 Punkte hatte der gegnerische Center zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Konto (32. Minute). Dann jedoch Kevin Smit per Korbleger über links zur höchsten Gladiators-Führung im bisherigen Spielverlauf – 53:61 und Auszeit Quakenbrück. Und so schlecht es bei Jordan Geist bis dahin lief, so wichtig war sein Dreier zum 55:64 (34. Minute) für Trier. Von einem Meter hinter der Dreierlinie, nahezu mit Ablauf der Shotclock traf der US-Amerikaner diesen Wurf.

Und durch aggressives Doppeln provozierten die Gäste jetzt kritische Ballverluste der Dragons. Jordan Geist profitierte davon an der Freiwurflinie, mit zwei Treffern zum 57:66. Noch etwas weniger als fünf Minuten in der Artland Arena. Im nächsten Angriff der Drachen dann das Offensivfoul von Oehle, sein viertes persönliches Foul.

Im Gegenzug dann wieder Geist an der Freiwurflinie, wieder die Treffer und die erste zweistellige Führung für die RÖMERSTROM Gladiators Trier (57:69). Die Vorentscheidung? Pierre Bland brachte Artland nochmals auf zehn Punkte heran (59:69), doch das Scoreboard zeigte nur noch 2:43 zu spielende Minuten.

Und die RÖMERSTROM Gladiators gaben sich jetzt keine Blöße mehr und brachten einen wichtigen Auswärtssieg ins Ziel. Endstand: 62:70 zugunsten der Gäste aus Trier.

Für Trier spielten: Chase Adams (9 Punkte), Kyle Dranginis (12), Kevin Smit (8), Jermaine Bucknor (0), Rupert Hennen (2), Lucien Schmikale (0), Kilian Dietz (5), Thomas Grün (2), Stefan Ilzöfer (3), Jordan Geist (16) und Till Gloger (13).

Beste Werfer Artland Dragons: Robert Oehle (22 Punkte), Malik Dunbar (11) und Pierre Bland (13)

Autor: Dr. Peter Bieg, web: römerstrom-gladiators.de

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Markus Schneider
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