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Supercross in Dortmund: Martinez will Bowers in der Königsklasse vom Thron stoßen

Tyler Bowers, (Foto: ADAC Motorsport)
  • In fünf verschiedenen Klassen wird in Dortmund Vollgas gegeben.
  • Lokalmatadore Koch und Ostermann sind auf Siegeskurs in SX2 und SX3.
  • Kleine Supercrosser ganz groß in der Westfalenhalle.

Am kommenden Wochenende (11. bis 13. Januar 2019) ist es endlich soweit: Das Supercross kehrt zum 36. Mal in die Westfalenhalle zurück und ein Protagonist hat den Turbo eingelegt: Tyler Bowers kommt auf der Überholspur nach Dortmund. Der letztjährige König plant in den Westfalenhallen die erneute Thronbesteigung und den Gewinn der SX1-Wertung im ADAC SX-Cup. Im Vorjahr drückte der US-Boy der ältesten Motocross-Veranstaltung ihrer Art in Deutschland seinen Stempel auf. Bowers holte sich an allen drei Veranstaltungstagen souverän den Sieg. „Mein Hauptziel ist auch in diesem Jahr der Gesamtsieg im ADAC SX Cup. Nachdem ich beim Saisonauftakt in Stuttgart eigentlich noch verletzt war und mit Nägeln und Drähten in meinem Finger nur an einem Tag im Finale war und nicht allzu viele Punkte geholt habe, war das Punktemaximum in Chemnitz genau das, was ich gebraucht habe. Trotzdem ist es noch ein langer Weg und beim Finale in Dortmund kann auch noch viel passieren“, sagt Bowers.

Beim 16. Internationalen Supercross Chemnitz

drehte der 27-Jährige ordentlich am Gashahn. Der Mann aus Kalifornien krönte sich nach 2012 und 2017 zum dritten Mal zum „König von Chemnitz“. In der Gesamtwertung des SX-Cup hat Bowers als Dritter mit insgesamt 66 Punkten nur noch neun Punkte Rückstand auf den Franzosen Charles Lefrancois. Landsmann Cole Martinez hat ein Polster von 19 Punkten auf den Titelverteidiger. Martinez hatte sich beim 36. ADAC Supercross Stuttgart zum König gekrönt. Der US-Boy gewann das erste Rennen am Freitag und errang mit einem vierten Platz im zweiten Rennen am Samstag den Gesamtsieg.

Die deutschen Hoffnungen in der SX1

ruhen auf Dominique Thury. „Nique“ erlebte zwei wechselhafte Wettbewerbe. In Stuttgart kam er am zweiten Tag nicht in das Finale. In der Gesamtwertung wurde der Schneeberger nur 14. In Chemnitz lief es deutlich besser für den 26-Jährigen. Der Lokalmatador zeigte eine hervorragende Leistung und belegte am zweiten Tag am Ende Rang drei. „Obwohl ich nicht so leicht mit etwas zufrieden bin, fühlte sich dieser dritte Platz für mich wie ein Sieg an, denn das war erst mein viertes Rennen seit dem Sommer und meiner Verletzungspause. Mein Ziel für Dortmund ist ein Podiumsplatz.“ Thury ist derzeit in der Gesamtwertung Fünfter mit 52 Punkten.

SX2: Koch fühlt sich wohl in der Prinzenrolle

Auf einen deutschen Prinzen und Gesamtsieger dürfen die Fans in Dortmund in der SX2 setzen. Der letzte deutsche Sieger in der Gesamtwertung des ADAC SX-Cups in der SX2 war 2017 Stephan Büttner. 2019 heißt der Dominator in der Klasse der besten Nachwuchs-Crosser Europas Tom Koch. 92 von 100 möglichen Punkten heimste der 20-Jährige bei den beiden vorangegangenen Motocross-Veranstaltungen in den Hallen in Stuttgart und Chemnitz ein. Damit hat er sich für das Finale in eine hervorragende Ausgangssituation gebracht. Sein ärgster Verfolger ist der „Prinz von Chemnitz“ und der letztjährige „Prinz von Dortmund“. Der Franzose Julien Lebeau hat allerdings nur 67 Punkte auf der Habenseite. Auf den weiteren Positionen in der Gesamtwertung folgen der Spanier Mario Lucas Sanz (52) sowie der Franzose Thomas Do (43), der Lauf eins in Stuttgart für sich entschied. „Meine Chancen auf den Cup-Sieg sind gut“, sagt Koch. „Ich versuche aber, mir da keinen Kopf zu machen und so gut es geht abzuschneiden. Dann hoffe ich, dass ich die Krone mit heimnehmen kann.“

SX3: Ostermann kommt als Leader zum Heimspiel

Wie Koch weist auch Carl Ostermann in der SX3 eine weiße Weste auf – vier Rennen, vier Siege. Gegen den 14-jährigen Bonner war in Stuttgart und Chemnitz in seinem letzten SX3-Jahr kein Kraut gewachsen, er sammelte die maximal möglichen 100 Punkte. Auf Platz zwei rangiert Maximilian Werner aus Jena, der dreimal Zweiter und einmal Dritter wurde. Mit 86 Zählern liegt Werner, bei noch 50 zu vergebenden Punkten, genauso in Schlagdistanz zur Spitze wie der drittplatzierte Mads Fredsoe aus Dänemark mit 75 Punkten. „Mein Ziel ist, den ADAC SX-Cup zu gewinnen und mich mit einem Titel aus der SX3-Klasse zu verabschieden“, sagt Ostermann.

125er-Klasse

Doch damit nicht genug: Nach dem fulminanten Comeback im Vorjahr ist auch die 125er-Klasse wieder mit von der Partie. Die Einsteigerklasse für Fahrer der Jahrgänge 2000 bis 2004 fährt am Freitag und Samstag jeweils ein Rennen über acht Runden in der Westfalenhalle. Am Sonntag, dem traditionellen Familientag, lassen es die jungen Nachwuchspiloten aus dem ADAC Nordrhein MX-Cup mit ihren 65ccm-Maschinen so richtig krachen. Die Top-10-Fahrer sind beim MAOAM Kids-Race am Start.

Für Kurzentschlossene bietet sich am Freitag (11. Januar) und Sonntag (13. Januar) noch die Gelegenheit, die packenden Rennen mit atemberaubender Action vor Ort zu erleben. Der Samstag ist traditionell bereits ausverkauft. Karten gibt es an den Tageskassen oder über eventim.de.

Autor: Ute Kockelke, web: supercross-dortmund.de

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Markus Schneider
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