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Superbike Weltmeisterschaft Imola / Italien

Doppelsieger Jonathan Rea auf Kawasaki in der Startaufstellung. (Foto: moto-foto)
Doppelsieger Jonathan Rea auf Kawasaki in der Startaufstellung. (Foto: moto-foto)

Das Autodromo Enzo und Dino Ferrari in Imola / Italien war Schauplatz des 5. Rennwochenendes im Rahmen der Superbike Weltmeisterschaft.

Nach den teilweise winterlichen Temperaturen und dadurch bedingt dem Ausfall eines der drei Superbikerennen beim letzten Meeting in Assen/Niederlande hofften die Verantwortlichen auf dem Kurs 35 KM östlich von Bologna das volle Programm. Ein Sprint über 10 Runden und zwei Rennen über 19 Runden – bei den Superbikes durchführen zu können.

Im Autodromo standen die Piloten der Superbike-WM seit 2001 bereits 31-mal am Start wodurch sich die Strecke am Stadtrand von Imola zu einer den beliebtesten in der Szene etabliert hat. Die 13 Links und 9 Rechtskurven sind auf einer Länge von der 4,936 KM verteilt und das Streckenlayout mit einem Höhenunterschied von über 40 Metern ist bei den Fahrern sehr beliebt.

Schlechter Beginn am Freitagmorgen für Eugene Laverty / Ducati

Das erste freie Training lief gerade einmal 25 Minuten als Pechvogel Eugene Laverty mit seiner Ducati einen heftigen Abflug hatte und die Session mit der roten Flagge unterbrochen werden musste.

Der 33- jährige Nordire, der sich in den letzten Jahren immer wieder schwere Verletzungen bei Rennstürzen einhandelte hatte auch diesmal Pech – beide Handgelenke gingen bei den Sturz zu Bruch sodass der Pilot vom Team Eleven-Ducati eine längere Zwangspause vor sich hat.

Überraschung durch Jonathan Rea

Als der erste Trainingstag zu Ende ging und Ruhe ins Autodromo einkehrte stand ganz oben auf der Zeitenliste der Mann der in den vergangenen 4 Jahren die Superbikeszene beherrschte wie kein anderer vor ihm, 2019 aber noch keinen Sieg einfahren konnte – Jonathan Rea.

Der viermalige Weltmeister auf Kawasaki war in beiden Trainingssitzungen schnellster und lag 0,15 Sekunden vor Chaz Davies/Ducati und 0,38 Sekunden vor BMW-Pilot Tom Sykes. Erst auf Rang 4 folgte der Dominator der diesjährigen Superbike-WM, Alvaro Bautista, der sich und seiner Ducati 0,7 Sekunden Rückstand auf Rea einhandelte.

Spektakulärer Beginn am Samstagmorgen

Auch der Samstagmorgen verlief nicht ohne Zwischenfälle. Gleich zu Beginn der 3. Trainingssession gab es an der Ducati von Ruben Rinaldi einen dramatischen Ölverlust, das Motorrad fing Feuer und Rinaldi kam zu Sturz.

Glücklicherweise verletzte sich der Italiener dabei nicht und konnte nach der Reparatur der Maschine weiter fahren. Auf dem Öl der Ducati rutschten auch Sandro Cortese und Leon Camier. Dabei verletzte sich der Honda Pilot und musste auf die Teilnahme am Rennen verzichten. Die Trainingsbestzeit holte sich letztendlich Chaz Davies vor Jonathan Rea und Alvaro Bautista.

Rennen 1 – Der Weltmeister schlägt zurück

Nach 11 Siegen in Folge hat es ausgerechnet beim Ducati Heimspiel in Italien vor der Toren des Ducati-Werks in Bologna nicht zum Sieg gereicht. Im ersten Lauf am Samstagnachmittag war Jonathan Rea eine Klasse für sich.

Als Polesetter Chaz Davies bereits nach wenigen Metern ein technisches Problem an seiner Ducati hatte und aufgeben musste setzte sich der Weltmeister mit seiner Kawasaki an die Spitze des Feldes und baute Runde um Runde seinen Vorsprung aus.

Seriensieger Bautista konnte nicht folgen und sicherte den zweiten Platz für sich ab. Dahinter lag zunächst Tom Sykes/BMW der auf die nächste Verfolgergruppe bereits einen größeren Vorsprung hatte. Doch anstelle Platz 3 nach Hause zu bringen bekam die BMW technische Probleme und Sykes musste tief enttäuscht aufgeben.

So kam der junge Türke Toprak Razgatlioglu auf einer Kawasaki ZX-10RR zu einem überraschenden Platz auf dem Podest.

Im Sprintrennen am Sonntagvormittag

war es wiederum Jonathan Rea der sich als unschlagbar erwies. Das Rennen über 10 Runden das zur Ermittlung der Startaufstellung für den Nachmittag gilt war eine sichere Beute des Nordiren der den Kampf um die WM längst noch nicht aufgegeben hat. Hinter Rea kam es zu einem Ducati–Doppel mit Davies und Bautista.

Während Markus Reiterberger mit Platz 10 das Ergebnis vom Vortag bestätigte tat sich Sandro Cortese, der über das Wochenende 3 Stürze hinnehmen musste, aber dabei unverletzt blieb, weiterhin schwer. Mit Platz 13 blieb der amtierende Supersport 600-Weltmeister hinter seinen Erwartungen zurück.

Rennen 2 abgesagt

Wie in den Assen kam es auch in Imola auf Grund des schlechten Wetters zu der Absage des 2. Laufes am Sonntagnachmittag. So bleibt abzuwarten ob Doppelsieger Jonathan Rea die Ducati Dominanz nun endgültig durchbrochen hat oder ob Imola für den WM–Leader Alvaro Bautista nur ein schlechtes Wochenende war.

Autor: Hartmut Reuschel , web: worldsbk.com

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Markus Schneider
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