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SRM 2018: Löffelhardt gewinnt Rallyekrimi am Ostersamstag

SRM 2018: Löffelhardt gewinnt Rallyekrimi am Ostersamstag

Die 29. ADAC-MSC Osterrallye in Zerf war am vergangenen Samstag Schauplatz des zweiten Laufs zur Saarländischen Rallye Meisterschaft (SRM). Vom ersten Meter bis zum Zieleinlauf herrschte Hochspannung. Michael Bieg/Dietmar Moch eroberten auf Mitsubishi Lancer vor der letzten Prüfung die Spitze. Doch Markus Löffelhardt und seine Copilotin Lisa Stengl konnten mit einer Schlussattacke das Blatt wenden und gewannen im BMW M3 mit 1,2 Sekunden Vorsprung. Oliver Bliss und Stefan Grundmann vervollständigten in einem weiteren Mitsubishi das Podium.
Mit 84 Teilnehmern glänzte das sowohl quantitativ als auch qualitativ stark besetzte Teilnehmerfeld mit dem vorfrühlingshaften Wetter um die Wette. Mehrere tausend Zuschauer pilgerten zu den drei unterschiedlichen Wertungsprüfungen, die es jeweils in zwei Durchgängen zu absolvieren galt. Neben den beiden Sprintklassikern „Fuchswald“ (WP 1 und 4) und „Emmler Berg“ (WP 2 und 5) über je 8 Kilometer Streckenlänge, stand besonders der neue Rundkurs „Merzkirchen“ (WP 3 und 6) mit 14,65 Kilometern im Fokus. Ein Hochgeschwindigkeitsrundkurs, der es bei der Bestzeitenjagd durchaus in sich hatte und gleich für mehrere Abflüge und kurze Unterbrechungen sorgte. 58 Fahrzeuge erreichten das Ziel in Wertung, was einer Ausfallquote von rund 30 Prozent entsprach. Zumeist waren es technische Probleme, es war aber auch verbogenes Blech dabei. Der MSC Zerf erntete einmal mehr viel Lob für die gute Organisation. Die Vorfreude auf die 30. Jubiläumsausgabe begann bereits während der feierlichen Siegerehrung.
Ideales Jagdrevier für alle Antriebskonzepte
Zwei Teams bestimmten das Tempo an der Spitze und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Markus Löffelhardt/Lisa Stengl im bärenstarken BMW M3 und Michael Bieg/Dietmar Moch im allradgetriebenen Mitsubishi teilten die Bestzeiten paritätisch unter sich auf. Letztlich entschieden 1,2 Sekunden mit dem glücklicheren Ende zu Gunsten des BMW-Duos. Oliver Bliss und Stefan Grundmann fuhren mit einer schnellen und fehlerfreien Fahrt im Mitsubishi Lancer Evo 6 auf Gesamtrang 3. Die Mitfavoriten Frank Färber/Peter Schaaf wählten die falschen Reifen und fanden sich zur Halbzeit auf Gesamtrang drei wieder, mit 24 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Bei ihrer Aufholjagd schieden sie mit Antriebswellenschaden auf WP 4 aus.
Dirk Krüger trumpfte mit seinem neuen Copiloten Alexander Schneider im BMW M3 als Klassensieger in der F04 ganz groß auf und verwies Stefan Petto / Selina Thomas im Opel Corsa D OPC klar auf den zweiten Klassenrang. Auf Platz drei rangierte der 17-jährige Jonas Ertz mit Knut Kaiser auf BMW 328i, der damit die Führung in der Juniorwertung übernimmt.

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Andreas Brocker und Sabrina Woll setzten ihren Aufwärtstrend fort. Sie fuhren in ihrem Mitsubishi erneut zum Gruppensieg in der CTC und übernahmen die Gesamtführung in der Saarländischen Rallye Meisterschaft. Patrick Fank (Mitsubishi) zeigte sich mit seinem Luxemburger Copiloten Andre Foxius ebenfalls mit aufstrebender Tendenz und verkürzte sukzessive den Abstand zur Spitze.
Felix Griebel und Sascha Altekrüger bestimmten im Citroen C2 R2 Max das Geschehen in der Klasse RC4 und fuhren auf einen hervorragenden siebten Gesamtrang. Der 17-jährige Youngster Max Reiter konnte mit dem erfahrenen Copiloten Marco Simon mit Klassenrang zwei die ersten Meisterschaftspunkte einfahren, nachdem er beim Saisonauftakt in Kempenich ausgefallen war.
In der mit 17 Teilnehmern besonders stark umkämpften Klasse F05 setzten sich Tom Hettenbach und Robin Zaiß im gelben BMW E30 gegen die Konkurrenz durch. Die Lokalmatadore Andreas Heiser/Michelle Neubrech stellten ihren Opel Astra auf Platz zwei ab und verwiesen die amtierenden Saarlandmeister Kai Stumpf und Martin Brack (BMW 320is) auf den ungewohnten dritten Klassenrang. Uwe Gropp und Sina Hildebrandt gelang im Citroen DS3 R3 Max als Sieger der Klasse RC3 der Sprung in die Top 10 des Gesamtklassements. Auf Gesamtrang neun fuhren Dirk Huppert und Domenic Kremkau in einem weiteren Mitsubishi ins Ziel.
David Preis bestritt die zweite Rallye im neu erworbenen seriennahen Mitsubishi Lancer Evo X und konnte mit Stammbeifahrer Karsten Bresser auf Anhieb den Gruppensieg einfahren. „Das Auto läuft perfekt! Wir mussten in der Schlussphase nach einem Reifenschaden Tempo herausholen, um keinen zweiten Plattfuß zu riskieren“, zeigte sich das Duo im Ziel in bester Laune. Marco Fleischmann und Jonas Decker setzten sich im Honda Civic Type R gegen ihre Markenkollegen Florian Hess/Enrico Flors-Trigo und Oliver Selmikeit/Kevin Lennartz in der Klasse CTC17 durch.
Martin Thom und Carolin Huber konnten im Peugeot 106 S16 in der Klasse F06 die Armada an Suzuki Swift Sport hinter sich halten. Schnellster Verfolger war der 18-jährige Timo Schulz mit Beifahrer Marco Breidt. Weitere Klassensiege feierten Jürgen und Max Schumann im spektakulär bewegten Ford Escort RS2000 (CTC14) und Harald Degenhardt/Daniel Berger im BWM 318is in der leistungsschwächsten Klasse G10.

Gesamtergebnis ADAC-MSC Osterrallye Zerf 2018
01. Löffelhardt Markus / Stengl Lisa BMW M3 E36 35:37,4
02. Bieg Michael / Moch Dietmar Mitsubishi Lancer Evo 9 + 1,2
03. Bliss Oliver / Grundmann Stefan Mitsubishi Lancer Evo 6 + 58,4
04. Krüger Dirk / Schneider Alexander BMW M3 E36 + 1:19,0
05. Brocker Andreas / Woll Sabrina Mitsubishi Lancer Evo 7 + 1:23,7
06. Fank Patrick / Foxius Andre Mitsubishi Lancer Evo 6 + 2:07,3
07. Griebel Felix / Altekrüger Sascha Citroen C2 R2 Max + 2:16,9
08. Hettenbach Tom / Zaiß Robin BMW E30 + 2:18,8
09. Huppert Dirk / Kremkau Domenic Mitsubishi Lancer Evo 9 + 2:37,9
10. Gropp Uwe / Hildebrandt Sina Citroen DS3 R3 Max + 2:49,7
11. Heiser Andreas / Neubrech Michelle Opel Astra GSI 16V + 2:59,5
12. Buchhaus Tim / Sattler Helen Subaru Impreza STI + 2:59,9
13. Stumpf Kai / Brack Martin BMW 320is + 3:07,8
14. Jung Steve / Brachtenbach Michèle Citroen DS3 R3 Max + 3:08,3
15. Hüttinger Bastian / Sinn Corinna Ford Escort RS2000 + 3:12,8

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01. Markus Löffelhardt und Lisa Stengl gewinnen die Osterrallye Zerf 2018. © Sascha Dörrenbächer
Autor: Ann-Iren Ossenbrink, Foto: Sascha Dörrenbächer
Markus Schneider
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