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Sportvereinen drohen höhere Gebühren für Freiwilligendienste

Trägt die Bundesregierung das FSJ trotz erhöhter Steuereinnahmen zu Grabe? (Karikatur: Klaus Wilinski)
Trägt die Bundesregierung das FSJ trotz erhöhter Steuereinnahmen 
zu Grabe? (Karikatur: Klaus Wilinski)

Bundesregierung plant Streichung der Fördermittel im Bereich der Freiwilligendienste

Vor rund einem Jahr hat Bundesministerin Dr. Franziska Giffey noch von einer Aufwertung der Freiwilligendienste gesprochen und damit auf den Ansatz der CDU, die allgemeine Dienstpflicht wieder einzuführen, reagiert. Knapp zehn Monate später ist von der Euphorie nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: In den vorläufigen Haushaltsentwürfen für den Doppelhaushalt 2020/2021 droht den Freiwilligendienste eine Kürzung der finanziellen Mittel auf das Niveau der Jahre 2016/2017 – und das trotz höherer Steuereinnahmen.

Angesichts des von der Jugendministerin im Dezember 2018 vorgestellten Konzepts für ein Jugendfreiwilligenjahr, das den Bund ungefähr eine Milliarde Euro gekostet hätte, wird nun von den Trägern der Freiwilligendienste – im Sport ist dies der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) – mindestens die Verstetigung der bereits aufgestockten Mittel gefordert.

Jochen Borchert

„So sehr wir uns freuen, in diesem Jahr im LSB erstmals die Marke von 100 Freiwilligendienstleistenden in Sportvereinen und Verbänden erreicht zu haben, müssen wir uns wenige Wochen später bereits Gedanken machen, wie die möglicherweise wegbrechenden Bundesmittel im Freiwilligendienst kompensiert werden können“, sagt der kommissarische LSB-Präsident Jochen Borchert.

Die möglicherweise notwendige, aber auch schlechteste Lösung wäre die Umlage der fehlenden Beträge auf die Vereine. „Natürlich werden wir versuchen, der drohenden Streichung entgegenzuwirken“, kündigt Borchert an.

„Denn man kann davon ausgehen, dass sich in diesem Falle nicht mehr viele Vereine eine Stelle im Freiwilligendienst leisten können – und somit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre von der Bundesregierung zerschlagen wird.“

Der Vallendarer appelliert an alle betroffenen Sportvereine im Land, ihre Kontakte zu den lokalen Bundespolitikern und zu den Medien zu nutzen, um so für die Thematik zu sensibilisieren und die Kürzung doch noch zu verhindern.

Weitere Infos beim LSB, Martin Hämmerle, Tel.: 06131/2814-311, E-Mail: haemmerle@sportjugend.de sowie unter www.sportjugend.de.

Autor: Michael Heinze, web: lsb-rlp.de

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Markus Schneider
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