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Skisprung Weltcup in Titisee-Neustadt

Kamil Stoch holte Weltup-Sieg Nr. 100 für Polen. (Foto: Hartmut Reuschel/moto-foto)
Kamil Stoch holte Weltup-Sieg Nr. 100 für Polen. (Foto: Hartmut Reuschel/moto-foto)

Nur einen Tag hatten die weltbesten Skispringer nach der Vierschanzentournee Pause, dann schon war für vergangenen Freitag Mittag das erste Training für das Weltcup Skispringen in Titisee-Neustadt angesetzt. Da die Tournee mit 4 Springen innerhalb von 9 Tagen zusammen mit dem damit verbundenen Reisestress für alle Athleten schon seit jeher eine große Herausforderung darstellt war es nicht allzu verwunderlich dass sich für das Springen im Schwarzwald nur 50 Sportler angemeldet hatten.

Doch mit Tourneesieger Kamil Stoch

war die polnischen Mannschaft in Bestbesetzung angetreten, ebenso wie die Teams aus Norwegen mit dem Weltcup Gesamtführenden Halvor Egner Granerud und der deutschen Equipe mit ihrem Spitzenduo Karl Geiger / Markus Eisenbichler. Die Organisatoren vom SC Neustadt konnten somit zum 11. Mal trotz einiger Absagen die besten Springer der Welt an der Hochfirstschanze begrüßen die mit einer Hillsize von 142 Metern derzeit die größte Naturschanze im Weltcup darstellt.

Tourneesieger Kamil Stoch holt Sieg Nr. 100 für Polen

Aus welchem Holz der polnische Ausnahmespringer Kamil Stoch geschnitzt ist konnten die wenigen Augenzeugen vor Ort sowie Millionen Fans an den Fernsehgeräten verfolgen da auch in Titisee-Neustadt Corona bedingt keine Zuschauer zugelassen waren.

Dem 33 Jahre alten Routinier aus Zakopane waren weder Stress noch Müdigkeit anzumerken.Unter der Führung von Trainer Michal Dolezal dominierte Stoch zusammen mit einer sehr starken polnischen Mannschaft den ersten Wettkampftag. Bei wechselhaften Wetter und Windbedingungen zeigten sich die Männer um Vorjahressieger Dawid Kubacki in herausragender Form und belegten mit Kubacki – der auf 143 Meter segelte – zunächst Rang 1. Im 2. Durchgang konnte jedoch Kamil Stoch kontern und sicherte sich mit 144 Metern den Tagessieg.

Dahinter folgten Piotr Zyla auf Rang 3,

Andrzej Stekala (5) und Dawid Kubacki (7) der Pech mit dem Wind hatte. Dies war gleichzeitig der 100. Sieg eines polnischen Skispringers in deren Weltcupgeschichte. Gegen diese starke Leistung konnten die anderen (Skisprung)-Nationen nur bedingt dagegenhalten. Die Norweger brachten mit dem Weltcupführenden Granerud auf Rang 2 sowie dessen Teamkollegen Robert Johansson (6) und Marius Lindvik (8) immerhin noch 3 ihrer Besten in die Top Ten.

Davon waren die ewigen Kontrahenten Österreich und Deutschland weit entfernt. Gelang Markus Eisenbichler mit Sprüngen von 138 Metern und 139,5 Metern noch ein respektabler 4. Platz landete Österreichs Vorzeigespringer Stefan Kraft mit 133,5 Metern und 135,5 Metern nur auf Platz 9. Auch Skiflugweltmeister Karl Geiger enttäuschte am Samstag. Der Zweite der Vierschanzentournee konnte mit Sprüngen von 212,5 und 129,5 Metern nicht sein ganzes Potential zeigen und belegte nur Platz 25.

Granerud baut Führung im Weltcup aus

Am Sonntag folgte das 2. Springen im Rahmen des Skisprung Weltcup in Titisee-Neustadt. Dabei konnte das polnische Team nicht an seine starke Mannschaftsleistung vom Vortag anknüpfen.

Bester aus dem Team um Kamil Stoch wurde Dawid Kubacki auf Rang 6. Ihm machte genauso wie manch einem anderen Mitfavoriten der Wind einen Strich durch die Rechnung. Stoch selbst kam diesmal nur auf Platz 17. Besser als am Vortag machte es Halvor Egner Granerud.

Der 24- jährige Norweger aus Oslo, der in dieser Saison bereits 5 mal ganz oben auf dem Podest stand, sicherte sich mit Sprüngen von 138 Metern und 140 Metern seinen 6. Weltcupsieg. Landsmann Daniel Andre Tande komplettierte den norwegischen Doppelsieg (130 /138,5) vor dem Österreicher Stefan Kraft der erst den 2. Podestplatz in einem Einzelspringen für die erfolgsverwöhnte Alpenrepublik in der laufenden Saison schaffte.

Versöhnlich auch das Abschneiden der deutschen Springer – mit Markus Eisenbichler auf Platz 4, Karl Geiger / 11, Pius Paschke /12 und Severin Freund /24 erreichten 4 Springer das Finale und sicherten sich damit Punkte in der Weltcup Gesamtwertung. Diese führt Granerud klar mit 264 Punkten Vorsprung vor Eisenbichler an.

Autorin: Gabi Reuschel, web: weltcupskispringen.com

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Markus Schneider
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