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Sicherheit geht vor beim Homburger Bergrennen

Sicherheit geht vor beim Homburger Bergrennen
(Foto: Thomas Bubel)

Der Homburger Automobilclub e.V. als Organisator investiert in diesen Tagen viel Geld, Zeit und Herzblut in sein Homburger Bergrennen, das am 7. und 8. Juli zum 45. Mal über die Bühne geht. Und weil diese in der freien Natur stattfindet, muss die Infrastruktur wie bei jedem Open Air Konzert oder Waldfest zuerst erschaffen werden.

Gut eine Woche benötigen freiwillige Helfer, um aus der ganzjährig befahrbaren Bergstraße eine Rennstrecke zu kreieren. Diese beginnt am Homburger Stadtrand mit den Parkplätzen an der Karlsbergstraße, dem Fahrerlager über dem Schießhaus und dem Start oberhalb des Lambsbachtals und endet nach dem Ziel kurz vor Käshofen. Die 2,6 km lange Straße ist zwar bereits stellenweise von Leitplanken gesichert, diese reichen aber bei weitem nicht aus. Daher müssen zusätzliche feste Schutzplanken und Betonelemente montiert oder aufgestellt werden, dazu kommen an neuralgischen Punkten rund 1.000 Reifenstapel. Alles zum Schutz und zur Sicherheit von Fahrern, Zuschauern und Sportwarten. Und diese hat im Veranstaltungskonzept des ADAC Ortsclubs oberste Priorität. Dass alles in dieser Beziehung strikt eingehalten wird, dafür sorgt Hans Peter Baehr aus Matzenbach in der Pfalz. Der Mann vom MSC Potzberg ist seit Jahren Leiter der Streckensicherung beim Bergrennen auf der Käshofer Straße und arbeitet in dieser Funktion. «Die absolute Sicherheit gibt es trotzdem nicht», verweist Baehr. Ausrutscher und Unfälle können theoretisch an jedem Punkt der Strecke passieren. Aber weil die Rennfahrzeuge bei jedem Rennen auf ihre technische Sicherheit hin überprüft werden und deren Fahrer eine Rennlizenz vorweisen müssen, kann dies bis auf ein kleines Restrisiko ausgeschlossen werden. Fällt jemand oder etwas negativ auf, spricht Baehr ein Machtwort. „Ich bin ganz nett, aber ich sage etwas nur ein Mal“, lässt er keinen Zweifel über seine Entschlossenheit offen. Dies kommt aber äußerst selten vor. Und wenn, dann ziehen die Betroffenen wie auch die Organisatoren ihre Lehren daraus.

So steht also auch dem 45. Homburger ADAC Bergrennen nichts mehr im Weg, wenn Hans Peter Baehr nach seiner letzten Inspektion und nach Rücksprache mit dem Rennleiter Jürgen Guckert und den Sportkommissaren vor dem Trainingsbeginn am frühen Samstagmorgen alles freigegeben wird. Jürgen Guckert weiß, „anders als eine permanenter Rundkurs muss eine Bergrennstrecke jedes Jahr neu hergerichtet werden. Dies ist mit einem großen finanziellen und logistischen Aufwand verbunden und dient nur einer Sache: der Sicherheit von Fahrern und Zuschauern. Hand in Hand mit mir als Rennleiter“. Die beiden alten Hasen verstehen sich blind, verfügen über jede Menge Erfahrung bis hinauf zur großes DTM und dem Deutschen Rallye WM-Lauf und kennen den Rennsport und die Bedürfnisse am Karlsberg aus dem Effeff. Mit ihrer Erfahrung tragen die Beiden und der neue Organisationsleiter Sascha Ressmann aus Bexbach viel zum guten Gelingen bei, aber auch die Verantwortung – Ressmann über die gesamte Veranstaltung, Guckert im Bereich des Rennablaufs und Baehr in Sachen Strecke und Sicherheit. «Wenn ich kein grünes Licht gebe, wird nicht gefahren», betont Baehr, ohne dabei überheblich zu wirken. Dabei geht er weder beim Streckenbau, noch bei der Absicherung während der Veranstaltung Kompromisse ein. Die Rennstrecke wird zwar alle zwei Jahre von einer Kommission des Deutschen Motorsport Bund (DMSB) abgenommen, Jahr für Jahr werden aber trotzdem Verbesserungen vorgenommen, wo sie Baehr und Guckert für nötig erscheinen. Auch Feedback von Streckenposten und Rennfahrern werden ins Kalkül einbezogen, um gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen. Dies notfalls sogar während der Veranstaltung.

Autor: Thomas Bubel,
web: homburger-bergrennen.de

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Markus Schneider
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