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Saarlandmeisterschaften der Aktiven Damen + Herren

Simon Junk, SG WMA Nordsaar. (Foto: STB/Franz)
Simon Junk, SG WMA Nordsaar. (Foto: STB/Franz)

Die Tennisanlage am Neunkircher Biedersberg, die Heimat der Tennisabteilung von TuS 1860 Neunkirchen, präsentierte sich im besten Glanz bei der Ausrichtung der diesjährigen Saarlandmeisterschaften der Aktiven.

Die große Terrasse mit dem angrenzenden Tribünenhang bot zahlreichen Besuchern am Finaltag die beste Möglichkeit spannende Wettkämpfe zu beobachten.

Wie zu erwarten, haben sich zumeist die nach der Rangordnung gesetzten Spieler für die Endrunden durchgesetzt. Das Finalergebnis:

Sarah Müller, TuS 1860 Neunkirchen und Simon Junk, SG WMA Nordsaar sind die Saarlandmeister des Jahres 2020.

Der Finaltag:

Zunächst brachten die Herren ihre Halbfinals über die Runden:
Im ersten Halbfinale spielten Lars Johann, TZ DJK Sulzbachtal gegen Thomas Burgemeister, TZ DJK Sulzbachtal. Johann, an Position eins gesetzt mit der höchsten Ziffer der Deutschen Rangliste, nämlich Nr. 123, überzeugte mit einem perfekt vorgetragenen Spiel und einem 6:0-6:0 Ergebnis über den neunzehn Jahre älteren Thomas Burgemeister, an drei gesetzt und immer noch in der DTB Rangliste auf Position 370 geführt.
Im zweiten Halbfinale traf Simon Junk, SG WMA Nordsaarl auf Henrik Albrecht, TZ DJK Sulzbachtal. Junk studiert seit zwei Jahren in USA, spielt dort College Tennis und kann eigentlich nur in den Ferien bei uns Turnierpunkte sammeln. Daher auch sein heutiges Ranking in DTB Liste mit Position 383.

Auch Albrecht war einige Zeit im Ausland tätig und ist daher überhaupt nicht mehr in der DTB Rangliste vermerkt. Beide, hier im Turnier an vier und sechs gesetzt, zeigten jedoch ein spannendes Halbfinale, das letztendlich der erfahrenere Junk mit 6:4 – 6:2 für ich entscheiden konnte. Das Herren Finale stand somit mit den beiden langjährigen Trainingsgefährten Johann und Junk fest.

Bereits vier Mal in diesem Jahr hatten sich Johann und Junk in Turnierfinals gegenübergestanden. Immer spannende, hochklassige Matches mit unterschiedlichen Siegern. Und diesmal kam es anders, ganz anders.

Bereits nach kurzer Zeit war der erste Satz gelaufen, Junk konnte ein 6:2 für sich verbuchen. Es kam noch zum Auftaktspiel des zweiten Satzes, als dies auch zugunsten von Junk ausging, musste Lars Johann aufgeben.

Nun konnte man einerseits einen zufriedenen Simon Junk, ob des Titelgewinnes sehen, aber er zeigte auch ein wenig Enttäuschung: „Ich finde es schade, dass das Spiel so abrupt geendet hat, aber Lars fühlte sich schon in der Woche nicht so gut. Er hat wenig mit uns trainiert und hoffte einfach, dass es im Turnier gut funktionieren würde.“ Das war augenscheinlich auch der Fall, im Halbfinale zeigte er gegen Burgemeister eine beeindruckende Vorstellung. Gegen Simon Junk hat es, dann aber nicht mehr gereicht. Hier wurde mit noch mehr Power und Tempo gespielt und dann war irgendwann der Akku leer.

Der neue Saarlandmeister

ist stolz auf den weiteren Titel. „Ich kann gar nicht sagen, wie viele Saarlandmeisterschaften ich bei den Aktiven schon gewonnen habe, vielleicht sechs oder acht, das müsste ich mal nachschlagen. Aber alles waren hervorragende Erlebnisse.“

Aber Junk fand auch ein paar kritische Töne: „Es ist zwar durch Corona in diesem Jahr einiges anderes, aber trotzdem sind schon Trends zu erkennen. Es nehmen immer weniger Spieler, vor allem des entsprechenden Alters teil, die Qualität der Teilnehmer nimmt ab und sog. Qualifizierungsturniere wie die Regionalmeisterschaften sind besser besetzt als die Saarlandmeisterschaften. Dafür muss es viele Gründe geben. Die müssen wir finden und abstellen, ansonsten sehe ich für Saarlandmeisterschaften in der jetzigen Form keine rosige Zukunft!“

Die Damenkonkurrenz war in diesem Jahr

wiederum geprägt von einer geringen Teilnehmerzahl -nur 13 Meldungen und davon allein acht aus dem ausrichtenden Verein. Dazu handelte es sich bei den Teilnehmerinnen fast vornehmlich um Spielerinnen die eigentlich noch zum Jugendbereich gehören.

Die absolute Nummer eins im Turnier beanspruchte Sarah Müller, TuS 1860 Neunkirchen, obwohl erst sechzehnjährig, läuft sie ihren saarländischen Mitstreiterinnen auf und davon. Sie ist derzeit bereits in der Damenrangliste an Nr. 70 gelistet und war im gesamten Turnier in keinem Spiel in Gefahr.

Zum ersten Male etwas Druck der Gegnerin konnte sie im Halbfinale gegen ihre Mannschaftskameradin Aiva Schmitz merken. Mit einem 6:3 – 6:3 zog sie aber trotz allem ins Finale ein. Ihre Gegnerin im Finale war dann Stella Schmitz, die jüngere Schwester vor Aiva. Sie hatte sich gegen Aaliyah Hohmann mit einem 7:5-6:2 fürs Finale qualifiziert.

Im Finale

ließ Sarah nichts anbrennen und sicherte sich mal wieder den Titel, wie im Vorjahr mit einem 7:5 – 6:1 über Stella Schmitz.

Das Fazit zur diesjährigen Saarlandmeisterschaft im Tennis: Corona hat vieles verändert. Für vieles davon brauchen wir noch einige Zeit, um uns daran zu gewöhnen. Der Tennissport kann froh sein, dass er eine Volkssportart ist, die mit viel Gemeinsinn auch die Corona Zeit sportlich gut überleben lässt.

Die Tennisabteilung des TuS 1860 Neunkirchen hat gute Arbeit geleistet und eine Meisterschaft, die ja eigentlich ganz anders geplant war, bestens organisatorisch ausgerichtet. Daher geht der Dank des Verbandes an die Macher des Turniers und ihre Helfer.

Autor: Peter Franz, web: stb-tennis.de

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