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RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren auch zweites Playoff-Spiel gegen Nürnberg

RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren auch zweites Playoff-Spiel gegen Nürnberg.(Foto: Photogroove/Simon Engelbert)
(Foto: Photogroove/Simon Engelbert)

Da war richtig Feuer drin. Nach einer hart umkämpften Partie, an dessen Ende vier Spieler der RÖMERSTROM Gladiators Trier vorzeitig mit fünf Fouls auf die Bank mussten, müssen die Gladiatoren die zweite Niederlage im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen die Nürnberg Falcons hinnehmen. Damit ist Spiel Drei am Freitag schon das erste Endspiel.

72:84 – Doch das Endergebnis war nach der Schlusssirene fast Nebensache. Denn die 3369 Fans der RÖMERSTROM Gladiators Trier in der Arena Trier standen auf ihren Plätzen und zollten Tribut an ihr Team, das hart und aufopferungsvoll gekämpft hatte. Doch am Ende waren es wieder zu viele eigene Fehler und starke Nürnberger, die die zweite Niederlage im zweiten Spiel für die Gastgeber bedeuteten.

Die RÖMERSTROM Gladiators begannen nervös.

Zwar merkte man, dass sich das Heimteam viel vorgenommen hatte, um die schwache Auswärtsniederlage am vergangenen Samstag im Nürnberger Eventpalast vergessen zu machen, doch leider wurde daraus zunächst nichts.

Zu viele Bälle gingen daneben, Nürnberg konnte vor allem über Fastbreaks einfache Punkte machen. Früh stand es so 6:0, ehe Stefan Ilzhöfer die ersten Punkte für Trier erzielen konnte. Danach entwickelte sich eine heiße Playoff-Partie auf gutem Niveau, die aber vor allem durch Kampf und Einsatz geprägt wurde.

Und das auf beiden Seiten. Hinzu kam, dass auch im Eins-gegen-Eins beide Teams mit voller Motivation dabei waren und so auch abseits des Balles viele Nickligkeiten passierten. Vor allem im Rebound zeigten die Gladiatoren Schwächen. Immer wieder konnten sich Ishmail Wainright oder Robert Oehle einen zweiten Ball sichern oder per Tip-in punkten. Zwar schaffte Trier es in der ersten Hälfte antworten auf die Nürnberger Offensive zu finden. Dennoch ging es mit einem 16:18-Rückstand in die erste Viertelpause.

Im zweiten Spielabschnitt das gleiche Bild.

Nürnberg mit sehenswerten Offensivaktionen und gutem Teambasketball. Trier hielt mit Einsatz und Willen dagegen. Vor allem Kelvin Lewis hielt die Moselstädter mit teilweise wilden Dreiern immer wieder im Spiel. Doch grade in der Zone schafften es die Gladiatoren nun bessere Entscheidungen zu treffen und ihre Wurfquote zu verbessern.

Dank eines Vier-Punkt-Spiel Sekunden vor der Halbzeitsirene durch den, in dieser Phase starken, Thomas Grün, konnte das Team sogar mit einer 36:35-Führung in die Halbzeit gehen.

Doch was dann das Selbstvertrauen

aus elf Siegen in Folge mit einem Team machen kann, zeigte der Beginn der zweiten Hälfte. Die Falken kamen hoch motiviert und perfekt eingestellt aus der Kabine. Mit einem 10:2-Lauf fegten sie über die Gladiatoren hinweg und konnten sich so zum ersten Mal im Spiel etwas absetzen.

Zwar kämpften sich die Gastgeber immer wieder zurück, doch vor allem Schütze Jackson Kent machte mit seiner Treffsicherheit die Bemühungen der Heimmannschaft schnell wieder zunichte. Der Amerikaner erzielte alleine im dritten Viertel acht seiner 14 Punkte und verteilte dazu noch einige Assists. Insgesamt spielte Nürnberg weiterhin guten Teambasketball ließ den Ball mustergültig und schnell laufen und fand so oft den freien Mann.

Doch auch wenn der an diesem Abend mal nicht da war, weil die RÖMERSTROM Gladiators gut und aggressiv verteidigten, wühlten sich die beiden Center Robert Oehle und Moritz Sanders in der Zone zum Korb. Vor allem erstgenannter machte ein starkes Spiel, erzielte 12 Punkte und acht Rebounds.

Grade das war nach wie vor die Schwäche der Trierer zu oft ließen sie zweite Chancen zu. Alleine Ishmail Wainright konnte sich fünf Offensivrebounds sichern. Zu viele um das starke Nürnberger Team vor Probleme zu stellen und die Partie zu gewinnen. Hinzu kamen 18 Ballverluste, die die Falken oft zu einfachen Punkten verarbeiten konnten. Zwei Statistiken, die zusätzlich zum Foultrouble der zweiten Halbzeit einen Sieg der Gastgeber fast unmöglich machten. Vor dem letzten Viertel führte Nürnberg 62:54

Am Schluss waren es dann

mit Kelvin Lewis, Jermaine Bucknor, Kevin Smit und Johannes Joos ganze vier Spieler, die bei den Moselstädtern ausgefoult waren. Eine Situation, die eine Aufholjagd unmöglich machte. Zwar gaben die Gladiatoren nochmal alles, vor allem der starke Rupert Hennen ging an beiden Enden des Parketts nochmal dahin wo es weh tat, doch auf jede Aktion der Gastgeber hatten die Falcons eine Antwort.

Die feierten deshalb einen verdienten 84:72-Auswärtssieg und haben am kommenden Freitag in eigener Halle einen Matchball. Umgekehrt bedeutet das für die RÖMERSTROM Gladiators: Do or Die.

Das Spiel im Eventpalast am Airport in Nürnberg findet am Freitag, den 12. April 2019 statt. Sprungball ist um 19:30 Uhr. Das spiel wird im Livestream unter www.airtango.live übertragen.

Stimme

Christian Held: „Wir haben das Spiel vor allem aufgrund der Offensivrebounds und Turnover, die wir zugelassen und verursacht haben verloren. Da gibt es keine zwei Meinungen. Nürnberg gewinnt hier am Ende verdient. Uns fehlt dann doch in der ein oder anderen Situation ein Kopf des Teams, der das Spiel beruhigt und zusätzlich Verantwortung im Aufbau trägt. Ich bin dennoch stolz auf meine Mannschaft, denn sie hat in jeder Sekunde gefightet und sich da auch von nichts abhalten lassen. Jetzt müssen wir am Freitag zu gewinnen. Und solange rechnerisch noch alles möglich ist, werden wir diese Serie auch unter keinen Umständen verloren geben.“

Statistik

Kelvin Lewis (19), Kevin Smit (3), Jermaine Bucknor (13), Rupert Hennen (11), Lucien Schmikale (1), Thomas Grün (8), Stefan Ilzhöfer (2), Till Gloger (12), Johannes Joos (3).

Autor: Vincenzo Sarnelli, web: römerstrom-gladiators.de

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Markus Schneider
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