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Playoff-Wahnsinn – RÖMERSTROM Gladiators feiern Endspurt-Sieg

Playoff-Wahnsinn - RÖMERSTROM Gladiators feiern Endspurt-Sieg (Foto: Photogroove)
RÖMERSTROM Gladiators feiern Endspurt-Sieg. (Foto: Photogroove)

Playoff-Wahnsinn. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier feiern nun schon zum wiederholten Male einen Sieg auf den allerletzten Metern eines Spiels. Doch so dramatisch wie in Spiel 4 der Playoff-Serie gegen die MLP Academics Heidelberg, war es in dieser Saison bisher kaum. Doch der Reihe nach.

Die Gladiatoren kamen entfesselt aus der Kabine. Nach der deutlichen Niederlage im dritten Spiel, wollte das Team um Mannschaftskapitän Simon Schmitz früh zeigen, wer der Herr in der Arena ist. Es hagelte Dreier und tolle Spielzüge. Trier spielte schnell und zielstrebig und zwang die Gäste so zu einer frühen Auszeit (18:6). Und die wirkte. Die Academics waren nun wacher und zogen immer wieder stark in die Zone. Die Gladiatoren konnten dies nur mit Fouls unterbinden, sodass Heidelberg früh an die Linie durfte. Sieben Punkte in Folge erzielten die Kurpfälzer durch Freiwürfe und brachte sich so ins Spiel. Hinzu kam, dass auch Heidelberg jetzt auch aus der Distanz traf. Durch einen 11:0-Lauf waren die Gäste plötzlich wieder dran. Mit einem knappen 27:26 ging es in die erste Viertelpause.

Das Spiel war nun ausgeglichen. Immer wieder wechselte die Führung. Beide Mannschaften zeigten nun an beiden Enden des Feldes starke Ansätze. Vor allem zwei Spieler der Gäste stellen die Gladiatoren immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Jaleen Smith und Shy Ely bildeten offensiv das Kreativzentrum der Kurpfälzer und waren auch defensiv zur Stelle. Die RÖMERSTROM Gladiators warfen ihrerseits zu oft den Ball weg. Bis zur Pause sammelte das Team von Headcoach Marco van den Berg neun Turnover. Zu viele um die Führung zu verteidigen. Heidelberg konnte im zweiten Viertel das Spiel drehen und sich eine 44:48-Halbzeitführung sichern.

Im dritten Spielabschnitt übernahmen die Gäste dann die Kontrolle über das Spiel. Trier blieb zwar zunächst noch dran und konnte vor allem über den starken Justin Alston unter dem Korb einige Akzente setzen, doch die Heidelberger Offensive kam nun ins Rollen. Sinnbildlich dafür: Shy Ely, der allein in diesem Viertel zwölf Punkte erzielte. Vor allem aus der Distanz liefen die Gäste nun heiß. So zum Beispiel Point Guard Niklas Würzner, der mit Ablauf der Shotclock einen wilden Dreier versenkte und die laute Arena Trier verstummen ließ. Alles sah nach einer Wiederholung des Spiels vom vergangenen Samstag aus. Trier traf nun auch die einfachsten Korbversuche nicht, Heidelberg ihrerseits alles. Darüber hinaus stimmte es jetzt auch spielerisch. Die Gäste zeigten starken Teambasketball und machten es den RÖMERSTROM Gladiators Trier extrem schwer Anschluss zu halten. Im letzten Spielabschnitt mussten die Gastgeber einem recht deutlichen Rückstand hinterherlaufen (67:77).

Dass die Gladiatoren das Prinzip INVICTUS bis in die letzten Fasern verinnerlicht haben und niemals aufgeben, ist jedoch in der 2. Basketball-Bundesliga hinlänglich bekannt. Als dann Kapitän Simon Schmitz, der in der ersten Hälfte noch schwer auf den Rücken und Nacken gestürzt war und trotzdem weiter spielte, knapp dreieinhalb Minuten vor Schluss seinen Dreier zum 76:82 versenkte, spürte auch die Arena Trier: Hier ging noch was. Niemanden hielt es mehr auf den Sitzen. Die Fans der RÖMERSTROM Gladiators peitschten ihr Team jetzt nach vorne. Und dieser Simon Schmitz war es auch, der 35 Sekunden vor Schluss erneut aus der Distanz mit Hand im Gesicht versenkte. Trier war jetzt bis auf einen Punkt ran(87:88) und verteidigte den folgenden Angriff der Heidelberger stark. Mit neun Sekunden auf der Uhr, bekam erneut Kapitän Schmitz den Ball in die Hände, zog zum Korb, Gäste-Bigman Niklas Ney ließ das Bein stehen und foulte den Point Guard der Trierer. Zwei Freiwürfe. Schmitz trifft beide, der letzte Angriff der Kurpfälzer bringt nichts mehr ein. Freudentaumel.

Damit zwingen die RÖMERSTROM Gladiators die MLP Academics Heidelberg in ein 5. und entscheidendes Playoff-Spiel. Dieses findet am kommenden Mittwoch, den 18. April 2018 in der Sporthalle am Olympiazentrum statt. Sprungball der Partie ist um 19:30 Uhr.

Stimme

Marco van den Berg: „Ich kann nur stolz auf meine Mannschaft sein. Wir haben uns erneut nach einem Rückstand zurückgekämpft und nie den Kopf hängen gelassen. Heidelberg hat extrem gut gespielt und uns das Leben sehr schwer gemacht. Doch wir haben erneut bewiesen, dass wir die Qualität haben, auch gegen solch starke Mannschaften zu gewinnen. Und jetzt wird es interessant. Spiel 5 war unser Ziel. Jetzt geht’s darum, wer ins Halbfinale einzieht. Wir werden vorbereitet sein“.

Statistik

Justin Alston (22), Kyle Dranginis (2), Kevin Smit (4), Jermaine Bucknor (24), Lucien Schmikale (5), Simon Schmitz (19), Thomas Grün (7), Thomas Henkel, Johannes Joos (4), Robert Nortmann, Anton Shoutvin (2).

Autor: Vincenzo Sarnelli, Foto: Photogroove web: römerstrom-gladiators.de

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Markus Schneider
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