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Motorrradmeister Ernst Gschwender feiert seinen 65. Geburtstag

Der Bayer Ernst Gschwender wurde auf Suzuki dreimal Deutscher Meister. (Foto: Moto Motion)
Der Bayer Ernst Gschwender wurde auf Suzuki dreimal Deutscher Meister. 
(Foto: Moto Motion)

Ernst Gschwender feiert am 11. Februar seinen 65. Geburtstag, der sympathische Bayer hat in seiner erfolgreichen Karriere drei deutsche Meistertitel errungen.

Der „Bauer mit Power“,

wie er von Streckensprecher Hubert Schweitzer genannt wurde, lebt in Neufahrn in der Nähe seiner Geburtsstadt München. Seinen Beinamen „Bauer mit Power“ erhielt er deshalb, weil seine Eltern eine große Landwirtschaft betrieben. Selbst aber hat er den Beruf des Landwirts nie ausgeübt, ihn faszinierten schnelle Motorräder und Autos.

Sein erstes Motorradrennen bestritt der großgewachsene Bayer 1977 beim Flugplatzrennen in Wunstorf/Niedersachsen. 1982 holte er sich die Vize-Meisterschaft in der 500 ccm Klasse. Ein Jahr später krönte er seine Motorsportlaufbahn mit dem deutschen Meistertitel in der Königsklasse auf einer Suzuki RG 500.

Danach stieg Gschwender

in die Superbike-Klasse um. Während er 1985 und 1986 jeweils den Vizetitel in der Deutschen Superbike Meisterschaft errang, holte er in den folgenden Jahren 1987 und 1988 auf einer Suzuki GSX-R 750 den Meistertitel. 1991 wechselte Gschwender dann die Marke und ging für Kawasaki im Team Green vom deutschen Kawasaki-Importeur in der PRO Superbike-Serie an den Start. Mit einem Sieg beim Flugplatzrennen 1993 in Speyer belegte er den vierten Gesamtrang in der hart umkämpften Meisterschaft.

Im gleichen Jahr nahm Ernst Gschwender auch an einigen Läufen der Superbike-Weltmeisterschaft teil und erzielte mit 23 WM-Punkten den 25. Gesamtrang. Nach der Saison 1993 beendete er als dreifacher deutscher Meister seine Motorradkarriere. Seither betreibt er seine Autowerkstatt, Ernies V8 Shop. Der Name verrät schon seine Leidenschaft zu großvolumigen amerikanischen Sportwagen.

Auch Autorennen

ließ er nicht aus. 1997 ging er mit einem Porsche 911 GT2 R in der FIA GT Meisterschaft an den Start. 2002 pilotierte er eine Chevrolet Corvette C5 in der amerikanischen Grand-Am Sportwagen Serie. Gschwender ist bislang der einzige Pilot, der auf der legendären Rennstrecke in Daytona/USA sowohl bei den Motorrad- als auch bei den Autorennen erfolgreich teilnahm. Vor einigen Jahren erkrankte der lebensfrohe Bayer 2009 an dem heimtückischen Parkinson-Syndrom.

Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen beim PRO Superbike – The Revival auf dem Sachsenring 2014 einige Runden zu drehen und seine Rennfahrerkollegen aus der aktiven Zeit wieder zu treffen. Sein Freund und Ex-Mechaniker Kurt Stückle betreute ihn dort, wie schon früher zu Gschwender‘s aktiven Zeiten. Kurt Stückle war der Mann hinter den Erfolgen des erfolgreichen Bayern.
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute Ernie !

Autor: Michael Sonnick, web: racing-show.com

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Markus Schneider
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