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Monatsbericht des EOC EU-Büros für Januar 2017

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Erstes Treffen des Advisory Board zur Woche des Sports im Jahr 2017.

Am 19. January 2017 traf das Advisory Board zur Europäischen Woche des Sports (EWoS) erstmals zusammen, um die nächste Ausgabe im September 2017 zu diskutieren.

Susanne Hollmann, stellvertretende Referatsleiterin Sport der europäischen Kommission, und Florence Mondin, Kommissionsreferentin für die EWoS, stellten zunächst die Ergebnisse der letzten Woche vor, die als Erfolg gewertet wurde. Die Kommission hat hierzu einen Evaluierungsbericht veröffentlicht.

2017 wird die Woche erstmals an einem einheitlichen Termin in ganz Europa stattfinden (23.09.2017 – 29.09.2017). Da Schweden zudem erstmals teilnehmen wird, sind nun alle EU-Mitgliedsstaaten Teil der EWoS.

Florence Mondin berichtete, dass die Kommission plane, die Kommunikations-Kampagne dieses Jahr am Olympic Day (23. Juni) zu lancieren, und, dass es geplant sei, einige Aspekte 2017 abzuändern.

In den letzten Jahren war die Woche rund um eine Eröffnungsfeier und eine Hauptkonferenz aufgebaut worden. Diese Struktur wird nun verändert: Während die Eröffnungsfeier wieder in Kooperation mit der Ratspräsidentschaft stattfinden wird – die estnische Präsidentschaft wird diese am 23. September in Tartu organisieren -, werden, anstelle einer zentralen Konferenz in Brüssel, im Laufe der Woche eher eine Mehrzahl kleinerer Workshops und Seminare rund um die Fokusthemen der EWoS organisiert werden. Die Woche soll mit einer Galaveranstaltung zur Verleihung der #BeActive-Awards abgeschlossen werden, die 2017 wieder eine größere Rolle spielen sollen.

Die estnische Ratspräsidentschaft plant für die Eröffnung eine hochrangigen Runden Tisch zum Thema „Gesunde Lebensführung“.

Zudem hat es das Sportreferat der Kommission geschafft, ein neues Eurobarometer zum Sport in Auftrag zu geben und die Evaluierung für 2017 wird erstmals extern durchgeführt werden.

WEITERE INFORMATIONEN

Evaluierungsbericht der Europäischen Kommission zur EWoS 2016 (auf Englisch)
Webseite der European Week of Sport auf Englisch)

EP nimmt Bericht zum „Gesamtkonzept für die Sportpolitik“ an

Im Rahmen der Plenartagung des Europäischen Parlaments (EP) am 2. Februar 2017 wurde der Bericht „Gesamtkonzept für die Sportpolitik: verantwortungsvolle Verwaltung, Zugänglichkeit und Integrität“ angenommen. Der Initiativbericht wurde vom finnischen MEP Hannu Takkula (ALDE) entworfen und wird das einzige dem Sport gewidmete Dokument des Parlaments in dieser Legislativperiode sein. Dementsprechend legt er auch die Position des EPs für die Diskussionen zum zukünftigen Ratsarbeitplan Sport fest.

Das Ziel des Takkulaberichts war es, die Rolle des Breitensports und die Entwicklung von körperlicher Aktivität in der EU zu fördern. Der Bericht deckt zudem die ökonomische Rolle des Sport, die Themen Integrität und Good Governance, sowie den Zugang zum Sport ab.

Einige kritische Themen werden aufgegriffen (so fordert der Bericht Sportorganisationen zum Beispiel auf, konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Governance vorzubringen), aber auch auf die Spezifizität des Sports und die positiven Effekte des Sports wird eingegangen.

Das EOC EU-Büro und seine Partner hatten im Vorfeld in mehreren Diskussion erfolgreiche Vorschläge für Empfehlungen gemacht, so zum Beispiel zur Besonderheit des Sports und zur sozialen Rolle des Sports. So enthält der Bericht die folgenden Aspekte:

Anerkennung der besonderen Merkmale des Sports, der auf ehrenamtlichen Strukturen aufbaut;

Unterstützung des europäischen Sportmodels mit einem Verband pro Sport und der Wichtigkeit von Solidaritätsmechanismen;

Unterstützung der Schiedsgerichtsbarkeit des CAS;

Aufruf an die EU-Mitgliedsstaaten, die Europaratskonventionen zur Manipulation von Sportwettbewerben und zur Sicherheit bei Sportveranstaltungen, zu unterzeichnen und zu ratifizieren;

Betonung der gesellschaftlichen Rolle des Sports und der Wichtigkeit der Themen Geschlechtergleichstellung, Duale Karriere, sowie Schutz von Athleten und Minderjährigen;

Aufruf, das aktuelle System der Vergabe von Fernsehrechten auf Basis exklusiver und territorialer Rechte beizubehalten;

Im Hinblick auf den neuen EU-Arbeitsplan zum Sport, empfehlen die MEPs der Kommission und dem Rat direkt, die Sportförderung unter Erasmus+ zu erhöhen, Mehrwertsteuerausnahmen für den Breitensport zu stärken und die Spezifizität des Sports besser auszuarbeiten.

Autor: Fruzsina Csepi
Markus Schneider
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