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Dr. Volker Anneken: Man könnte noch deutlich mehr Schlagkraft entwickeln

Dr. Volker Anneken
Dr. Volker Anneken. (Foto: LSB)

Netzwerktreffen zur Inklusion im Sport in Mainz bringt Experten zusammen / Motivationsprämie für Vereine

Um Teilhabe und Vielfalt zu ermöglichen, muss die Partizipation noch stärker in den Blick genommen werden: Das machte Geschäftsführer Dr. Volker Anneken vom Kölner Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) beim Netzwerktreffen „Inklusion im Sport“ deutlich. Zudem der Landessportbund unter dem Motto „Netzwerkarbeit – Schlüssel zur Inklusion im Sport“ in die Aula des Schloss-Gymnasiums in Mainz geladen hatte.

Veränderungen

„Es ist eine Menge im Gang auf verschiedenen Ebenen“, betonte der Sport- und Rehabilitationswissenschaftler vom FIBS – einer Gesellschaft der Gold Kraemer-Stiftung, der Deutschen Sporthochschule Köln und der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen. Das Ziel ist, die Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu erforschen und zu fördern. „Viele machen sich auf den Weg, aber man könnte noch deutlich mehr Schlagkraft entwickeln, wenn man sich an der einen oder anderen Stelle besser vernetzt.“ In den Augen von Anneken („Die Annäherung an das Thema ist schwierig und je nachdem, aus welcher Richtung man sich nähert, wird man andere Schwerpunkte setzen“) ist Inklusion das „Leitmotiv im gesamtgesellschaftlichen Prozess zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“.

Notwendigkeit

Partizipative Teilhabe bezeichnete der Kölner als „Goldstandard“. Um die selbstbestimmte Zugehörigkeit von Menschen mit Behinderung zu fördern, gelte es verstärkt, Menschen in Gremienarbeit und Entscheidungsprozesse einzubinden. Notwendig sei es, inklusive Einrichtungen und Dienstleistungen wie auch spezifische Programme zu entwickeln. Die Umsetzung erfordere damit eine Breiteninitiative in sämtlichen Bereichen des Sports. Das Ziel ist Strukturen zu schaffen.

Wie Anneken darlegte, könnten Sportlotsen als verlässliche Ansprechpersonen, Anstoßgeber, Kümmerer oder Nachhaker wertvolle Hilfestellungen leisten. Als „inklusive Notwendigkeiten“ müssten zum einen die Wünsche der Sportler in den Mittelpunkt gerückt werden („Sportarten anpassen, Assistenz ermöglichen, Anbindung an die Vereine bieten“). Zudem müsste Verlässlichkeit geschaffen werden („Klare Ansprechpartner auf allen Seiten, Lotsenansatz, Zeit nehmen und Geduld haben“) und ein KnowHow-Transfer stattfinden („Informieren und Aufklären, Lokale Partnerschaften bilden“). Nicht zuletzt müssten verbindliche Systeme weiterentwickelt werden („Synergien nutzen und aufbauen, Stärken austauschen und bündeln, Qualifizierung abstimmen, Vereinslandschaft sensibilisieren“).

Analyse

Annekens Impulsvortrag diente als Basis für die Gruppenarbeit der Protagonisten. Lebhaft diskutieren die knapp 30 Multiplikatoren. Demgegenüber auch der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch und Karl Peter Bruch, Präsident des Behinderten- und Rehabilitationssportverband Rheinland-Pfalz. Die Hürden zur Umsetzung von Inklusion im Sport und setzten sich damit auseinander, wie man diese Problemstellungen in Rheinland-Pfalz minimieren kann. Auf Grundlage der zentralen Ergebnisse der Ideenschmiede sollen nun weitere Schritte initiiert und umgesetzt werden.

Vorschläge

Um mehr Teilhabe und vor allem Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu erreichen ist das Ziel der Motivationsprämie für Inklusion im Sportverein, Vereine zu erreichen, die sich bisher dem Thema noch nicht angenähert haben. Sie sollen für das Thema sensibilisiert und auf dem Weg zu inklusiven Projekten begleitet und unterstützt werden. Weitere Infos bei Laura Trautmann, E-Mail: l.trautmann(at)lsb-rlp(dot)de, Tel.: 06131/2814-412.

Autor: Michael Heinze, web: lsb-rlp.de

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Markus Schneider
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