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Klasse und Masse

Klasse und Masse
Akrobaten auf 3 Rädern: Bei den Zuschauern besonders beliebt 
wegen der turnerischen Fähigkeiten der Schmiermaxen. (Foto: midi-pics.de)

Klassik Trophy 2018, DMV Mai-Pokal-Revival, Motodrom Hockenheim, 11.-13. Mai 2018

Nur wenige Wochen nach dem Automobilklassiker, dem Jim Clark Revival für Rennwagen auf dem Hockenheimring, sind anschließend die Motorrad-Klassiker dran. Mit dem Mai Pokal Revival wird an die glorreichen Zeiten erinnert, als auf dem alten Hockenheimer Ring und später im Motodrom die Weltelite der Zweiradzunft ihre Rennen austrugen. Ein Hauch von Nostalgie wird dieses Jahr aufkommen, wenn Klassik Motorsport in Zusammenarbeit mit dem Traditionsclub, dem BMC, die Rennen für Motorräder bis zum Millenniumswechsel durchführt.

Vom internationalen Motorradsport verbannt sind beispielsweise die Zweitaktraketen, die in der Klassik Trophy ihre Auferstehung feiern. Allein in der 350cm³ Klasse, in der Motorsportlegende Toni Mang der letzte und ewige Weltmeister ist, haben über 30 Fahrer aus 7 Ländern ihre Nennung abgegeben. Übrigens war es der Lampertheimer Manfred Herweh, der 1982 den letzten ausgetragenen Weltmeisterschaftslauf auf dem Hockenheimring gewann.
Es werden aber noch weitere Erinnerungen wach, wenn die kleinsten 50 cm³ Renner am Start stehen. Rief 1959 der damalige Präsident des Hockenheimer Motorsportclub, Wilhelm Herz, diese Klasse ins Leben und etablierte damit die hubraumkleinste Klasse im Motorradsport. Und Hand aufs Herz, bei vielen der älteren Semester hieß der erste fahrbare Untersatz Kreidler, Zündapp oder Hercules.

Spektakulär und bei den Zuschauern besonders hoch im Kurs steht die Seitenwagenklasse. Nicht umsonst wurden die Piloten mit den Schmiermaxen im Boot die Akrobaten auf 3 Rädern bezeichnet. Die Beifahrer müssen in dem als Boot bezeichneten Beiwagen regelrechte Turnübungen vollführen, sich in den Kurven weit heraus lehnen oder das Hinterrad belasten. Enorme körperliche Fitness ist gefragt.

Besonders attraktiv präsentiert sich die Paradeklasse. Starten doch hier Fahrer mit außergewöhnlichem Maschinenmaterial, ehemaligen Werksmaschinen, seltene Produktions-Renner und Rennmaschinen, die man nicht jeden Tag sieht. Außerdem sind ehemalige Meister aus dem In- und Ausland mit am Start.
Bisher haben über 450 Fahrer aus 12 Ländern haben ihre Nennung abgegeben. Der Hockenheimring steht 3 Tage ganz im Zeichen des Motorradsports. Rennfans streichen sich den Termin im Kalender rot an: Zum Mai Pokal Revival am zweiten Mai-Wochenende, dem Muttertag nach Hockenheim, so wie es früher schon Tradition war.

Autor: Manfred John

web: www.klassik-motorsport.com

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Markus Schneider
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