Sie sind hier
Home > Motorsport > Jan Bühn Vierter beim 24-Stunden-Rennen

Jan Bühn Vierter beim 24-Stunden-Rennen

Kawasaki-Pilot Jan Bühn wurde in Le Mans von seinem Bruder Daniel (links) und Förderer Georg Räth (rechts) unterstützt. (Foto: Bühn)
Kawasaki-Pilot Jan Bühn wurde in Le Mans von seinem Bruder Daniel (links) 
und Förderer Georg Räth (rechts) unterstützt. (Foto: Bühn)

Beim legendären 24-Stunden-Motorradrennen von Le Mans in Frankreich belegte Motorradrennfahrer Jan Bühn aus Kronau vom Team Bolliger Switzerland als bestes Privatteam den vierten Gesamtrang.

Das Kawasaki-Team ging vom 19. Startplatz am Samstagmittag um 12 Uhr in den Motorrad-Marathon. Jan Bühn, der 2015 Deutscher Meister in der Supersport 600-Klasse war, fuhr die Startphase und konnte sich auf den 13. Gesamtrang und 9. Platz in der EWC-Wertung nach vorne fahren. Nach einer Stunde führte das Tati Team Beringer Kawasaki vor dem Yoshimura SERT Motul-Suzuki Team.

Auf dem dritten Platz

lag das österreichische YART-Yamaha Team mit Marvin Fritz aus Neckarzimmern. Das Schweizer Team Bolliger konnte sich bei 30 Grad Außentemperatur und 50 Grad Asphalttemperatur weiter nach vorne schieben. Nach acht Stunden zur ersten WM-Punkte-Zwischenwertung lag das Kawasaki-Trio um 20 Uhr auf dem fünften Platz und erhielt dafür die ersten sechs WM-Zähler.

Zur Halbzeit nach 12 Stunden verbesserte sich das Privatteam auf den vierten Platz, da das YART-Yamaha Team wegen einem technischen Defekt in der Box aufgeben musste. Der 30-jährige Bühn war nach dem Rennen überglücklich: „Gleich nach dem Start hatte ich Glück, da drei Fahrer vor mir in der ersten Schikane stürzten und ich ausweichen musste. Ich fiel dadurch auf den 23. Platz zurück und konnte mich dann aber wieder den 13. Rang verbessern.

Ich hatte einen guten Rhythmus

und die Kawasaki läuft mit den Michelin-Reifen super. Wir hatten eine sehr gute Rennpace und sind überglücklich. Ich war fast neun Stunden auf dem Bike und hatte kaum Schlaf. Die Hitze war schon extrem, wir haben es ohne Fehler durchgezogen und wurden mit dem 4. Platz belohnt – Wahnsinn! Jetzt wird erstmal schön ausgeschlafen.“ Die drei Bolliger-Piloten Jan Bühn, Ondrej Jezek und Jesper Pellijeff kamen ca. alle Stunde zum Fahrerwechsel und zum Tanken an die Box. Nach 24 Stunden gewann das Yoshimura SERT Motul-Suzuki Team mit 855 gefahrenen Runden auf dem 4,185 km langen Bugatti-Circuit vor dem Webike SRC Kawasaki France Team, die acht Runden Rückstand hatte.

Den dritten Platz mit 13 Runden Rückstand auf dem Podium belegte das BMW Motorrad Endurance-Werksteam mit dem zweifachen Superbike-Meister Markus Reiterberger aus dem bayerischen Obing. Das Bolliger Team Switzerland von Teamchef Kevin Bolliger drehte auf dem vierten Rang 831 Runden und hatte am Ende damit 24 Runden Rückstand auf das Siegerteam. Jan Bühn, der als zweitbester deutscher Fahrer ins Ziel kam, drehte 281 Runden und egalisierte sein bestes Endurance-Ergebnis vom Jahr 2017 ein, als er ebenfalls den vierten Platz beim 24 Stunden-Rennen auch in Frankreich auf der Rennstrecke von Le Castellet auf BMW belegte. In der WM-Wertung führt das Yoshimura SERT Motul Suzuki-Team mit 64 Punkten vor dem Webike SRC Kawasaki-Team mit 48 Zählern.

Das Team Bolliger Switzerland ist mit 36 Punkten WM-Vierter. Die FIM-EWC-Langstrecken-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr bei vier Veranstaltungen ausgetragen, der nächste Lauf findet am 17. Juli mit dem 12-Stunden-Rennen auf dem Circuito do Estoril in Portugal statt.

Autor: Michael Sonnick, web: fimewc.de, jan-buehn.de

Diese Berichte könnten Sie auch interessieren:

Markus Schneider
betreibt SPORTregio.de seit 20 Jahren. Bereits 1998 hat er damit begonnen, eine Plattform für Sportvereine, Sportverbände und Medienvertreter zur erstellen und zu pflegen. Bis heute wurden bei SPORTregio.de über 20.000 Berichte gepostet umd unzählige Fotos veröffentlicht. Danke an alle Mitwirkenden, die dies alles ermöglicht haben.
http://www.schneider-nk.de
nach oben