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Eulen Ludwigshafen verlieren wegen einer Fehlentscheidung

Christian-Klimek (Foto: Michael Sonnick)
Christian-Klimek (Foto: Michael Sonnick)

Ludwigshafen. Den Eulen Ludwigshafen wurde wegen einer Fehlentscheidung der Schiedsrichter beim Heimspiel gegen den TBV Lemgo-Lippe bei der knappen 24:25-Niederlage mindestens ein Punkt genommen. Nach dem Spiel war Eulen-Kreisläufer Christian Klimek sauer: „Ich bin sprachlos, Gedon Guardiola kommt zum Wurf, unser Torhüter hält den Ball, Gedeon fällt und schreit.

Unfassbar was dann passiert. Das beweisen ja auch die TV-Bilder von Sky, dies war kein Foul und hätte niemals einen Siebenmeter geben dürfen.“ Den Siebenmeter verwandelt Bjarki Mar Elisson 34 Sekunden vor Spielende zur 25:24-Führung und zum Sieg für Lemgo. Beim letzten Gegenangriff scheitert Azat Valiullin zwei Sekunden vor Spielende mit seinem Wurf am Pfosten. Bei den Eulen, die auf den verletzten Spielmacher Dominik Mappes verzichten mussten, war Hendrik Wagner erneut überragend. Der 23-jährige Rückraumspieler war mit zehn Treffern erneut erfolgreichster Eulen-Werfer, auch Max Neuhaus überzeugte wieder mit vier Toren.

Die Eulen führten nur einmal, als Kapitän Gunnar Dietrich in der 2. Minute das 1:0 erzielte. Nach dem 2:2 durch Hendrik Wagner (7.10) bekamen die Eulen eine Zeitstrafe gegen Christian Klimek und Lemgo baute die Führung auf 4:2 aus. Danach führte Lemgo einige Male mit vier Toren Vorsprung. Nach einem 3:0-Lauf durch Treffer von Max Neuhaus per Siebenmeter, einem Gegenstoß von Pascal Durak und nochmals Neuhaus sind die Eulen dran: 7:8 nach 17 Minuten. Beim Stand von 7:9 haben die Eulen Pech, Rechtsaußen Durak trifft den Innenpfosten. Wieder zieht Lemgo davon, nach 22 Minuten steht es 8:12, Eulen-Trainer Ben Matschke setzt auf den siebten Feldspieler. Eulen-Torwart Martin Tomovski pariert einen Siebenmeter der „Tormaschine“ Elisson (24.). Zur Halbzeit führen die Gäste aus Lemgo mit 15:11 Toren.

Nach der Pause kamen die Eulen

mit zwei Toren auf 13:15 wieder heran. Als Rechtsaußen Lukas Zerbe mit einem Tempogegenstoß auf 19:14 (36.31 Min.) erhöhte, schien die Begegnung mit fünf Toren Rückstand entschieden. Doch die Eulen gaben erneut nicht aus und kämpfen sich wieder heran. Großartig wie Martin Tomovski 15 Minuten vor Schluss beim Stand von 18:21 gegen den freien Elisson pariert. Spektakulär der Tempogegenstoß von Jan Remmlinger zum 19:22 (46.41). Eine Minute später wehrt Tomovski gegen den so treffsicheren Zerbe ab.

Azad Valiullin erzielt das 21:22 (50.12), auch Max Neuhaus warf den Anschlusstreffer zum 23:24 (54.45). Eulen-Trainer Ben Matschke nahm eine Auszeit und Hendrik Wagner gelang der 24:24-Ausgleich (58.24). In der Schlussminute entschieden die Schiedsrichter dann das Spiel mit dem Siebenmeter zu Ungunsten der Eulen. Bester Werfer bei Lemgo war Lukas Zerbe mit sieben Treffern, Torjäger Elisson war sechsmal erfolgreich, davon verwandelte er fünf Siebenmeter. Bei den Siebenmetern waren die Eulen klar im Nachteil und bekamen nur zwei zugesprochen, Lemgo dagegen sechs.

Auch bei den Zeitstrafen gab es fünf Strafen gegen die Eulen und nur eine Zeitstrafe gegen Lemgo. Gute Leistungen zeigten die Eulen-Torhüter Gorazd Škof in der ersten Halbzeit und Martin Tomovski mit neun Paraden. Nach dem Spiel war auch Eulen-Trainer Ben Matschke enttäuscht: „Ich habe schon gleich nach dem Schlusspfiff einige SMS bekommen, dass dies kein Siebenmeter war. Wir mussten hohes Risiko gehen, wir hatten beim sechs gegen sechs nie eine Lösung, ich habe dann schon früh auf den siebten Feldspieler gesetzt. Ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, sie war geduldig und hat Moral gezeigt. Bei allen Spielen in diesem Jahr waren wir nah dran. Der Abstand zum rettenden 16. Platz vom HBW Balingen-Weilstetten beträgt immer noch zwei Punkte.“

Die Eulen Ludwigshafen sind mit 9:33 Punkten auf den 19. Tabellenplatz zurückgefallen, da TUSEM Essen zu Hause gegen den TVB Stuttgart mit 27:20 gewann. Spitzenreiter bleibt die SG Flensburg-Handewitt mit 32:4 Zählern vor dem SC Magdeburg mit 32:10 sowie Rekordmeister THW Kiel mit 31:3 Punkten. Die Rhein-Neckar Löwen feierten beim SC DHfK Leipzig einen 33:26-Auswärtssieg (Halbzeit 17:11) und verteidigten den vierten Tabellenrang mit 30:12 Zählern.

Die Eulen Ludwigshafen spielen bereits am Donnerstag (25. März) auswärts beim TSV Hannover-Burgdorf, am nächsten Sonntag (28.3) findet dann das Nachholspiel gegen MT Melsungen in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen statt.

Statistik:

Eulen Ludwigshafen: Škof (1. -9., 10. – 19., 21. – 24), Tomovski (9. – 10., 19.- 21., ab 24.) – Wagner (10), Bührer (1), Dietrich (3) – Durak (1), Remmlinger (1) – Klimek (2) – Haider (1), Neuhaus (4/1), Scholz, Falk, Valiullin (1)

TBV Lemgo-Lippe: Johannesson (bei den Siebenmetern 4., 14. Zecher und ab 43.- 59.) – Schagen (5), Kogut (1), Carlsbogard (2) – Zerbe (6), Elisson (6/5) – Gedeon Guardiola (1) – Isaias Guardiola (3), Timm, Baijens (1)

Spielverlauf: 1:0 (3. Minute), 3:4 (10.), 3:7 (12.), 7:8 (17.), 7:11 (22.), 9:12 (25.), 11:15 (Halbzeit), 13:15 (32.), 13:17 (34.), 14:19 (37.), 18:21 (45.), 20:22 (48.), 22:24 (54.), 24:24 (59.), 24:25 (Endergebnis) – Siebenmeter: 2/1 – 6/5 – Zeitstrafen: 5/1 – Schiedsrichter: Otto (Syke)/Piper (Kiel).

Autor: Eulen Ludwigshafen / Michael Sonnick, web: eulen-ludwigshafen.de

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Markus Schneider
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