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Eulen Ludwigshafen verlieren im Abstiegskampf gegen Essen

Eulen-Rechtsaußen Pascal Durak erzielte nur einen Treffer. (Foto: Michael Sonnick)
Eulen-Rechtsaußen Pascal Durak erzielte nur einen Treffer. (Foto: Michael Sonnick)

Ludwigshafen. Die Eulen Ludwigshafen haben im Abstiegskampf gegen Tusem Essen am Sonntagnachmittag zu Hause knapp mit 25:26 Toren (Halbzeit 10:11) verloren.

Der Aufsteiger aus Essen holte dank 13 Paraden von Tusem-Torwart Sebastian Bliß die ersten Auswärtspunkte in dieser Saison und feierte nach dem Spiel in der Friedrich-Ebert-Halle den Auswärtssieg. In Führung gingen die  Eulen  durch Dominik Mappes mit 1:0 in Führung, doch dann zog Essen nach Eulen-Fehlern auf 1:3 davon.

Die Eulen führten dann beim Stand von 5:4 durch Kapitän Gunnar Dietrich in der 12. Minute noch einmal, sonst lag immer Essen mit einem Tor vorne.

Nach dem Siebenmetertor von Pascal Durak zum 10:10 und der siebten Parade von Eulen-Torwart Martin Tomovski hatten die Eulen wieder die Chance in Führung zu gehen. Doch nach einem Ballverlust von Pascal Bührer nutzte Laurenz Kluth den Gegenstoß zur 11:10-Halbzeitführung für Essen.

Nach dem Seitenwechsel bleibt’s beim „alten Spiel“: Nach dem 11:11 von Linksaußen Johnny Scholz führen die Gäste 11:12 und ziehen auf 12:14 davon. In der 39. Minute gleicht Jan Remmlinger per Gegenstoß zum 14:14 aus. Eine Minute später wieder ein Tempogegenstoß, aber diesmal scheitert Remmlinger an Teufelskerl Bliß.

Die Eulen sind dran, aber Azat Valiullin hat Pech und wirft an den Innenpfosten! Den folgenden Tempogegenstoß von Noah Beyers vereitelt Eulen-Keeper Martin Tomovski mit seiner elften Parade. Neun Minuten geht nichts mehr, nach 50 Minuten kommt dann Gorazd ©kof ins Eulen-Tor.

Hendrik Wagner brachte mit 15:14 in der 42. Minute noch ein einziges Mal die Eulen in der zweiten Hälfte in Führung. Bei zwölf Würfen erzielt Wagner fünf Tore. Beim Stand von 15:15 bietet sich Pascal Durak die Chance zur Führung, er scheitert beim Siebenmeter an Bliß. Die Gäste führen dann wieder mit 15:16, Scholz egalisiert zum 16:16, dann gleicht Dominik Mappes zum 17:17 aus, Max Neuhaus sorgt per Siebenmeter noch einmal für den Ausgleich 18:18 nach 48 Minuten.

Dann geben die Eulen das Spiel aus der Hand, Tusem führt 20:18, 21:19, 22:19. Die Eulen kommen dank Mappes nochmals heran zum 22:23. Eine Minute vor Schluss trifft Scholz zum 24:25. Aber dann erhält Mappes eine Zeitstrafe (58.40) und Justin Müller macht in Überzahl das 24:26, Pascal Bührer trifft 25 Sekunden vor Spielende zum 25:26. Die Eulen müssen auf den ersten Heimsieg in 2021 warten.

SELBSTKRITISCHE EULEN:

„Wir hatten das Spiel nie unter Kontrolle. Essen wusste mehr, um was es hier ging – das ist bitter. Sie sind aufgestiegen, wir sind im vierten Jahr in der Bundesliga“, sagte Rechtsaußen Pascal Durak nach der Heimniederlage.
Nach dem Spiel war Eulen-Trainer Ben Matschke enttäuscht: „Das tut weh – das sind zwei Punkte, die wir eingerechnet haben. Die müssen wir uns woanders holen. Der Druck für uns war heute größer als in Göppingen oder Stuttgart. Uns hat die Leichtigkeit gefehlt. 20 Fehlwürfe sind sehr, sehr viel für uns.

Verdiente Niederlage, verdienter Sieg für Essen, ein enttäuschendes Ergebnis, wir haben uns heute selbst geschlagen. Es kam alles zusammen, Azat trifft den Innenpfosten, der Ball springt raus. ©kof hält, der Ball geht an den Innenpfosten und ins Tor.“
Auch Spielmacher Dominik Mappes (fünf Tore bei sechs Würfen) war geknickt: „Wir sind zu selten aus dem Schatten gekommen, da sehe ich dann mit den Fehlpässen auch schlecht aus. Wir sind nicht an unsere 100 Prozent gekommen. Es ist traurig, dass Essen in seinem ersten Bundesligajahr cleverer war als wir in unserem vierten. Wir hatten viele Chancen, aber da hat zu oft die Überzeugung gefehlt. Jeder von uns kann mehr als er heute gezeigt hat.“

Nach den Fehlern hatte Coach Matschke Pascal Bührer für Mappes in der ersten Hälfte ersetzt. Nach der Pause kommt Mappes zurück. „Ich habe reagiert, Pascal hat es dann ja auch gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hat es Mappes dann viel besser als zu Anfang gemacht“, betont Ben Matschke. Beste Eulen-Werfer waren Dominik Mappes und Hendrik Wagner mit jeweils fünf Treffern.

Statistik:

Eulen Ludwigshafen: Tomovski, ©kof (bei einem Siebenmeter 22., ab 50.) – Wagner (5), Mappes (5), Valiullin (2) – Durak (1/1), Remmlinger (1) – Klimek (1) – Dietrich (2), Falk (1), Scholz (3), Bührer (2), Neuhaus (2/1), Meddeb, Haider

Tusem Essen: Bliß – Firnhaber (4), Szczesny (1), Müller (3) – Klingler (4/1), Beyer (2/1) – Zechel (4) – Kluth (4), Rozman, Durmaz (1), Becher (3)

Spielverlauf:

1:0 (1. Minute), 1:3 (5.), 5:4 (13.), 5:6 (15.), 7:7 (21.), 10:10 (29.), 10:11 (Halbzeit), 11:13 (35.), 12:14 (37.), 14:14 (39.), 15:14 (42.), 15:16 (44.), 17:17 (47.), 18:18 (48.), 18:20 (50.), 19:22 (53.), 22:23 (56.), 24:25 (59.), 24:26 (60.), 25:26 (Endstand) – Siebenmeter: 3/2 – 2/2 – Zeitstrafen: 5/7 – Zuschauer: keine – Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg).

Autor: Eulen Ludwigshafen / Michael Sonnick, web: die-eulen.de

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Markus Schneider
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