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Eulen Ludwigshafen verlieren das Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen

Eulen Ludwigshafen verlieren das Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen. (Foto: Michael Sonnick)
Eulen Ludwigshafen verlieren das Derby gegen die Rhein-Neckar Löwen. 
(Foto: Michael Sonnick)

Die Eulen Ludwigshafen haben ihr erstes Heimspiel in der Handball-Bundesliga gegen die Rhein-Neckar Löwen nur knapp mit 24:26 Toren in der Friedrich-Ebert-Halle verloren.

Die Sensation lag in der Luft, nach 37 Minuten führten die Eulen Ludwigshafen mit 17:15 Toren, nach 41 Minuten hieß es 18:17. Mit dem siebten Feldspieler aber schafften die Rhein-Neckar Löwen die Wende, gewannen ein hochklassiges Handball-Bundesliga-Derby vor 500 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle 26:24 (14:13).

„Das 7:6-Spiel der Löwen war entscheidend. Das hat Andy Schmid dann richtig gut gemacht“, lobte Eulen-Coach Ben Matschke den spielentscheidenden Schweizer. „Andy Schmid ist eine Weltklassemann, er hat Verantwortung übernommen. Aber ich bin richtig stolz auf unsere Mannschaft, da gibt es nichts zu meckern“, sagte Eulen-Kapitän Gunnar Dietrich. Ben Matschke bedauerte: „Ein Punkt war drin!“

Lob für Martin Tomovski

Einer ganz starken ersten Halbzeit des großen Außenseiters folgte eine sehr ansprechende zweite: Die Eulen gingen nach einem Tempogegenstoß von Jan Remmlingers bereits nach 45 Sekunden in Führung.

Dann kamen die Löwen – bis zur Pause traf Albin Lagergren sechsmal. Die Eulen aber blieben dran, kamen auch nach dem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand bis zur Pause auf ein Tor heran.

Das war auch ein Verdienst von Torhüter Martin Tomovski, der in der ersten Halbzeit sechs Paraden hatte, am Ende neun. Klasse wie er gar einen Siebenmeter Uwe Gensheimers „stach“, der aber im Nachschuss zum 15:15 traf (35.). Grandios wie Tomovski einen Tempogegenstoß von Patrick Groetzki entschärfte (38.).

Die Chance zum 18:15 aber ließen die Eulen liegen. Andreas Palicka, der Weltklassetorhüter der Löwen, vermochte anfangs nichts auszurichten, hatte erst in der 15. Minute seine erste Parade bei einem Klimek-Wurf, am Ende waren’s zehn Paraden.

Christian Klimek, auch in der Abwehrarbeit überzeugend, warf vier blitzsaubere Tore und beeindruckte mit seinem Einsatz. „Es ist doch bezeichnend, dass die Löwen den siebten Feldspieler bringen mussten. Wir haben uns gesagt, so eine Leistung wie in Leipzig darf sich nicht wiederholen. Das war ein großer Schritt voran“, sagte Klimek.

Bester Eulen-Werfer

war Rechtsaußen Pascal Durak mit sechs Toren, davon drei Siebenmeter. Stark war auch der 23-jährige Hendrik Wagner, der bei sieben Versuchen fünfmal traf. Wie in Leipzig warf Teammanager Philipp Grimm zwei Treffer bei seinem Heim-Comeback nach drei Jahren.

In der spielentscheiden Phase nach der 43. Minute, als Löwen-Coach Martin Schwalb den siebten Feldspieler brachte, traf Andy Schmid. Er machte das 18:18 (43.,), 18:19 (44.) und das 21:25 (51.). Beim Stand von 18:19 scheiterte Pascal Durak, vorher dreimal vom Punkt erfolgreich, an David Spät (44.). Die Löwen nutzten zwei Fehlpässe entscheidend. „Gegen so eine Mannschaft muss schon alles passen, um was zu holen.

Aber es war ein großer Schritt in die richtige Richtung“, sagte Wagner. Erneut imponierend, auch wenn er einmal frei scheiterte: Jan Remmlinger, stark im Innenblock, aber auch als Torschütze erfolgreich – sowohl von Linksaußen, als auch aus dem Rückraum. „Wir hatten eine überragende Bereitschaft im 1:1. Ich bin riesig stolz auf die Jungs“, sagte Löwen-Coach Martin Schwalb nach dem Derby-Krimi.

Bei den Rhein-Neckar Löwen war Albin Lagergren mit sieben Toren bester Werfer, Linksaußen Uwe Gensheimer erzielte sechs Treffer, davon fünf Siebenmeter.

Lob für tolle Fans:

Originell der neue Einlauf-Trailer der Eulen: Das Signal – der Handball lebt. Die Eulen leben – und wollen überleben. Die Fans – 500 waren zugelassen – sind zurück in der Ebert-Halle. Und wie! Begrüßt vom stimmungsvollen Hallensprecher Thomas „Stübi“ Stüber.

Er war begeistert von den Fans und rief: „Wir sind 500 und klingen wie 2000!“ Corona bedingt ist zunächst immer nur ein Sprecher am Mikro. Beim nächsten Spiel ist dann Thomas Repp wieder am Start. In der letzten Saison war’s ein Duo.

„Für 500 Zuschauer war’s sehr laut – wir können auch mehr vertragen“, sagte Ben Matschke und hofft auf 1000 Fans am 15. Oktober gegen den SC Magdeburg. „Ich bin sehr zufrieden. Das Lob gebührt allen Helfern und allen Fans“, lobte Geschäftsführerin Lisa Heßler. Der gute Auftritt der Mannschaft kam hinzu: „Das war überragend. Die Mannschaft hat sich nahtlos dem ganzen Rahmen angepasst. Es spricht für ihre Leistung, dass die Löwen den siebten Feldspieler gebraucht haben.“

Bereits am Donnerstag (19 Uhr) geht es für die Eulen beim Auswärtsspiel in Lemgo weiter!

Statistik:

Eulen Ludwigshafen: Tomovski, Škof (47. für einen Siebenmeter, ab 51.) – Klein, Mappes (1), Valiullin (2) – Durak (6/3), Remmlinger (4) – Klimek (4) – Dietrich, Grimm (2/1), Wagner (5), Bührer, Haider

Rhein-Neckar Löwen: Paliucka (44. + 50. Spät bei zwei Siebenmetern) – Lagergren (7), Schmid (4), Nilsson (3) – Petterson (2), Gensheimer (6/5) – Baena – Gislason (1), Abutovic, Lagarde (1), Patrail (1), Groetzki (1)

Spielverlauf: 1:0 (1.), 3:3 (5.), 8:8 (20.), 8:11 (23.), 10:12 (26.) , 13:14 (Halbzeit),15:14 (35.), 17:15 (37.), 18:17 (41.), 19:20 (46.), 20:22 (48.), 20:24 (49.), 23:26 (55.), 24:26 (Ende) – Siebenmeter: 5/4 – 7/5 – Zeitstrafen: 5/5 – Zuschauer: 500 – Schiedsrichter: Köppl/ Regner (Düsseldorf/Nieder-Olm).

Hier die nächsten Heimspieltermine

von den Eulen Ludwigshafen in der Friedrich-Ebert-Halle :

  • Donnerstag, 15. Oktober um 19 Uhr Eulen Ludwigshafen gegen SC Magdeburg
  • Donnerstag, 29. Oktober um 19 Uhr Eulen Ludwigshafen gegen TSV Hannover-Burgdorf
  • Samstag, 14. November um 20.30 Uhr Eulen Ludwigshafen gegen HC Erlangen
Autor: Eulen, Ludwigshafen und Michael Sonnick, web: die-eulen.de

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