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Eulen Ludwigshafen bedanken sich bei Daniel Wernig

Der 32-jährige Daniel Wernig erzielte für die Eulen 19 Treffer, davon 14 Siebenmeter. (Foto: Michael Sonnick)
Der 32-jährige Daniel Wernig erzielte für die Eulen 19 Treffer, davon 
14 Siebenmeter. (Foto: Michael Sonnick)

Ludwigshafen. Die Eulen Ludwigshafen haben nach dem Montagstraining ihren Nothelfer verabschiedet. Die Mission von Alexander Falk-Ersatzmann Daniel Wernig ist nach zwei Monaten und sechs Tagen beendet. In sechs Bundesligaspielen kam der Rechtsaußen zum Einsatz und warf 19 Tore, davon 14 durch Siebenmeter.

„Es war eine wunderbare Zeit“, bilanzierte Wernig nach seiner Verabschiedung im Kreis der Eulen-Mannschaft, die dem 32-Jährigen so ans Herz gewachsen ist. „Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich der Mannschaft helfen konnte. Nicht nur im Spiel, sondern auch im Training. Ich wünsche Alex Falk und Pascal Durak, dass sie gesund und fit bleiben. Ich habe aber auch gesagt, wenn was passiert, wenn sich nochmal einer verletzt, dann bin ich gerne wieder da. Ich bin nur 100 Kilometer weit weg“, sagte Daniel Wernig.

FALK-COMEBACK IN KIEL :

Am Samstag (20.45 Uhr wird live bei Sky übertragen) kehrt Alexander Falk (23) nach seiner schweren Knieverletzung in den Bundesliga-Kader der Eulen beim Auswärtsspie beim Rekordmeister und Tabellenführer THW Kiel zurück, sagt Trainer Ben Matschke. Er ist Daniel Wernig „sehr dankbar, dass er uns in den zwei Monaten super unterstützt hat“.

Matschke: „Daniel hatte eine sehr hohe Quote vom Siebenmeterpunkt, ist sehr abgezockt und hat auch gut verteidigt.“ Die Haltung, die Identifikation mit der Mannschaft und dem Verein hat den Coach begeistert.

Am 22. September wurde Wernig kontaktiert, am 23. September mit Oberligist TSG Münster, wo er Trainer ist, Einigung über eine befristete Leihe erzielt, am 24. September trainierte der Rechtsaußen erstmal mit den Eulen und debütierte bei der Generalprobe zwei Tage später gegen den Zweitligisten SG BBM Bietigheim (30:20).

WERNIGS KRAFTAKTE :

Daniel Wernig, der 23. Februar 1988 geboren wurde, ist mit seiner Frau und den zwei Kindern (fünf und drei Jahre alt) in Kelkheim bei Frankfurt daheim. Er freut sich jetzt, gerade auch in der Adventszeit, auf mehr Zeit mit der Familie, zumal er im Immobiliengeschäft auch beruflich voll eingespannt ist.

Seit Sommer ist Wernig Trainer beim Oberligisten TSG Münster, mit er einst gegen die TSG Friesenheim um Zweitliga-Punkte stritt. Die Nothelfer-Rolle, nach Falks schwerer Knieverletzung an ihn herangetragen, barg auch ein Risiko für den Ex-Hüttenberger.

„Ich wusste nicht, was kann man nach einem Jahr Pause, ich hatte meine Karriere ja beendet, erwarten und leisten? Ich hatte ja auch drei, vier Kilo zugenommen“, sagt der Rechtsaußen. Zweimal war er im Eulen-Dress ganz besonders gefordert, musste die Rechtsaußenrolle quasi über die volle Spielzeit ausfüllen, weil neben Falk auch Pascal Durak ausgefallen war.

Das gelang grandios. Beim 27:26-Sieg in Balingen hatte Wernig eine Sternstunde (6/3). Beim 27:27 gegen die Recken aus Hannover hatte er seine Aktie am Punktgewinn. „Ich habe jetzt das Gefühl, mehr und mehr fit zu werden“, sagt Wernig, der der Mannschaft den Ligaverbleib zutraut: „Ich glaube schon, dass die Mannschaft das Potenzial hat, vier Mannschaft hinter sich zu lassen. Sie hat gegen Minden gezeigt, dass der Teamspirit wieder da ist. Darauf baut ja der Mythos auf: Eulen geben niemals auf!“

DANKE, DANIEL !

„Daniel hat uns extrem geholfen“, betont die Eulen-Geschäftsführerin Lisa Heßler dankbar. Sie ist überzeugt, dass der Zweitliga-Rekordspieler auch als Trainer auf dem richtigen Weg ist. Lisa Heßler: „Ab dem ersten Telefonat mit Daniel war klar, dass er ein Spieler ist, der uns einfach helfen will.

Da reizte auch noch einmal die Erfahrung Bundesliga, aber Daniel war und ist einfach ein toller Mensch, der auch viele Freunde in der Mannschaft hat und vorher auch schon einige von uns gut kannte .“ Wer Daniel Wernig im Training und in den Spielen erleben durfte, habe vom ersten Tag an gesehen, dass er – wie alle anderen – voll und ganz dazu gehört.

Bezeichnend für Wernigs Haltung der letzte Samstag. Er war im Kader, kam aber nicht zum Einsatz, weil sich Pascal Durak von seiner Schokoladenseite zeigte. „Im letzten Spiel hat man gesehen, wie aktiv Daniel da auf der Bank war. Er war wirklich eine Bereicherung für uns“, sagt die Geschäftsführerin. „Jeder, der zur Bank kam, bekam von Daniel noch einmal ein positives Feedback“, lobt Trainer Matschke.

Lisa Heßler ist sicher, Daniel Wernig immer mal wieder in der Ebert-Halle als Gast begrüßen zu dürfen. Ganz sicher wird das so sein, verspricht der Mann, der die Nummer 9, der das Eulen-Trikot, mit Stolz trug. Zwei der drei Dezember-Heimspiele will er auf alle Fälle sehen und nicht erst zum Hoffentlich-Happy-End am 27. Juni 2021 wiederkommen. Daniel Wernig geht – aber niemals so ganz!

Autor: Eulen Ludwigshafen, web: die-eulen.de

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Markus Schneider
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