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Dovizioso stürzt – Marc Marquez ist Weltmeister

Dovizioso stürzt - Marc Marquez ist Weltmeister
(Foto: Repsol Honda)

MotoGP: Marquez gewinnt die WM in der MotoGP

Marc Marquez holte sich auf dem Twin Ring Motegi in Japan mit einem hart erkämpften Sieg den Titel des Motoradweltmeisters in der MotoGP. Der Titelfavorit der bereits mit 77 Punkten Vorsprung in der WM Tabelle in Japan an der Start ging kann in den letzten drei Saisonrennen von der Konkurrenz nicht mehr eingeholt werden.

Auch wenn es den Fans und Anhängern von Mr. MotoGP– Valentino Rossi – gar nicht gefallen wird, Marquez ist der neue unumstrittene Star in der Motorrad Königsklasse MotoGP. Mit seinen 25 Jahren bricht der Hondapilot alle Rekorde die von den bisherigen Größen des Motorrad Grand Prix Sports aufgestellt wurden.

Erfolgreich

Sieben WM-Titel , davon 5 in der MotoGP, 69 Grand Prix Siege bei 183 Starts und 78 Pole Positions sind die Zahlen die den Mann mit der Starnummer 93 derzeit über all seinen Konkurrenten schweben lassen. Dabei musste der Spanier in Motegi hart um den Sieg kämpfen, sein diesjähriger Dauerrivale, Andrea Dovizioso auf Ducati, leistete dem Multiweltmeister heftigen Widerstand.

Erst als die Ducati in der vorletzten Runde einen Ausrutscher über das Vorderrad hatte und ihr italienischen Pilot zu Boden gehen musste war die Gegenwehr gebrochen und das Rennen entschieden. Zwau brachte der Italiener seine Ducati wieder zum Laufen, mehr als Platz 18 war für den unglücklichen Dovizioso aber nicht mehr zu erreichen.

Auf dem Podest wurde der alte und neue Weltmeister Marquez auf Platz zwei von seinem Honda Markenkollegen Cal Crutchlow flankiert, der dritte Platz ging an den starken Alex Rins auf Suzuki. Valentino Rossi kam mit über 6 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel und belegte Rang vier–wohlwissend seine Rolle als Superstar in der MotoGP endgültig an Marquez wohl verloren zu haben.

Moto3: Deutsches Team feiert Erfolg!

Das Redox PrüstelGP-Team aus Sachsen mit seinem italienischem Fahrer Marco Bezzecchi waren in zweifacher Hinsicht die grossen Gewinner des Rennens in der Moto3 Klasse.

Zum einen konnte Bezzecchi, der in den letzten Rennen mit viel Pech gute Resultate verpasst hatte, den Motegi- Grand Prix mit hauchdünnem Vorsprung gewinnen, zum anderen musste sein schärfster Konkurrent im Kampf um den Moto3 WM-Titel, Jorge Martin, sturzbedingt ausscheiden und eine Nullrunde schreiben.

Somit waren die 25 Punkte, die Bezzechi für seinen Sieg einfahren konnte, Gold wert denn in der WM-Tabelle liegen Martin und Bezzecchi nur noch einen Punkt getrennt auf den Plätzen 1 und 2 so dass die Vergabe des WM-Titels bei noch drei ausstehenden Rennen völlig offen ist.

Wie knapp der Sieg war sieht man an der offiziellen Zeitenliste in der Sieger Bezzecchi mit 0,041 (!) Sekunden Vorsprung seinen Landsmann Dalla Porta auf Rang zwei und mit weiteren 0.001(!) Sekunden Vorsprung den Südafrikaner Darryn Binder auf Rang drei verweisen konnte.

Ein schöner Erfolg auch für KTM da neben dem Sieger weitere drei Piloten unter den ersten fünf auf einem Motorrad des österreichischen Herstellers saßen.

Moto2: Sieg am grünen Tisch für Bagnaia

Als das Moto2 Rennen nach 21 Runden auf dem 4,801 KM langen Motegi Twin Ring abgewunken wurde feierten Fans und Zuschauer den Franzosen Fabio Quartararo als verdienten Sieger.

Er hatte sich zusammen mit WM-Leader Francesco Bagnaia und Lorenzo Baldassarri frühzeitig vom Feld absetzen können und behielt in einem für Moto2 Verhältnisse spannungsarmen Rennen bis ins Ziel die Oberhand über seine beiden Widersacher. Auch die Angriffsversuche des WM-Führenden in den letzten Kurven parierte der Franzose souverän so dass er auch die Konkurrenz den Sieg des nächstjährigen MotoGP-Piloten neidlos anerkennen musste.

Umso größer dann die Überraschung als die Jury nach der technischen Inspektion der Fahrzeuge nach Rennende eine Unregelmäßigkeit an Quartararos Speed-Up Maschine feststellte und ihm den Sieg aberkennen musste.

In einer Stellungnahme der Jury wurde verkündet dass der aus Sicherheitsgründen vorgeschriebene Luftdruck in den Reifen an der Speed-Up Maschine unterschritten wurde und dies mit einer Disqualifikation entsprechend dem Regelwerk bestraft wurde. Damit holte sich der zunächst zweitplazierte Bagnaia den Sieg und die Maximalpunktzahl von 25 womit er im Gesamtklassement jetzt mit 279 Punkten vor Miguel Oliveira mit 244 Punkten die WM-Tabelle anführt.

Zwischen diesen beiden Piloten wird in den letzten drei Rennen die WM entschieden werden. Keine tragende Rolle konnte diesmal Marcel Schrötter spielen der von einem sehr guten 4. Startplatz aus ins Rennen ging, in der hektischen Startphase aber viel Plätze einbüsste und am Schluss als zehnter gewertet wurde.

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com

 

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Markus Schneider
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