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Doppelsieg für Ducati beim Grossen Preis von Spanien

Doppelsieg für Ducati durch Miller (l.) und Bagnaia. (Foto: moto-foto)
Doppelsieg für Ducati durch Miller (l.) und Bagnaia. (Foto: moto-foto)

Die MotoGP hatte vor dem 4. Lauf in Jerez/Andalusien zwei große Themen. Zum einen war man gespannt wie das in Portugal eingeleitete Comeback von Seriensieger Marc Marquez seine Fortsetzung finden würde, zum anderen zeigten sowohl die Fahrer wie auch Teamchefs von Aprilia, Ducati, KTM, Suzuki und Honda größtes Interesse die bisherige Dominanz von Yamaha zu unterbinden.

Bei den bislang drei ausgefahrenen Rennen 2021 war jeweils ein Yamahapilot der strahlende Sieger ( 1 x Vinales,2 x Quartararo ), auch die WM-Führung in der Fahrer und Herstellerwertung sah das japanische Team in Front. Während bei Honda Testfahrer Stefan Bradl als dritter Pilot mit einer Wild Card zusätzlich ins Starterfeld rutschte wurde der verletzte Ducatipilot Jorge Martin von einem Markenkollegen aus der Superbike- WM, Tito Rabat ersetzt.

Minimale Zeitabstände im Zeittraining

Das Zeittraining am Samstag Mittag zeigte die in der MotoGP mittlerweile fast schon alltägliche Leistungsdichte. Die 12 Piloten, die es in das entscheidende Q2 geschafft haben, lagen nach 15 spannenden Minuten lediglich 0,747 Sekunden auseinander wobei sich die beiden Youngsters Quartararo und Morbidelli ein hochdramatisches Duell lieferten und letztendlich nur 0,057 Sekunden voneinander getrennt lagen. Dabei hatte der zweifache Saisonsieger Quartararo das bessere Ende für sich und stellte seine M1 auf die Pole Position.

Neben Teamkollege Morbidelli schaffte Jack Miller mit der Ducati GP21 ebenfalls den Sprung in Startreihe eins.Francesco Bagnaia/Ducati, Takaaki Nakagami/Honda und Johan Zarco/Ducati belegten Startreihe zwei, dahinter sortierten sich Maverick Vinales/Yamaha, Aleix Espargaro/Aprilia und Alex Rins/Suzuki. KTM-Pilot Brad Binder qualifizierte sich als schnellster Fahrer seiner Marke für Startplatz 11 und dokumentierte damit zum wiederholten Mal die Probleme die KTM in dieser Saison hat.

Einbruch von Fabio Quartararo 10 Runden vor dem Ziel

Das Rennen verlief dann zunächst wenig spektakulär. Mit der von Ducati entwickelten Startvorrichtung schoss Miller aus Startreihe eins sofort an die Spitze des Feldes, Morbidelli, Bagnaia, Quartararo, Rins und Mir folgten dahinter. In Runde vier machte dann Fabio Quartararo ernst und übernahm die Spitze von Jack Miller der innerhalb weniger Runden mit über einer halben Sekunde Rückstand auf den Franzosen zurückfiel. Während Marquez im Mittelfeld mit seinen Markenkollegen P. Espargaro und Stefan Bradl um einen Platz unter den Top ten kämpfte konnte sich das Führungsquartett Quartararo, Miller, Morbidelli und Bagnaia vom Feld absetzen und sich auf den Showdown zum Rennende vorbereiten.

10 Runden vor Schluss begann dann jedoch das Drama um den führenden Yamahapiloten. Runde um Runde wurde der Franzose langsamer und wurde bis zum Rennende von Platz 1 bis zu Rang 13 durchgereicht. Während die Telemetriedaten in der Yamahabox keine Rückschlüsse auf ein technisches Problem meldeten erklärte ein tief enttäuschter Fabio Quartararo nach der Zieldurchfahrt sein Missgeschick.

Starke Krämpfe im rechten Unterarm, das unter MotoGP Piloten gefürchtete arm pump sorgte dafür dass diesmal der Grand Prix Sieger nicht aus dem Yamahalager kam. Umso größer der Jubel bei Ducati die mit Miller und Bagnaia einen Doppelsieg feiern konnten und erstmals wieder seit 15 Jahren den Sieger in Jerez stellten. Während Marc Marquez eine soliden 9. Platz nach Hause fahren konnte werden die Sorgenfalten von Superstar Valentino Rossi immer größer. Mr. MotoGP erreichte nur Platz 17 und damit ein weiteres desaströses Ergebnis in seiner bislang so schillernden Laufbahn.

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com/de

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Markus Schneider
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