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Das Flugplatzrennen in Walldürn fällt wegen Corona aus

Motorrad-Weltmeister Freddie Spencer (USA) in Walldürn auf der legendären Sechszylinder-MV Agusta. (Foto: Michael Sonnick)
Motorrad-Weltmeister Freddie Spencer (USA) in Walldürn auf der legendären 
Sechszylinder-MV Agusta. (Foto: Michael Sonnick)

Walldürn. Jetzt am Wochenende (12. und 13. Juni) hätte das beliebte Motorradrennen auf dem Flugplatz in Walldürn im Odenwald stattfinden sollen. Doch die Corona-Auflagen waren personell und damit auch finanziell nicht zu stemmen. Lange hatten die Verantwortlichen der Moto Trophy Serie gehofft, die 13. Ausgabe der Odenwald-Klassik des letzten Motorrad-Flugplatzrennens in Deutschland doch noch durchführen zu können. Aber wie schon im vergangenen Jahr sind die Auflagen der Behörden für Publikumsveranstaltungen zu hoch. Zwar haben sich gerade in den letzten Tagen die Inzidenzwerte verbessert, jedoch war es für eine Durchführung einfach zu spät. Die Entscheidung musste bereits vor einigen Wochen getroffen werden, zu diesem Zeitpunkt war an eventuelle Lockerungen noch nicht zu denken.

Erstmals 2008 durchgeführt, erinnert die Veranstaltung an das in den 50er Jahren durchgeführte Odenwaldring-Rennen, das im Nachbarort Buchen auf den abgesperrten Straßen stattfand. Die Neuauflage der Veranstaltung mit Sperrung der Bundesstraße war natürlich nicht möglich. Jedoch bot sich der Sportflugplatz im benachbarten Walldürn als ideale Alternative an. Waren doch gerade in den 60 bis 80er Jahres des letzten Jahrhunderts Flugplatzrennen überall in Deutschland die Alternative zu den beiden vorhandenen permanenten Rennstrecken in Hockenheim und am Nürburgring.

Dennoch wollen die Organisatoren und die befreundeten Clubs 2022 einen erneuten Anlauf planen, die Ursprungsveranstaltung der Moto Trophy durchzuführen. Die Region, zwischen Heilbronn und Würzburg gelegen, ist nicht gerade durch große Sportveranstaltungen verwöhnt. Schließlich waren schon eine ganze Reihe populärer Fahrer und Weltmeister der Zweirad-Szene bei den Präsentationsläufen dabei: Freddie Spencer (USA), Jim Redman (Südafrika), Hans-Georg Anscheidt (Deutschland), Dieter Braun (Deutschland), Jan de Vries (Niederlande), die deutschen Seitenwagen-Weltmeister Rolf Steinhausen und Werner Schwärzel, um nur die allerbesten zu nennen.

Die 13 sollte eigentlich eine Glückszahl sein. Nicht nur das Organisationsteam hoffen, das Corona bald besiegt ist und im nächsten Jahr wieder ein einigermaßen normales Leben stattfinden kann. Dann gibt es auch wieder die Odenwald Klassik, das Flugplatzrennen Walldürn.

Autor: Michael Sonnick, web: klassik-motorsport.com

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Markus Schneider
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