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Auto-Klassiker bei der ADAC Europa Classic in Südtirol

Ein Klassiker unter den Klassikern: Der Mercedes 300 SL Roadster. (Foto: ADAC Motorsport)
Ein Klassiker unter den Klassikern: Der Mercedes 300 SL Roadster. 
(Foto: ADAC Motorsport)
  • Rollendes Museum unterwegs am Fuße der Dolomiten
  • Britische Roadster-Perlen, italienische Design-Klassiker und deutsche Technik-Ikonen
  • Fahrspaß im Kurvenparadies

München. Vom 2. bis zum 6. September ist die Gegend um Schenna in Südtirol das Terrain für eine Oldtimerwanderung der eindrucksvollen Art. Im Schatten der Dolomiten begibt sich die ADAC Europa Classic 2019 auf eine entspannte Reise über die legendären Passstraßen Norditaliens. Die teilnehmenden Fahrzeuge verkörpern dabei fast einhundert Jahre Automobilgeschichte – eine rollende Hommage an die Ingenieurskunst vergangener Tage.

Ältester Vertreter der historischen Zunft

ist der Chevrolet Six von Robert und Gabriele Braun. Mit zahmen 50 Pferdestärken ist der Sechszylinder von 1930 nicht gerade üppig motorisiert, beeindruckt jedoch umso mehr mit der Eleganz des frühen amerikanischen Fahrzeugbaus. Den jüngsten Klassiker der ADAC Europa Classic 2019 bringen Christian und Gabriele Hecka an den Start. Der Ferrari 328 GTS, seines Zeichens der letzte Bolide aus Maranello mit quer eingebautem V8-Motor, bringt es auf 270 PS und ist aus dem Jahr 1989 stammend erst jüngst zum Oldtimer geworden.

Zum Heimspiel

inmitten der malerischen Berglandschaften Südtirols reisen zwei weitere besondere Italiener: Der 1969er Fiat 124 AS Sport Spider von Peter und Ursula Gisin ist mit seinen puren Karosserieformen aus dem Hause Pininfarina und dem Doppelnockenmotor für die idyllische Oldtimerwanderung ebenso gewappnet wie der kultige Fiat 600D von Michael und Jutta Kipp im stilechten Renn-Look aus dem Jahre 1963.

Ein vollkommen anderes Konzept verkörpert der Willys Universal Jeep CJ-3A von Libor und Christine Kratochvil. Dank Allradantrieb dürfte sich der rustikale Amerikaner auch auf den leichten Anstiegen hinauf zu gemütlichen Almen und satten Bergwiesen äußerst wohl fühlen. Mit seiner durchgehend geöffneten Karosserie bietet der Jeep seinen Passagieren zudem einen ungetrübten Rundumblick auf die schroffen Felswände der Region um Schenna.

Deutlich eleganter

gleiten Christian und Margarete Odemann durch die Alpentäler: Ihr Maserati 3500 GT Coupé von 1962 strahlt jene italienische Anmut aus, die die Traditionsmarke aus Modena weit über die italienischen Landesgrenzen hinaus bis heute berühmt macht. Mit 225 PS ist der Wagen mit dem Dreizack am Kühlergrill ein kräftiges und zugleich luxuriöses Reisemobil, das auf den abwechslungsreichen Etappen der ADAC Europa Classic 2019 für angenehmes Fortkommen sorgt.

Wie Luxus im ehemaligen Ostblock aussah, zeigt der Tatra 2-603 von Hans-Karl Jahn und Gabriele Fiedler. Der außergewöhnliche Wagen mit luftgekühltem V8-Motor im Heck repräsentierte 1965 die elegante Zukunft einer sozialistischen Autowelt.

Reinsten Fahrspaß

ohne den Luxus späterer Jahre verspricht hingegen der S.S. Jaguar 100 2½ Litre, Baujahr 1937, von Wolfgang und Ilse Köhler: Mit seinem rustikalen Fahrwerk verkörpert er den frühen britischen Roadster-Geist in Reinkultur. Am Lenkrad erfordert dieser rassige Sportwagen der Vorkriegs-Ära noch viel Kraft, genau wie der Triumph TR3 Sports von Johannes Paul Sczygiel und Rosemarie Uebler-Sczygiel aus dem Jahr 1959. Ohne festes Dach lässt der 100 PS-Sportler Fahrer und Beifahrerin die Gelegenheit, das alpin-mediterrane Klima Südtirols auf der Genusstour besonders intensiv auszukosten.

Ebendies gilt auch für ein weiteres Schmuckstück aus Deutschland. Der Mercedes 300 SL Roadster von Otto Ferdinand Wachs und Katharina Schubert verwöhnt Fahrer und Beifahrerin mit einem kraftvollen 215 PS-Antrieb aus sechs Zylindern und dem sportlichen Ambiente des legendären „Flügeltürers“ – der Roadster ist der offene Zwillingsbruder der Legende aus Stuttgart.

Die Fahrzeuge der ADAC Europa Classic sind schön, charmant und selten – sie verbinden diese Attribute dabei auf eine außergewöhnliche Art und Weise. Als automobile Antiquitäten der Technikgeschichte erkunden sie die Landschaften zwischen imposanten Alpengipfeln und den fruchtbaren Tälern Südtirols in rundum entspannter Manier: „Reisen statt rasen“ lautet das Motto, das an den vier Tagen der ADAC Europa Classic 2019 für unvergessliche Momente bei Teilnehmern und Oldtimerfreunden in der Gegend sorgt.

Autor: Kay-Oliver Langendorff, web: ADAC.de/motorsport

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Markus Schneider
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