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Ausgleich! RÖMERSTROM Gladiators erkämpfen zweites Heimspiel nach Kraftakt

RÖMERSTROM-Gladiators
RÖMERSTROM-Gladiators. (Foto: Vincenzo Sarnelli)

Das war ein Kraftakt. Nach einem intensiven und leidenschaftlichen Basketballspiel haben sich die RÖMERSTROM Gladiators Trier den Ausgleich der Playoff-Serie erstritten. Die Moselstädter gewannen ihr Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg vor etwas mehr als 2700 Zuschauern mit 83:70. Top-Scorer war der Luxemburger Thomas Grün mit 15 Punkten.

Als Branislav Ignjatovic nach der Partie in der Pressekonferenz Thomas Grün und Lucien Schmikale ansprach, konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen. „Mit diesen beiden haben wir nicht gerechnet“, gesteht der Headcoach der MLP Academics Heidelberg, nicht ohne die Leistung der Gladiatoren ausdrücklich zu loben. Und Ignjatovic hatte Recht. Zwar war der Sieg gegen die Akademiker in erster Linie einer der gesamten Mannschaft gewesen, doch Schmikale und Grün standen sinnbildlich dafür, dass Trier am Mittwochabend den Sieg mehr wollte als die Kurpfälzer.

Beginn

Schon von Beginn an wurde klar, dass beide Mannschaften auch in Spiel 2 da weiter machten, wo sie in der ersten Begegnung am vergangenen Sonntag aufgehört hatten. Trier presste in der Verteidigung, wollte Heidelberg schon tief in der eigenen Zone unter Druck setzen. Die wiederrum spielten sich teilweise schön frei und versuchten über ihre gefährlichen Guards zum Erfolg zu kommen. Doch auch die Gladiatoren zeigten offensiv eine couragierte Leistung. Immer wieder setzten sie Nadelstiche und verwandelten einfache Layups. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Kurzzeitig führte Heidelberg mit 23:15, doch die Gladiatoren schafften einen 8:0-Lauf und glichen vor der Viertelpause aus. Eine tolle Nachricht während des ersten Spielabschnitts war auch, dass Big Man Johannes Joos zum ersten Mal seit seiner Verletzung wieder auf dem Parkett stand.

Viertelpause

Die RÖMERSTROM Gladiators spielten sich nun in einen Rausch und machten nach der Viertelpause da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Mit einem spielabschnittübergreifenden 15:0-Lauf übernahmen die Gastgeber die Kontrolle im Spiel (30:23). Der Einsatz stimmte nun, offensiv wie defensiv. Vor allem zwei Akteure brachten die Arena Trier zum Kochen: Kyle Dranginis und Justin Alston. Nach dem krachenden Alley-Oop Dunk von Alston nach Zuspiel von Dranginis waren nun auch die 2700 Zuschauer voll drin im Spiel. Doch Heidelberg konnte sich nach einer Auszeit von Coach Ignjatovic fangen. Trier verursachte in der Folge einige Turnover und brachte die Gäste so selbst wieder ins Spiel. Der zwischenzeitliche Neun-Punkte-Vorsprung schmolz mit dem Halbzeit-Pfiff auf 45:43, weil der erneut starke Shyron Ely noch einen Sprungwurf versenken konnte.

Dritte Viertel

Das dritte Viertel gehörte zunächst Heidelberg. Die Kurpfälzer kamen hoch motiviert aus der Kabine und eroberten über einen Dreier von Ely sogar kurzzeitig die Führung (53:54). Doch Anton Shoutvin hatte etwas dagegen. Der Israeli setzte mit seinem sehenswerten Dunk Mitte des dritten Viertels ein Zeichen (57:54). Es folgte der große Auftritt von Lucien Schmikale. Der Flügelspieler setzte sich in die Ecke des Spielfeldes ab, wurde zweimal mustergültig von seinen Teamkameraden bedient und traf die schwierigen Dreier. Damit brachte der 20-jährige die Gastgeber am Ende des dritten Viertels auf die Siegerstraße (66:58).

Mit dieser Führung im Rücken, spielten die Gladiatoren nun befreit auf. Vorne trafen die Moselstädter weiter hochprozentig, hinten hielt die Defensive jetzt bombensicher. Mit einem Dreier von Simon Schmitz nach vier Minuten war das Spiel durch. Die Gladiatoren machten jetzt die einfachen Dinge und kamen damit zum Erfolg. Die Gäste aus Heidelberg versuchten zwar den Abstand nochmal zu verkürzen, doch außer Evan McGaughey trafen die Baden-Württemberger ihre Distanzwürfe nicht. Den krachenden Schlusspunkt setzte dann Justin Alston, der noch einmal per Dunk einnetzte und so auf den Endstand von 83:70 stellte.

Ausgleich

Damit sichern sich die RÖMERSTROM Gladiators Trier den Ausgleich der Viertelfinalserie in den Playoffs 2017/2018 und gleichzeitig auf jeden Fall ein zweites Heimspiel am Montag, den 16. April 2018 um 20:00 Uhr. Tickets für die Partie gibt es wie immer an allen Ticket Regional Vorverkaufsstellen, online unter www.römerstrom-gladiators.de/tickets oder in der Geschäftsstelle der Gladiatoren. Doch vorher müssen die RÖMERSTROM Gladiators am kommenden Samstag nach Heidelberg zu Spiel 3. Sprungball in der Halle im Olympiazentrum ist um 19:30 Uhr.

Stimme:

Marco van den Berg: „Die Serie zwischen Trier und Heidelberg ist meiner Ansicht nach die spannendste in den Playoffs. Es begegnen sich zwei Teams auf Augenhöhe. Ich habe großen Respekt vor unserem Gegner. In der ersten Hälfte war Niklas Würzner der beste Spieler auf dem Parkett. In der zweiten Halbzeit hat Kyle Dranginis ihn sehr gut verteidigt. Das war ein Schlüssel zum Erfolg. Doch wir wollen jetzt nicht die Realität aus den Augen verlieren. Wir haben ein Spiel gewonnen, es steht 1:1 und Samstag geht es weiter.“

Statistik:

Justin Alston (12), Kyle Dranginis (1), Kevin Smit (2), Jermaine Bucknor (6), Rupert Hennen, Lucien Schmikale (13), Simon Schmitz (12), Thomas Grün (15), Johannes Joos (8). Anton Shoutvin (13).

Autor: Vincenzo Sarnelli, web: römerstrom-gladiators.de

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Markus Schneider
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