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ADAC Cimbern Rallye: Esben Hegelund feiert ersten dänischen Sieg seit 2007

ADAC Cimbern Rallye: Esben Hegelund feiert ersten dänischen Sieg seit 2007
Foto: ADAC Motorsport

Petersen: Schnellste Lokalömatadoren: Rolf Petersen/Jürgen Krabbenhöft auf Rang 24.

Darauf hatten die dänischen Nachbarn lange gewartet: Seit 2007 konnten sie auf den anspruchsvollen Rallye-Wertungsprüfungen in Angeln keinen Sieg mehr erreichen. Dieser Bann wurde nun gebrochen. Esben Hegelund und Co-Pilot Karsten Isaksen wurden auf ihrem Škoda Fabia R5 im Ziel der ADAC Cimbern Rallye (21.04.2018) als Gewinner gefeiert.

Sie hatten die sechs Wertungsprüfungen (WP) über 81,12 Kilometer in einer Zeit von 40:56,9 Minuten absolviert. Am Ziel mitten in Satrup/Mittelangeln konnte Rallyeleiter Rainer Haulsen (Schleswig) gleich drei dänische Teams auf dem Podium ehren.

Neben Hegelund waren dies die Zeitplatzierten Kim Boisen / Louise Christiansen (BMW M1, + 1:02,6 Minuten) und die amtierenden dänischen Meister Ib Kragh / Freddy Pedersen (Citroen DS3 R5, + 1:24,8 Minuten) auf Rang drei. „Das sah von außen vielleicht einfach aus, aber das war es wirklich nicht“, strahlte Hegelund im Ziel mit der Sonne um die Wette. „Die erste Runde über die drei WP war sehr anspruchsvoll, da es extrem viel rutschige Ecken gab.

Zweiter Durchgang

Im zweiten Durchgang konnten wir dann unseren Vorsprung verwalten.“ Hegelund baute mit seinem zweiten Saisonsieg die Führung in der dänischen Meisterschaft, der Autoplus Dansk Super Rallye, seinen Vorsprung weiter aus. Über die Cimbern-Rallye sagte er: „Eine perfekte Rallye, unglaublich schöne WP, das hier ist echter Rallye-Sport.“

Beim Auftaktlauf war er noch dritter, in Angeln fuhr Kim Boisen in seinem gut 320 PS-starken BMW M1 auf den zweiten Platz. „Nach dem Gesetz der Serie müsste ich dann beim nächsten Lauf gewinnen“, flachste der Däne, fügte aber schnell dazu, „es ist schon sehr toll, inmitten der R5-Boliden überhaupt aufs Podium zu fahren.“ Auf die Frage, warum er so schnell unterwegs war sagte er augenzwinkernd, „mein BMW ist ein deutsches Auto, der fühlt sich hier sehr wohl.“

Auch Boisen hat ein besonderes Verhältnis zur Cimbern-Rallye, der Routinier erklärt:“ Hier habe ich 1979 meine allererste Rallye überhaupt bestritten, aber so weit vorne war ich in Angeln noch nie.“ Weniger glücklich war Ib Kragh mit dem dritten Rang, der dem Titelverteidiger in der Meisterschaft wichtige Punkte im Vergleich zu Hegelund kostete. „Für die drei ersten Prüfungen hatten wir in der Reifenwahl komplett danebengegriffen. In der zweiten Runde lief es zwar deutlich besser, aber diesen Zeitverlust konnten wir nicht mehr einholen.“

Freud und Leid bei deutschen Teams

Martin Schütte / Kerstin David (Klein Nordende / Tangstedt) lagen zur Halbzeit auf dem guten siebten Gesamtrang. Ein Getriebeschaden am Mitsubishi Lancer zwang sie dann zur Aufgabe. Nach einem spannenden Vergleich sicherten sich Andreas Dahms / Inka Lerch (Sprenge / Eickeloh) im Porsche 911 Carrera die Position als bestes deutsches Team vor ihren Markenkollegen Kai-Dieter Kölle / Lena Zornig (Grube / Seedorf). „Bei der anspruchsvollen Rallye und bei dem genialen Starterfeld hatte ich von Beginn an schon gesagt, es wäre ein riesiger Erfolg, wenn wir am Ende nicht schlechter wären als unsere Startnummer 12.“ Mit Rang 13 verpasste er dieses Ziel denkbar knapp, „das ist aber ganz egal, wir hatten riesigen Spaß, auf diesen genialen und sehr langen WP kann man sich richtig austoben.“

Auf der ersten WP war Kölle den Wimpernschlag von 0,7 Sekunden schneller als Dahms, der konterte auf WP zwei, ein spannender Vergleich kündigte sich an. „Auf der dritten WP hatten wir dann massive Bremsprobleme, das kostete gut 30 Sekunden und jede Chance, an Andreas (Dahms) dran zu bleiben“, berichtete Kölle. „Es wäre eh sehr schwer geworden ihn zu schlagen, er ist sehr schnell geworden und inzwischen einfach oft einen Tick schneller.“

Den dritten Platz in der ‚Deutschland-Liga‘ belegten Uwe Broda / Peter Sembralla (Hamburg) in ihrem Mitsubishi Lancer. „Eine tolle Rallye, mein erster Einsatz seit letztem Oktober, das hat einfach nur richtig viel Spaß gemacht“, freute sich Broda. „Die Akzeptanz dieser Veranstaltung in Angeln ist riesig groß.

Es waren unheimlich viele begeisterte Fans an den Prüfungen, selbst auf den Verbindungsetappen standen sie am Straßenrand und winkten uns zu. Manche veranstalteten in ihren Vorgärten regelrechte Rallye-Partys.“ Bestes Team aus der Region wurden die ‚Altmeister‘ Rolf Petersen / Jürgen Krabbenhöft (Westerrönfeld / Neuberend) in ihrem Mitsubishi Lancer auf dem 24. Gesamtrang der 75 gestarteten Teams.

Top-Verlauf der ADAC Cimbern Rallye

Glückliche Gesichter gab es bei den Organisatoren der Motorsportfreunde Idstedt im Ziel. „Strahlender Sonnenschein, außer kleineren Ausrutscher keine nennenswerten Vorkommnisse, begeisterte Teilnehmer – das war für uns alle ein riesiges Rallye-Fest,“ strahlte Rallyeleiter Rainer Haulsen (Schleswig) stellvertretend für seine gesamte Mannschaft am Abend bei der Siegerehrung. „Wir sagen allen beteiligten Gemeinden und ganz besonders der Gemeinde Mittelangeln herzlich Dankeschön für die Gastfreundschaft.

Unser Dank geht auch an die Anlieger an den Wertungsprüfungen, die doch einige Einschränkungen hingenommen haben, die vielen freiwilligen Helfer, die ein solches motorsportliches Großereignis überhaupt erst möglich machen und natürlich an die Teilnehmer, die es uns mit ihrem disziplinierten Verhalten sehr einfach bei der Durchführung der Rallye gemacht haben.“

Aktuelle Informationen gibt es auf www.cimbern-rallye.de

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Autor und Foto: Jürgen Krabbenhoeft 
web: adac-motorsport.de

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Markus Schneider
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