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9. Lauf der MotoGP zur Motorradweltmeisterschaft 2020

Le Mans Sieger Petrucci (l.) und Teamkollege Dovizioso. (Foto: moto-foto)
Le Mans Sieger Petrucci (l.) und Teamkollege Dovizioso. (Foto: moto-foto)

Danilo Petrucci gewinnt das Regenrennen in Le Mans

Die Motorsportszene ächzt unter den veränderten Bedingungen der Coronapandemie. Ein komplett veränderter Terminkalender, erschwerte Bedingungen bei An und Abreise von Teams und Fahrern, sowie keine oder nur wenig Zuschauer an den Strecken.

Am vergangenen Wochenende kam dann noch das schlechte Wetter dazu dass sowohl die Kollegen aus der Formel 1 am Nürburgring als auch den MotoGP Piloten in Le Mans schwer zusetzte.

12 Grad Lufttemperatur und nasser Asphalt sind eigentlich keine guten Voraussetzungen für eine Motorradrennen – die MotoGP belehrte wieder einmal alle eines besseren und lieferte am Sonntagmittag eine grandiose Show!

Starke Leistung von Ducati im Zeittraining

Der Circuit Bugatti, die kürzere der beiden Le Mans Pisten, gilt nicht als reine Powerstrecke und kommt so nach Expertenmeinung eher Yamaha oder Suzuki entgegen.

Tatsächlich holte sich die Yamaha Speerspitze Fabio Quartararo am Samstagnachmittag die Pole Position, doch mit Miller (2), Petrucci (3) und Dovizioso (6) qualifizierten sich auch drei Ducatis für die beiden ersten Startreihen.

Komplettiert wurden diese noch durch Hondapilot Cal Crutchlow (4) und Maverick Vinales/Yamaha (5). Hondas Testfahrer Stefan Bradl, der ein weiteres Mal den immer noch verletzten Weltmeister Marc Marquez beim Repsolteam ersetzt fuhr auf Startplatz 21.

Yamaha erlebt ein Desaster – Ducati gewinnt!

Als das Feld der MotoGP Piloten nur wenige Augenblicke nach dem Start auf die erste Kurve zuschoß gab es für das siegverwöhnte Yamahateam bereits den ersten Dämpfer – Valentino Rossi rutschte auf der nassen Fahrbahn aus und musste das Rennen aufgeben.

Währden sich an der Spitze die drei Ducatis GP 20 von Petrucci, Miller und Dovizioso leicht vom Feld absetzen konnten erlebte Polesetter Quartarao sein blaues Wunder – Runde um Runde wurde er zurückgereicht und fand sich mitsamt seiner M1 nach dem ersten Renndrittel auf Postion 11 wieder.

Noch schlimmer erwischte es Teamkollege Francesco Morbidelli. Er schied durch Sturz in Runde 16 aus. Während die Sorgenfalten bei Yamaha Teamchef Lin Jarvis dadurch nicht kleiner wurden gab es in der Nachbarbox strahlende Gesichter.

Ducati Technikchef Gigi Dall´igna sah einen souverän in Führung liegenden Danilo Petrucci während der Teamkollege, Vizeweltmeister Andrea Dovizioso sich anschickte, in einem harten Kampf gegen Alex Marquez und Pol Espargaro auf das Podest zu fahren.

Einzig der Ausfall von Jack Miller auf Grund eines technischen Defektes in Runde 19 trübte die gute Laune bei Ducati etwas. Derweil zeigte der jüngere der beiden Marquez-Brüder, Alex, zum ersten Mal in der MotoGP was in ihm steckt.

Er ließ sich vom dreifachen Vizeweltmeister nicht aus der Ruhe bringen und sicherte sich völlig überraschend Platz 2. Doch auch Rang 3 war Dovizioso gestern nicht vergönnt, in der letzten Runde ging Pol Espargaro an der Ducati mit der Nummer 9 vorbei und erreichte damit Rang 3.

So wurde in die KTM Erfolgsgeschichte für 2020 ein weiteres Kapitel geschrieben. Starker Fünfter wurde Johan Zarco auf der privaten Ducati von Esponsroma Racing während sich der WM-Führende Fabio Quartararo mit Platz 9 begnügen musste.

Damit lag der Franzose noch einen Platz hinter Stefan Bradl der mit Rang 8 seine ersten WM-Punkte 2020 holte und zum erstem Mal in dieser Saison auf dem Bike von Marc Marquez mit einer guten Leistung überzeugen konnte.

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com/de

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