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8. Rennwochenende der Superbike – WM Donington

3-fach Sieger in Donington: Jonathan Rea. (Foto: moto-foto)
3-fach Sieger in Donington: Jonathan Rea. (Foto: moto-foto)

Das Blatt hat sich gewendet

Als im April dieses Jahres nach dem 4. Rennwochenende der SBK Alvaro Bautista mit großem Vorsprung die WM anführte schien der WM-Titel für 2019 bereits vergeben. Die ersten 11 Läufe konnte der Ducati-Pilot allesamt für sich entscheiden und fast immer dabei der Konkurrenz mit großem Vorsprung auf und davon fahren.

Doch in der WM vollzieht sich seit dem Imola- Wochenende im Mai eine Wendung.

1.Lauf

Als Titelverteidiger Jonathan Rea seine Kawasaki nach 20 Runden zum letzten Mal durch die 180° Kurve Richtung Ziel steuerte gab es bei den Grünen kein Halten mehr.

Rea trommelte wild vor Freude auf den Tank seiner ZX10-RR, an der Boxenmauer standen seine Crewmitglieder und applaudierten Ihrem Piloten zu, in der Box umarmte Teamchef Pierre Riba jeden der ein Kawasaki Shirt anhatte und die britischen Fans auf den Tribünen schwenkten ihre Fahnen – Weltmeister Jonathan Rea hatte einen 64 Punkterückstand auf Alvaro Bautista wettgemacht und zum ersten Mal in dieser Saison die WM–Führung bei den Superbikes übernommen.

Ein herausragendes Rennen des 32- jährigen Nordiren der die gesamte Konkurrenz bei nassen Bedingungen in Grund und Boden fuhr sowie ein weiterer Rennsturz seines Ducati Widersachers waren die Hauptgründe für den Wechsel an der Spitze der Gesamtwertung.

Während Rea das Rennen in selten gesehener Manier komplett dominierte zeigte Bautista Nerven und fabrizierte sein 3. Nullergebnis in den letzten 3 Rennwochenenden. Starker zweiter wurde Tom Sykes auf der BMW vor der 2. Werkskawasaki vor Leon Haslam. Erwähnenswert noch der 4. Platz von Loris Baz – der Franzose stieg erst in Misano mit dem Team Ten Kate in die diesjährige Superbike-WM ein und hat bereits jetzt sehr einen starken Eindruck hinterlassen.

Sprintrennen

In dem bei den Piloten unbeliebten Sprintrennen über 10 Runden Tom Sykes/BMW und Jonathan Rea/Kawasaki einen erbitterten Zweikampf. An der BMW Box wurde kräftig mitgefiebert – führte doch Tom Sykes bis Runde 4 und hatte damit Chance für den ersten Sieg in dieser Saison für die Rennmaschine aus München.

Doch ausgerechnet der 2. Mann im BMW – Team, Peter Hickman, sorgte ungewollt für die Entscheidung. Die S1000RR von Hickman, der als Ersatzmann für den Grippeerkrankten Markus Reiterberger in Donington zum Einsatz kam, verlor in Runde 7 Öl und es war Tom Sykes der auf dem Öl ausrutschte und zu Fall kam.

Unmittelbar danach musste die Rennleitung den Lauf abbrechen und somit stand Rea als Sieger fest.

2. Lauf

Im zweiten Lauf am Sonntagnachmittag machte Weltmeister und Titelverteidiger Jonathan Rea „sein „ Wochenende perfekt. Kam er mit 16 Punkten Rückstand in der Gesamtwertung auf Alvaro Bautista am Freitag in Donington an konnte der Kawasaki-Pilot die Traditionsrennstrecke am Sonntagabend als WM-Gesamtführender mit 24 Punkten Vorsprung auf Bautista wieder verlassen.

Grund dafür auch der hart erkämpfte Sieg in Lauf 2 gegen seinen Markenkollegen Toprak Razgatlioglu der sich nach harter Gegenwehr und mehreren Runden in Führung liegend im Ziel nach 23 Runden lediglich um 0,365 Sekunden geschlagen geben musste.

Der bisherige Dominator der WM, Alvaro Bautista, konnte auch hier die neuerliche Niederlage nicht abwenden und lief als Dritter mit über 5 Sekunden Rückstand auf den Sieger im Ziel ein. So groß die Enttäuschung bei Ducati nach dem Wochenende in Donington auch ist – die WM ist noch nicht entschieden. Es stehen noch 5 Rennveranstaltungen im Rahmen der Superbike-WM aus in der Alvaro Bautista und Ducati wieder zurückschlagen können.

Ähnliches gilt für Sandro Cortese der in Donington hinter seinen eigenen Erwartungen zurückblieb und mit 2 Ausfällen und Platz 13 in Rennen zwei nicht überzeugen konnte.

Autor: Hartmut Reuschel, web: http://www.worldsbk.com/de

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Markus Schneider
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