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16. Lauf zur Motorrad – WM

Valention Rossi verabschiedet sich von seinen Fans. (Foto: moto-foto)
Valention Rossi verabschiedet sich von seinen Fans. (Foto: moto-foto)

Rossi sagt Ciao, Quartararo holt den WM-Titel

Das Rennen Auf dem World Circuit Marco Simoncelli an der Adriaküste von Misano stand unter besonderen Vorzeichen. Fabio Quartararo hatte die Chance den WM-Titel in der MotoGP zu erringen, Superstar Valentino Rossi verabschiedete sich von seinen italienischen Fans bei seinem letzten Rennen auf italienischem Boden. 52 Punkte Vorsprung vor seinem einzig verbliebenen Gegner im Kampf um die WM bereiteten Quartararo eine relativ entspannte Ausgangspostion beim drittletzten WM-Lauf in dieser Saison.

Bei Rossi lagen die Dinge anders. Lange sind die Zeiten vorbei in denen der Superstar der MotoGP um Siege und Podestplätze mitfahren konnte. Allen, die es mit Rossi in seiner langen Karriere hielten – Sponsoren, Fans, Medienschaffende und Freunde – war es ein echtes Anliegen ihrer Ikone auf seinem Heimatkurs einen triumphalen Ausklang zu bescheren.

Qualifikation auf nasser Strecke

In Abschlusstraining am Samstag wurden beide Vorhaben – die Titelambitionen von Quartararo und der große Abschied für Rossi – mächtig vom windig nassen Wetter an der Adriaküste beeinflusst.
Der französische Titelkandidat verzockte sich im Training mit den nassen Bedingungen und stellte seine Yamaha nur auf Startplatz 15. Sein einzig verbliebener Widersacher im Kampf um die WM, Francesco Bagnaia, stellte seine Ducati dagegen auf die Pole Position, daneben standen seine Ducati Markenkollegen Jack Miller und Luca Marini.

Mit dieser Startaufstellung sprach vieles dafür dass in Misano noch keine Titelentscheidung fallen würde. Und das Rossi-Fest fiel den nassen Bedingungen auch teilweise zum Opfer. Statt Sonne pur gab es Regen und schwierige Streckenverhältnisse. Somit blieb zunächst die Ernüchterung über den letzten Startplatz übrig den der größte Fahrer seiner Epoche bei seinem letzten Heimrennen erreichte und alle Ziele und Wünsche wurden auf den Rennsonntag verlegt.

Entscheidung in der WM gefallen

Und dieser Rennsonntag hielt dann tatsächlich alles was man sich von ihm versprochen hatte. Bei strahlend blauem Himmel gingen die 23 Fahrer an den Start und zeigten von Beginn an großen Motorsport. Quartararo blies zur Attacke und kämpfte sich vom Start weg Platz um Platz nach vorn. Das Ducati-Duo Bagnaia und Miller übernahm die Plätze 1 und 2, dahinter folgte Marc Marquez.

Auch für Valentino Rossi lief es gut. Als er zu Rennmitte die Punkteränge erreicht hatte war Miller bereits durch Sturz ausgeschieden, Fabio Quartararo lag auf Rang 9. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Der französische Titelaspirant kämpfte sich bis Runde 22 auf Rang 5 nach vorne, da stürzte der Führende Francesco Bagnaia von seiner Ducati GP21 und machte damit Quartararo zum Weltmeister.

Dem Franzosen wurde dies per Boxentafel an der Strecke mitgeteilt, ungläubiges Kopfschütteln lies alle wissen dass der Yamaha-Pilot die Zeichen verstanden hatte. Und Rossi ? Der Doktor überholte in der letzten Runde tatsächlich noch einen Konkurrenten und schnappte sich mit Platz 10 ein Top-Ten Resultat dass er lange nicht mehr erreicht hatte. In der Auslaufrunde wurde dann rund um die Strecke gefeiert.

Marc Marquez winkte den 35.000 Zuschauern als Rennsieger zu, Valentino Rossi wurde in einem Meer von gelben Rauchkerzen, gelben T-Shirts und gelben Fahnen vor der Tribüne seines Fanclubs frenetisch gefeiert und Fabio Quartarao setzte sich ein paar Meter weiter den goldene Helm auf – das Zeichen in der MotoGP für den neuen Weltmeister!

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com/de

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Markus Schneider
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