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14. Lauf zur Motorrad-WM der MotoGP auf dem Misano World Circuit in Italien

Sieger Francesco Bagnaia, im Hintergrund Ducati Testfahrer Pirro ( 11.) (Foto: moto-foto)
Sieger Francesco Bagnaia, im Hintergrund Ducati Testfahrer Pirro ( 11.) 
(Foto: moto-foto)

Rossi auf Abschiedstour

Superstar Valentino Rossi hat 2 Rennen um sich von seinen Fans in der Heimat als aktiver Pilot der MotoGP zu verabschieden. Auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli sind 2 WM-Läufe angesetzt. Der erste fand am vergangenen Wochenende statt, der zweite wird Ende Oktober folgen. Rossi, der wenige Kilometer entfernt der Strecke in Urbino geboren wurde, wollte noch einmal in seiner Heimat zeigen was er in dem Sport erreicht hat und wie ihn die Massen dafür lieben.

Funktioniert hat es allerdings beim ersten Versuch nicht wunschgemäß. Weit weg von den schnellsten der Branche, Quartararo, Bagnaia, Miller etc. versuchte der Altmeister seine Yamaha M1 optimal auf die 4,2 KM lange Strecke abzustimmen, musste dafür aber schon in den Trainingssitzungen 2 Stürze hinnehmen. Im Rennen dann war Rossi nach der ersten Runde letzter des 24 Fahrer starken Feldes, konnte dann aber immerhin unter großem Jubel seiner Anhänger mehrere Plätze gutmachen und beendete dem Grand Prix schließlich als 17. Aber es wäre nicht Valentino Rossi würden nicht auch nach diesem Ergebnis die vielen tausend Fans an der Strecke zujubeln und ihr Idol feiern was der 9-fache Weltmeister sichtlich genoss.

Ducati in Startreihe 1

Um Sieg und Pokale kämpfen mittlerweile andere, darunter auch Francesco Bagnaia der von Rossi in dessen Akademie gefördert und weiterentwickelt wurde. Der Sieger von Aragon in der Vorwoche zeigte bereits im Training eine starke Leistung und schnappte sich die Pole Position vor seinem Teamkollegen Jack Miller, beide vom Ducati Werksteam. Der WM-Führende Fabio Quartararo komplettierte die erste Startreihe. Mit Stefan Bradl gab es in Misano auch wieder einen deutschen Starter in der Motorrad Premiumklasse, der Honda Testfahrer wurde von seinem Team mit einer Wildcard gemeldet und lieferte mit einem Startplatz in Reihe 6 ein solides Trainingsergebnis.

Bagnaia holt zweiten Sieg in Folge

Im Werksteam von Ducati sind seit letzter Woche die Rollen vertauscht. War Jack Miller als erfahrener Pilot und Grand Prix Sieger die Rolle des Teamleaders zugedacht und die von Francesco Bagnaia die des Nachwuchspiloten der langsam aufgebaut werden soll hat sich das Blatt komplett gewendet. Nach einer bislang starken Saison holte sich der junge Ducatifahrer in der Vorwoche MotoGP Sieg Nummer 1 in Aragon, in Misano legte er nach und ließ Sieg Nummer 2 folgen. Von der Pole aus gestartet schoss der Turiner mit seiner GP20 sofort in Führung und baute sofort einen kleinen Vorsprung auf seine Verfolger auf.

Die waren Teamkollege Miller, Yamahapilot Quartararo, 2 weitere Ducatis mit Martin und Bastianini, Marc Marquez / Honda, dem Suzukipilot Alex Rins sowie Aleix Espargaro/Aprilia. Das Rennen zeigte extrem wenig Überholvorgänge, die Positionen waren von Anfang an zementiert. Als Martin in Runde 3 und später Rins in Runde 14 ihre Rennen durch Sturz wegwarfen und Quartarao den zweiten Platz von Jack Miller eroberte war die einzig spannende Frage wer 3. Mann auf dem Podest werden wird.

Mit Miller, Marquez und dem jungen Enea Bastianini gab es drei ernsthafte Anwärter die rundenlang hart um die Position kämpften. Es passt ins Bild der diesjährigen WM dass es mit Bastianini der jüngste Fahrer aus dem privat finanzierten Avintia Esponsorama Team mit einer 2 Jahre alten Ducati GP 19 schaffte, sind doch in diesem Jahr die jungen Wilden die Gewinner die den arrivierten Stars das Leben schwer machen.

Autor: Hartmut Reuschel, web: motogp.com/de

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Markus Schneider
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