Sie sind hier
Home > Motorsport > 13. Rennwochenende der Superbike Weltmeisterschaft in Mandalika / Indonesien

13. Rennwochenende der Superbike Weltmeisterschaft in Mandalika / Indonesien

Exweltmeister J. Rea gewinnt das letzte SBK-Rennen 2021 im Regen: (Foto: moto-foto)
Exweltmeister J. Rea gewinnt das letzte SBK-Rennen 2021 im Regen: (Foto: moto-foto)

Wetterkapriolen beim Finale der Superbiker

Die Verantwortlichen gingen ein hohes Risiko ein als das Finale der diesjährigen Superbike-WM nach Indonesien vergeben wurde. Die Regenzeit ist in Indonesien im November und die Regenmengen sind dann so ergiebig dass an Motorsport im Prinzip nicht zu denken ist. Aber nach den Saison 2020 die unter Coronabedingungen komplett in Europa abgehalten wurde sollten in diesem Jahr unbedingt wieder Rennen auch in anderen Kontinenten stattfinden.

So kam es 3 Wochen nach den Rennen in Argentinien zum großen Showdown auf dem neuen Mandalika Circuit. Und die vorher prognostizierte Regenzeit machte Verantwortlichen wie Fahrern schwer zu schaffen. Letztlich konnten die 2 Hauptrennen stattfinden, das Sprintrennen musste wetterbedingt abgesagt werden.

Razagtlioglu holt sich den WM-Titel in Lauf 1

Beide Hauptrennen wurden, nachdem am Samstag an Rennen nicht zu denken war, am Sonntag ausgetragen und bereits in Lauf 1 sollte die Entscheidung über den Titel fallen.

Der WM-Führende Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu lieferte sich über die Renndistanz von 20 Runden eine hochdramatischen Kampf mit Titelverteidiger Jonathan Rea / Kawasaki und dem WM-Dritten, Scott Redding auf Ducati. Alle 3 Piloten wechselten sich mehrmals in der Führungsarbeit ab, Überhol- und Ausbremsmanöver waren auf der zu Beginn des Rennens noch feuchten Piste an der Tagesordnung. Dabei herrschte in der Yamaha-Box Hochspannung, dachte doch Razgatlioglu nicht daran taktisch zu fahren und seinen Punktevorsprung gegenüber Rea zu verwalten sondern mischte im Kampf um den Sieg mit vollem Einsatz mit.

Erst 3 Runden vor Schluß kam etwas Ruhe in den Spitzenkampf als die Kawasaki von Rea mit 1 Sekunden in Führung lag und Ratzgatlioglu sich Platz 2 vor Redding gesichert hatte. Mit diesem Zieleinlauf holte sich zum ersten Mal in der Geschichte der Superbike-Weltmeisterschaft ein türkischer Pilot den Titel, die Vizeweltmeisterschaft ging an den 6-maligen Champion Jonathan Rea. Für Yamaha ging eine lange Wartezeit zu Ende – letzter Titelträger auf den traditionell blau lackierten Maschinen war der Amerikaner Ben Spiess 2009.

Spannender WM-Abschluss im Regen

Die Superbike-Saison 2021 fand ihren Abschluß in einem spannenden Regenrennen. Wieder waren es die ersten 3 der WM-Wertung, Razgatlioglu, Rea und Redding, die auf nasser Strecke hart um den Sieg kämpften, dazu gesellte sich jedoch mit Michael van der Mark auch die schnellste BWM. Bis zu Rennmitte lag das Führungsquartett eng beieinander, dann zogen Rea und Redding bis zu 2 Sekunden weg und machten den Sieg unter sich aus.

Wechselten die beiden die Führung mehrmals im Verlauf der letzten 6 Runden geschah das gleiche zwischen dem neuen Weltmeister und van der Mark im Kampf um Platz 3. In der letzten Runde konnte Jonathan Rea nochmals die führende Ducati von Redding attackieren und überholen um sich damit auch den 2. Laufsieg an diesem Rennsonntag zu holen. Zum Abschluss seiner Zeit bei Ducati schenkte Scott Redding seinem Team mit Platz 2 nochmals einen Podestplatz, er wird 2022 für BMW an den Start gehen. Sein zukünftiger Teamkollege van der Mark belegte Platz 3 vor dem neuen Weltmeister Toprak Razgatlioglu !

Autor: Hartmut Reuschel, web: worldsbk.com

Diese Berichte könnten Sie auch interessieren:

Markus Schneider
betreibt SPORTregio.de seit 20 Jahren. Bereits 1998 hat er damit begonnen, eine Plattform für Sportvereine, Sportverbände und Medienvertreter zur erstellen und zu pflegen. Bis heute wurden bei SPORTregio.de über 20.000 Berichte gepostet umd unzählige Fotos veröffentlicht. Danke an alle Mitwirkenden, die dies alles ermöglicht haben.
http://www.schneider-nk.de
nach oben