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12. Rennwochenende der Superbike-Weltmeisterschaft

Für Rea ist die Titelveteidigung kaum noch möglich. (Foto: moto-foto)
Für Rea ist die Titelveteidigung kaum noch möglich. (Foto: moto-foto)

Zum ersten mal seit Ausbruch der Corona Pandemie fanden Rennläufe zur Superbike-WM im Ausland statt. Auf dem San Juan Villicum Circuit konnte dieses Wochenende bereits die Entscheidung um den Titelgewinn fallen. Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu reiste mit 24 Punkten Vorsprung an den 4,276 KM langen Kurs in den Westen Argentiniens. Titelverteidiger Jonathan Rea / Kawasaki war gezwungen dem jungen türkischen Piloten Punkte abzunehmen, eine Situation die für den 6-fachen Champion mehr als ungewöhnlich ist da er in den Vorjahren zu diesem Zeitpunkt längst als Titelgewinner feststand.

Aus deutscher Sicht lag der Focus beim vorletzten Superbike-Meeting 2021 auf dem BMW Werksteam, haben doch das BMW Kundenteam MGM Bonovo mit ihrem Fahrer Jonas Folger ihr Engagement in der WM für diese Saison bereits beendet.

Razgatlioglu meldet Titelansprüche an

Müsste Rennen 1 kurz und knapp beschrieben werden kommt man an der Formulierung vom anmelden von Titelansprüchen durch den jungen türkischen Yamaha-Fahrer nicht vorbei. Mit großer Souveränität spulte Razgatlioglu die 21 Runden immer in Führung liegend ab und überquerte die Ziellinie mit 5,2 Sekunden Vorsprung vor dem völlig chancenlosen Titelverteidiger Rea. Dabei war es sicherlich nicht ganz unbedeutend dass Polesetter Scott Redding seine Ducati bereits kurz nach dem Start in Kurve 1 (!) wegwarf um danach dem Feld hinterher hetzen zu müssen.

Mit Platz 9 nach dem frühen Sturz zeigte Redding zwar noch eine große Leistung, beendete jedoch damit sämtliche eigene Titelhoffnungen. Mit 29 Punkten Abstand zu Gunsten von Razgatlioglu gingen die beiden Titelaspiranten in den Rennsonntag bei dem noch das Sprintrennen über 10 Runden und das zweite Hauptrennen über 21 Runden anstanden.

Rea geht mit 30 Punkten Rückstand in das Saisonfinale

Das Sprintrennen endete nach 10 Runden mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,46 Sekunden von Sieger Razgatlioglu vor Scott Redding, Rea als Dritter lag bereits 3,5 Sekunden zurück. Was die Piloten im Sprint bereits andeuteten setzten sie dann im 2. Hauptrennen eindrucksvoll um.

Über 10 Runden wurde um jeden Zentimeter auf der Strecke gekämpft, die Führung wechselte mehrmals in beinahe jeder Runde und besorgte Gesichter in den Boxen befürchteten dass ein so enger Kampf auf Dauer nicht ohne Sturz ausgehen kann. Doch mit der Führung von Ducati-Pilot Scott Redding zu Rennmitte beruhigten sich die Gemüter und zwischen der Ducati der Engländers und der Kawasaki des zweitplatzierten Jonathan Rea lagen bald über 1,5 Sekunden Abstand.

Da auch Rea seinerseits zu Razagtlioglu ein Polster von knapp einer Sekunde Abstand herausfahren konnte war die 2. Rennhälfte dann eher vom halten der Platzierungen als von wilden Attacken auf den Führenden geprägt. Nach 21 Runden stand dann Redding als Sieger fest, Titelverteidiger Rea holte Platz 2 und hält die WM somit noch offen während Toprak Razgatlioglu mit Rang 3 nun insgesamt 30 Vorsprung zum letzten WM-Event nach Indonesien mitnimmt und damit klarer WM-Favorit ist.

Autor: Hartmut Reuschel, web: worldsbk.com

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Markus Schneider
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