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11. Rennwochenende der Superbike – WM

Nach dem Aus in der MotoGP jetzt auch das Aus in der SBK für Jonas Folger. (Foto: moto-foto)
Nach dem Aus in der MotoGP jetzt auch das Aus in der SBK für Jonas Folger. 
(Foto: moto-foto)

Fans wie Beteiligte waren sich am Sonntagnachmittag einig- das diesjährige Superbike-Meeting in Portimao war eine der emotionalsten Veranstaltungen im Rahmen der Superbike-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Mit Razgatlioglu, Rea und Redding kämpften die drei WM-Führenden in allen drei Rennen um den Sieg, dahinter lieferte Ersatzmann Loris Baz ein herausragendes Wochenende ab und am Schluß des Feldes kämpfte der Deutsche Jonas Folger um seine Reputation bei den Superbikern nach einer bislang unglücklichen Saison.

Highspeed-Crash von Rea in Rennen 1

Das erste der drei Superbiker-Rennen riss die Zuschauer bereits von ihren Sitzen. 9 Überholmanöver in den ersten 2 Runden zwischen Jonathan Rea/Kawasaki, Toprak Razgatlioglu/Yamaha und Scott Redding/Ducati zeugte von der großen Leistungsdichte die in dieser Klasse herrscht. Jeder der 3 Piloten wollte in Führung liegend diese nicht mehr abgeben, der Druck der Widersacher war jedoch jedesmal zu groß. In Runde 3 dann der Schock als Weltmeister und Titelverteidiger Jonathan Rea in hoher Geschwindigkeit seine Kawasaki ins Kiesbett feuerte und schwer stürzte. Glücklicherweise unverletzt konnte sich Rea an die Box zurückbringen lassen, seine beiden Kontrahenten sahen in dem Sturz aber keinerlei Veranlassung ihr Tempo zu drosseln. Unvermindert hart kämpften die beiden an der Spitze und wechselten mehrmals die Führung. Erst in der vorletzten Runde konnte der türkische Yamaha-Pilot einen kleinen Vorsprung auf die Ducati hearusfahren und diesen bis ins Ziel verteidigen. Im Ziel hatte Razgatlioglu 0,6 Sekunden Vorsprung auf Redding. Der Dritte im Ziel hieß Loris Baz, sein Rückstand war bereits 10 Sekunden. Der Franzose, Ersatzmann für den verletzten Stammpiloten Chaz Davies, brachte sich mit diesem Podestplatz ins Gespräch für einen Fahrervertrag im nächsten Jahr.

Erster Sieg für BMW seit dem Wiedereinstieg in die WM

Zwei Ereignisse machten das Superpole Race über 10 Runden besonders denkwürdig. Zum einen der neuerliche Sturz von Jonathan Rea der auf regennasser Piste in Führung liegend bereits in Runde 1 stürzte und der Sieg von Michael van der Mark der BMW seit deren Wiedereinstieg in die Superbike-WM 2020 den ersten Sieg schenkte. Mit seinem Sturz zeigte Rea dass der Erfolgsdruck enorm hoch ist und er seine Kawasaki am absloluten Limit bewegen muss was in Porugal aber zweimal schiefgegangen ist. Während auch sein Widersacher Razgatlioglu mit der nassen Strecke zu kämpfen hatte und lediglich auf Platz 6 landete waren zwei Teams mit dem Ausgang des Rennens hoch erfreut. Das BMW Werksteam holte mit van der Mark den ersten langersehnten Sieg seit der Rückkehr in die WM während das Go Eleven Ducati Team den neuerlichen 3. Platz von Ersatzmann Loris Baz frenetisch feierte.

Rea schlägt zurück, Razgatlioglu stürzt in Lauf 2

Der grosse Gewinner von Rennen 2 war Titelverteidiger Jonathan Rea. Durch zwei Stürze auf seiner Lieblingsstrecke bislang schwer gebeutelt überholte der Ire in Runde 1 gleich neun Konkurrenten und setzte sich an die Spitze des Feldes. Schnell wurde man an Rennen 1 vom Samstagmittag erinnert. Wieder kämpften Rea, Razgatlioglu und Redding mit harten Bandagen um die Führung. Auch diesmal kam es zu Berührungen der ersten drei und auch diesmal wechselte die Führung mehrmals. Genau zu Halbzeit des Rennens in Runde 10 kam der große Knall – Toprak Razgatlioglu verlor einen Teil seiner Vorderradabdeckung was unmittelbar zum Sturz führte – exakt in der gleichen Kurve wir Tags zuvor Rea! Dies war für den Yamaha-Piloten bereits der zweite technisch bedingte Ausfall in dieser Saison was in der Yamaha Box mit großem Bedauern eingestanden werden musste. Rea gewann souverän vor Redding und Loris Baz der sich zum dritten Mal an diesem Wochenende Rang 3 sicherte.

Aus für Jonas Folger in der WM

Für BMW Pilot Jonas Folger endete die Superbike Saison bereits in Portugal. Während die Konkurrenten noch die Rennen in Argentinien und Indonesien auf dem Programm haben zog Teamchef Jürgen Röder den Stecker. Auf Grund der bisherigen Erfolglosigkeit in der WM wird auf die letzten beiden Rennen in Übersee verzichtet. Auch der Startplatz von Folger wird im nächsten Jahr an einen anderen Fahrer vergeben. Damit steht Jonas Folger zum 2. Mal in seiner Karriere vor einem Scherbenhaufen, 2018 gab es für ihn kein Weiter mehr in der MotoGP, diesmal scheitert der Bayer in der Superbike-Klasse.

Autor: Hartmut Reuschel, web: worldsbk.com

 

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Markus Schneider
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