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HVS-Newsletter 47-2017

DHB-Damen fiebern WM-Start entgegen


(dhb). Der Countdown läuft, die Spannung steigt: Am morgigen Freitag, 1. Dezember 2017, starten die deutschen Handballerinnen ihre WM-Mission. Doch weil nur 16 Spielerinnen aus dem 28er-Kader nominiert werden dürfen, sind Härtefälle vorprogrammiert. Michael Biegler ist voll in seinem Element. "Ein Träumchen", ruft er und schnalzt mit der Zunge. Sekunden später schimpft er mit verschränkten Armen: "Das müsst ihr mal in eure Birne reinbringen." Mit Zuckerbrot und Peitsche stimmt der Handball-Bundestrainer seine "Ladies" auf die Heim-WM ein.

Mit dem Auftaktspiel gegen Kamerun am Freitag, 19.00 Uhr, live im TV bei Sport1, beginnt für die deutschen Handballerinnen die WM-Mission im eigenen Land. Zehn Jahre nach dem legendären Wintermärchen der Männer wollen die Frauen in den kommenden zweieinhalb Wochen ihr Weihnachtsmärchen schreiben. Das Finale steigt am 3. Advent. "Das wird einfach nur geil", sagte Torhüterin Dinah Eckerle dem SID. Und Kapitänin Anna Loerper meinte mit einem breiten Grinsen: "Es knistert. Man merkt, dass es jetzt endlich losgeht." Unter Bieglers strenger Aufsicht feilten Loerper und Co. beim Training am Mittwoch noch am letzten Feinschliff.

Biegler sieht dem Turnier-Auftakt optimistisch entgegen und lobte noch einmal die "überragende Einstellung" seiner Spielerinnen. "Der Zustand ist sehr fokussiert, aber auch entspannt", sagte der 56-Jährige bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Teamhotel in Leipzig. Selbst die kleinen Personalsorgen können ihm nichts anhaben. Am Freitag würden zwar einige Spielerinnen nicht dabei sein, doch er geht "davon aus, dass im Laufe des Turniers alle Spielerinnen einsetzbar sein werden."

Welche Nationalspielerinnen auf der Kippe stehen, wollte Biegler nicht weiter kommentieren. Bei der WM-Generalprobe am Wochenende gegen Island (32:19) hatten Kapitänin Anna Loerper (Muskelfaserriss in der Wade) und Xenia Smits (Fingerbruch) gefehlt. 16 aus 22 lautet das Motto für Biegler, der seinen WM-Kader bis zur technischen Besprechung am Freitagmorgen benennen muss. Im Laufe des Wettbewerbs dürfen dann noch drei Spielerinnen nachnominiert werden. Gut möglich, dass Biegler zunächst aber sogar nur 15 Spielerinnen beruft, um im Laufe des Turniers eine weitere Wechselmöglichkeit zu haben. Einen Härtefall wird es auf der Torhüterposition geben, auf der drei Weltklasse-Keeperinnen um zwei Kaderplätze buhlen. Die erfahrenen Clara Woltering (34) und Katja Kramarczyk (33) galten zuletzt als gesetzt, doch mit Eckerle (22) wartet eine starke Nachwuchskraft auf ihre große Chance. "Ich versuche, dass alle drei bei dieser Weltmeisterschaft zum Einsatz kommen", sagte Biegler.

"Wir sind heiß darauf zu zeigen, was für einen guten Handball wir spielen können", sagte Woltering dem SID. Erklärtes Ziel bei der WM ist das Halbfinale. "Und wenn man dort ist", ergänzte Loerper, "möchte man bestimmt nicht Vierter werden". Für Loerper und Co. sind die rauschhaften Bilder vom Titelgewinn der Männer 2007 größte Motivation. Loerper erlebte das siegreiche Endspiel gegen Polen in der Arena live mit. "Wenn ich daran denke, wie das alles ablief, bekomme ich heute noch Gänsehaut", erinnert sie sich. In diesem Jahr will sie mit ihren Mitspielerinnen selbst in die Hauptrollen schlüpfen.


Deutschland trifft in der Vorrunde neben Kamerun auf Südkorea (3. Dezember), Serbien (5.), China (6.) und Vizeweltmeister Niederlande (8.). Die besten vier Mannschaften der Vorrundengruppe D erreichen das Achtelfinale.

Alle Informationen rund um die Frauen-Handball-WM in Deutschland finden Sie im Internet unter https://dhb.de/handballwm2017/news.html



Vorschau, 2. Bundesliga Männer


Eine ordentliche Auswärtsleistung reichte am vergangenen Samstag nicht für die ersten Auswärtspunkte der Saison. Die HG Saarlouis verlor ihre Partie beim Tabellennachbarn VfL Eintracht Hagen mit 29:32 (13:13). Jetzt gilt es, am kommenden Wochenende zu Hause gegen Eintracht Hildesheim wieder zu punkten. Denn mit Hildesheim gastiert in der Stadtgartenhalle Saarlouis ein weiteres Team aus dem Tabellenkeller. Ein weiteres klassisches „Vier-Punkte-Spiel“ also für die HGS. Mit zwei weiteren Heimzählern auf der Habenseite könnte Saarlouis den Anschluss ans Tabellenmittelfeld halten. Anwurf der Begegnung ist am Samstag, 2. Dezember 2017, um 19.30 Uhr.



Vorschau, A-Jugend-Bundesliga Süd


Einen weiteren knappen Heimsieg feierte die A-Jugend-Bundesligamannschaft des SV 64 Zweibrücken. Gegen die HSG Konstanz setzte sich das Team von Trainer Björn Stoll mit 33:31 durch, nachdem man zur Halbzeit noch 17:11 geführt hatte. So liegt der SV weiter auf Rang fünf der Tabelle. Am kommenden Wochenende steht in der A-Jugend-Bundesliga Süd nur ein Nachholspiel an, Zweibrücken ist spielfrei.



Vorschau, RPS-Liga Männer


Am kommenden Wochenende sind alle Mannschaften der RPS-Oberliga spielfrei. Zwei der Saar-Vereine gehen nach Niederlagen in dieses Wochenende ohne Ligaspiel. Die HSG Völklingen verpasste es, auch im dritten Kellerduell in Folge siegreich zu sein – beim TV Bitburg gab es eine knappe 23:24-Niederlage.

Etwas unerwartet verlor auch der SV 64 Zweibrücken am vergangenen Wochenende auswärts. Bei der HSG Kastellaun-Simmern unterlag der SV mit 26:29.

Mit einem 29:26-Erfolg gegen die TSG Friesenheim II kehrte die VTZ Saarpfalz nach der Niederlage gegen Saulheim wieder in die Erfolgsspur zurück und belegt weiter den zweiten Tabellenplatz.

Erster sind nach wie vor die HF Illtal, die sich im Spitzenspiel beim Dritten, den SF Budenheim, ein 27:27 erkämpften.


Vorschau, RPS-Liga Frauen


Auch die RPS-Oberliga der Frauen hat am kommenden Wochenende spielfrei. Während der HSV Püttligen auch schon am vergangenen Wochenende spielfrei war, gab es für die anderen beiden Saar-Vereine je einen Sieg und eine Niederlage. Die Damen des SV 64 Zweibrücken zeigten zwar eine starke Leistung, waren aber letztlich beim 27:33 gegen den Tabellenführer HSG Hunsrück chancenlos.

Den dritten Sieg in Folge feierte die HSG Marpingen-Alsweiler mit dem 28:19-Erfolg bei der FSG Arzweiler-Moselweiß. 


Eingestellt am 01.12.2017 um 07:42 Uhr Von: Sebastian Brückner