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Wo ein Wille ist …

… ist eine Brechstange nicht weit.

Das war sicher kein Highlight für Basketballästheten – das DBBL-Spiel zwischen den Saarlouis Royals und den ChemCats Chemnitz. Dafür stand für beide Mannschaften einfach zuviel auf dem Spiel.

Die ersten beiden Spielminuten verliefen praktisch korblos. Beide Mannschaften waren derart mit sich selbst beschäftigt, dass es ihnen nicht gelang, den Ball durch die Reuse zu werfen.

Erst in Minute 3 fielen die ersten Punkte. So war schnell klar, dass auch in der Folge keine Punkterekorde erzielt werden würden. Zu intensiv war die Verteidigung auf beiden Seiten, zu hektisch und nervös die Spielanlage. Darüber hinaus wurde in der ersten Halbzeit kaum einmal von außen geschossen, die meisten Aktionen fanden innerhalb der Drei-Punkte-Zone statt. Das führte zu einem körperbetonten Spiel auf engsten Raum. Das Spiel verlief bis zur Halbzeit auf Augenhöhe, geprägt von Kampfgeist und dem Willen, möglichst wenig zuzulassen und jedes System im Keim zu ersticken. Bis dahin lagen die Gäste aus Chemnitz knapp mit 4 Punkten in Führung (27:31).

Nach der Pause kamen die Royals etwas besser ins Spiel, agierten noch aggressiver und erarbeiteten sich – im wahren Sinn des Wortes – zu Anfang des letzten Viertels eine kleine Führung, die sie dann vehement verteidigten und zum Ende des Spiels sogar noch ausbauten. Chemnitz fehlten im letzten Viertel sichtlich Kraft und Konzentration, um dem Druck der Royals noch etwas entgegenzusetzen. Der Sieg von Saarlouis ging auch in der Höhe (63:54) in Ordnung.

Fazit: Wenn spielerische Mittel einfach nicht ausreichen, um den Gegner zu besiegen, hilft manchmal der unbändige Wille, ein Spiel nicht verlieren zu wollen. Heute waren die Royals willensstärker.

Erfolgreichste Werferinnen auf Saarlouiser Seite waren Sabine Niedola (19), Nani Ilmberger (14) und Megaly Meynadier (11).

Bei Chemnitz gefielen die überragende Abigal Asoro (18 Pts., 11 Reb.) und Dauerläuferin Margot Vidal Geneve.


Eingestellt am 29.01.2018 um 07:43 Uhr Von: Royals Pressestelle