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HVS-Newsletter 50-2017

31. Sparkassen-Cup in Merzig steigt zwischen den Feiertagen.


Die 31. Auflage des Sparkassem-Cups wird vom 27. bis 29. Dezember 2017 in der Thiels-Park-Halle in Merzig ausgetragen. Nach dem großen Jubiläum im vergangenen Jahr ist das Turnier auch 2017 hochkarätig wie eh und je besetzt und verspricht wieder spannenden Tempohandball auf hohem Niveau. Neben vielen alten Bekannten, wie den Mannschaften aus Island und der Schweiz, der DHB-Auswahl und der Auswahl des HV-Saar, dürfen sich die Zuschauer besonders auf die Mannschaft aus Italien freuen, die sich nach langer Zeit wieder die Ehre beim Sparkassen-Cup gibt, sowie auf zahlreiche neue Gesichter, unter denen sich auch ein „Wolf“ befindet. Rechtsaußen Sascha Becker, der sonst für die erste Herrenmannschaft des HSV aufläuft, wurde für das Turnier in die Auswahl des Saarlandes berufen. Diesmal kommt nämlich der Jahrgang 2000 und jünger zum Zug, so dass die Spannung steigt, welcher künftige Handball-Star jetzt schon in Merzig zu sehen sein wird. Dass manche Mannschaften schon seit Jahren in die Kreisstadt kommen, verdeutlicht, wie anerkannt die „kleine“ Europameisterschaft international ist und wie wohl die Mannschaften sich in Merzig fühlen. Dazu trägt sicherlich auch eine gewisse Konstanz bei: Wie immer sind die Teams in der Jugendherberge in Dreisbach und an der Sportschule Saarbrücken untergebracht. Neu und für Handballkenner sicherlich von Interesse sind die diesjährigen Schiedsrichtergespanne: Erstmal werden diese von der European Handball Federation (EHF) entsandt. Vertreten sind Unparteiische aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Frankreich und Deutschland.

Ermöglicht wird dieses Turnier aber nicht nur durch die zahlreichen Helfer, die große Teile ihrer Freizeit investieren, damit Handballfans zwischen den Tagen auf ihre Kosten kommen; damit ein solches Event stattfinden kann, benötigt man Sponsoren. Seit 2013 unterstützt die Sparkassen Finanzgruppe und Sparkasse Merzig-Wadern den HSV in beispielloser Weise bei der Durchführung der Veranstaltung.

Wer nun Lust bekommen hat, sich das Turnier anzuschauen, findet auf der Seite https://www.sparkassencup-merzig.de/turnier-2017 weitere Informationen zum Teilnehmerfeld, dem Turnierreglement und den Anwurfzeiten. Karten können sowohl für einzelne Spieltage als auch für das gesamte Turnier erworben werden. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Stars von morgen heute schon in Merzig zu sehen.



Überraschendes WM-Gold: Frankreichs Frauen stürzen Norwegen vom Thron


(dhb). Sie hüpften wie wild über das Parkett und weinten Tränen der Freude: Frankreichs Handballerinnen haben den großen Favoriten Norwegen entthront und überraschend den WM-Titel gewonnen. Der Olympiazweite besiegte den norwegischen Titelverteidiger im Finale von Hamburg mit 23:21 (11:10) und holte zum zweiten Mal nach 2003 die begehrte Trophäe. Bronze gewannen die Niederlande durch ein 24:21 (14:8) gegen Schweden.


Frankreich, das in der Vorrunde in Trier gespielt hatte, beendete mit dem Erfolg in einem hochklassigen und dramatischen Endspiel die norwegische Ausnahmestellung im Frauenhandball. Neben den drei WM-Titeln 1999, 2011 und 2015 hatten die Nordeuropäerinnen sechs der letzten sieben Europameisterschaften gewonnen. Es war ihre erste Final-Niederlage seit der EM 2012. Deutschland war beim Turnier im eigenen Land im Achtelfinale gegen Dänemark (17:21) ausgeschieden. „Wir waren fabelhaft”, sagte Frankreichs Trainer Olivier Krumbholz und verwies auf den WM-Titel der französischen Männer Anfang des Jahres: „Mit zwei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften hat der französische Handball definitiv ein fantastisches Jahr 2017 hinter sich.” Die L'Equipe titelte auf ihrer Startseite im Internet in großen Lettern: „Heroisch”. Extreme Spannung, großartige Stimmung, toller Sport: Die 11.261 Zuschauer in der ausverkauften Barclaycard Arena in Hamburg erlebten einen echten Handball-Leckerbissen. Norwegen, das mit Kantersiegen gegen Olympiasieger Russland (34:17) und den EM-Zweiten Niederlande (32:23) für Furore gesorgt hatte, tat sich vor den Augen von Ministerpräsidentin Erna Solberg von Beginn an schwer gegen die ausgesprochen bewegliche und aggressive französische Deckung. Selbst Superstar Nora Mörk, mit 66 Treffern beste Schützin des Turniers, konnte die Niederlage in der dramatischen Schlussphase nicht mehr verhindern.



Vorschau, 2. Bundesliga Männer


(hgs). „Die Mannschaft will und wird an diesem Wochenende Zeichen setzen. Wir werden die Spielgeschwindigkeit erhöhen und wir werden von der ersten bis zur letzten Minute in beiden Spielen noch einmal alles aus uns rausholen.“ Philipp Kessler, Trainer der HG Saarlouis, ist überzeugt, dass an diesem Weihnachtswochenende in den beiden Heimspielen gepunktet wird, auch wenn die Gegner unabhängig vom jeweiligen Tabellenplatz beide echte Herausforderungen sind. Team, Trainer und der ganze Verein haben in den letzten Wochen einiges an Kritik einstecken müssen, denn es lief nicht auf der Platte. Am Freitag und am kommenden Dienstag gibt es zwei Chancen, sich zu rehabilitieren. Dass die Spieler der HGS es können, haben sie vor allem in der heimischen Stadtgarten-Arena schon bewiesen. „Wir werden positiv an das Weihnachtswochenende rangehen“, heißt Kesslers Parole für die beiden Partien. „Es wird nicht alles funktionieren, aber die Mannschaft wird sich in den letzten 120 Spielminuten vor der Winterpause so reinhängen, wie das von ihr erwartet wird. Wir müssen gemeinsam durch dieses Tal und wieder die Leistung zeigen, die wir zeigen können, wenn alle Spieler ihr Potenzial abrufen.“

Ganz Ähnliches hört man derzeit auch aus Eisenach: „Wir müssen uns selbst aus dem Sumpf herausziehen“, hatte Neu-Trainer Arne Kühr nach dem Teilerfolg im Heimspiel gegen Hamm (26:26) betont und für die beiden noch ausstehenden Spiele vor der Winterpause gegen die Mitkonkurrenten im?Abstiegskampf, Saarlouis und Aue, gefordert: „Es muss noch gepunktet werden.“ Auf der Platte hat man zudem einen ganz Erfahrenen zurückgeholt: Kreisspieler Nicolai Hansen, der sich zum Ende der letzten Saison nach fünf Jahren aus Eisenach verabschiedet hatte. Der 35-Jährige soll vor allem in der Abwehr mit seiner Erfahrung und seinem Können für mehr Stabilität sorgen. Nicht spielen wird bei Eisenach am Freitag der Ex-Saarlouiser Ibai Meoki. Der Mittelmann ist verletzt. Bei der HGS fehlt nach seiner Kreuzband-OP weiterhin Peter Walz. Saarlouis will das Handballjahr 2017 ordentlich abschließen und den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze halten. Das Weihnachts-Wochenende mit den Spielen gegen Eisenach und Nordhorn soll die dafür nötigen Punkte bescheren…

Am Freitag, 22. Dezember 2017, steht in der Saarlouiser Stadtgartenhalle zunächst vor Heiligabend noch das Heimspiel gegen Tabellenschlusslicht ThSV Eisenach auf dem Spielplan. Anwurf der Begegnung ist um 19.30 Uhr.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Dienstag 26. Dezember 2017, muss die HG Saarlouis dann zum letzten Pflichtspiel im Jahr 2017 antreten. Wieder bestreitet die HGS in der Stadtgartenhalle Saarlouis ein Heimspiel. Ab 17.00 Uhr wird das Duell gegen den Tabellenneunten HSG Nordhorn-Lingen gespielt.



Vorschau, RPS-Liga Männer


SV 64 Zweibrücken landet Coup bei der Trainersuche


Nachdem Interimscoach Axel Koch den SV 64 Zweibrücken vor einigen Wochen informierte, dass er aus familiären und beruflichen Gründen für die neue Saison nicht mehr zur Verfügung stehen kann, befanden sich die Verantwortlichen im Vorstand auf einer intensiven Trainersuche. Dabei führte das Team, um den ersten Vorsitzenden Jürgen Knoch, Marco Dobrani und Steffen Gillner zahlreiche Gespräche mit geeigneten Kandidaten. Diese Suche hat nun ein erfreuliches Ende gefunden. Völlig überraschend, können die 64er nun ihren langjährigen Erfolgstrainer Stefan Bullacher, als Nachfolger von Axel Koch präsentieren. Mit Stefan Bullacher kehrt der Vor-Vorgänger Kochs nun zu seinem Heimatverein zurück. „Damit ist uns die Königslösung gelungen“, freute sich SV-Abteilungsleiter Jürgen Kroner über die Rückkehr des A-Lizenzinhabers.

Nachdem Bullacher vor 14 Tagen seinen Rücktritt beim Drittligisten TV Hochdorf bekannt gab, stand plötzlich eine ganz neue Option im Raume, um die sich der Vorstand sehr bemüht hat. Fortan wurde selbstverständlich auch mit ihm erörtert, ob er sich doch nochmal vorstellen könnte, eine Mannschaft unterhalb der dritten Liga zu übernehmen. Immerhin lagen dem 49-Jährigen lukrative Angebote aus der 2. und 3. Bundesliga, sowie aus dem angrenzenden Ausland vor. „Bei den meisten Anfragen wäre aber ein Umzug aus Zweibrücken notwendig gewesen“, erläuterte der Handballfachmann. „Und da haben wir im Familienkreis beschlossen, dass wir diesen Schritt (noch) nicht gehen wollen“. Insofern war der SV 64 Zweibrücken in diesem Moment tatsächlich wieder eine echte Alternative.

Ich bin überglücklich, dass es uns gelungen ist, Stefan erneut für unser Projekt zu begeistern“, stellte der Vereinsvorsitzende Dr. Jürgen Knoch nach Bullachers Zusage strahlend heraus. „Schlussendlich ist es ja eigentlich sein Projekt, das er über viele Jahre erfolgreich aufgebaut hat“. Knoch ist sich deshalb sicher, dass damit auch viele Talente im Verein gehalten werden können, weil Bullacher in der Vergangenheit bei der Nachwuchs- und Anschlussförderung im Saarland vorbildliche Akzente setzen konnte. „Stefan ist ein exzellenter Handballexperte, der den Sport lebt und liebt wie kein anderer. Ich denke, dass er unsere junge Mannschaft nochmals weiter nach vorne bringen kann. Sportlich wie auch menschlich ist Stefan jedenfalls ein absoluter Gewinn für unseren Verein!“

Stefan Bullacher, der 1994 das Amt des Cheftrainers bei den Zweibrückern übernahm, führte den SV 64 von der Verbandsliga bis in die 3.Bundesliga und entwickelte die Jugendarbeit zu einem bundesweiten Aushängeschild. 2015 wechselte er zum ambitionierten TV Hochdorf, bei dem er vor Wochenfrist, aufgrund einer katastrophalen Verletzungsmisere, bei der langfristig sechs Stammspieler ausfielen, seinen Rücktritt erklärte. Zu seiner Demission in Hochdorf und der neuen Aufgabe beim SV 64 äußerte sich der Übungsleiter uneingeschränkt positiv: „Der TV Hochdorf war für mich auf jeden Fall eine Erfahrung wert. Ich bin meinen Spielern und vor allem dem Vorstand für die gemeinsame Zeit sehr dankbar. Das ist ein toller Verein und die Menschen haben sich mir gegenüber zu jeder Zeit vorbildlich verhalten. Mit dem ersten Vorsitzenden Christian Deller, verbindet mich eine wahre Männerfreundschaft. Er hat mich nicht nur uneingeschränkt unterstützt, sondern hat mir das Engagement in Zweibrücken, trotz laufenden Vertrag, erst ermöglicht. Das ist alles andere als selbstverständlich. Auf meine neue Aufgabe beim SV 64 freue ich mich total. Da treffe ich nicht nur auf viele ehemalige Jugendspieler, sondern auch auf eine große Anzahl von Freunden“.


Eingestellt am 21.12.2017 um 07:54 Uhr Von: Dr. Sebastian Brückner