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Royals ohne Selbstvertrauen

Es war das erwartet enge und spannende Spiel gegen die TH Wohnbau Angels aus Nördlingen in der Saarlouiser Stadtgartenhalle. Die Royals begannen stark und gingen im ersten Viertel mit 19:6 in Führung. Es war vor allem der konsequenten Defense der Royals geschuldet, dass Nördlingen überhaupt nicht ins Spiel fand. Mitte des ersten Viertels stellte Gästecoach Patrick Bär seine Mannschaft um und es schien, als käme Saarlouis damit gar nicht gut zurecht. Zum Ende des ersten Viertels stand es 28:19 für die Royals. Gästespielerin Kim Pierre-Louis, im allgemeinen kaum zu halten, wurde in der ersten Hälfte von Sabine Niedola beinahe komplett aus dem Spiel genommen. Doch bereits im zweiten Viertel drehte sich das Spiel zugunsten der Angels. Die Royals verloren den Faden, den sie im gesamten Spiel nicht mehr wiederfanden. Zu sehr war die Mannschaft mit sich selbst beschäftigt. Das machte Nördlingen stark und stärker. Zur Halbzeit kam Nördlingen auf drei Punkte zum 43:40 heran. Das dritte Viertel verlief recht ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Nördlingen. Hier war es vor allem die überaus agile Jennifer Schlott, die Saarlouis ein ums andere Mal vor Probleme stellte. Mittlerweile waren die Royals ziemlich verunsichert, es gab zu viele Fouls, zu viele leichte Ballverluste und zu viele vergebene einfache Punkte.  Ende des dritten Viertels lag Nördlingen dann erstmals mit 60:62 in Führung. Eine Führung, die sie bis zum Ende des Spiels clever und abgezockt verteidigten und bis zum 79:87 ausbauten.

Bei Saarlouis punkteten zweistellig: Sabine Niedola (19); Maaja Bratka (16); Nani Ilmberger (14) und Angela Tisdale (12).

Headcoach Hermann Paar: »Ich will und werde keine Ausreden suchen. Aber wenn man unseren Spielplan betrachtet, dann kann man eigentlich nur ungläubig den Kopf schütteln? Wie ist es möglich, dass an einem Doppelspieltag zwei Vereine nicht spielen? Chemnitz und Hannover profitieren immens davon. Wie ist es möglich, dass wir die zweite (!) Pokalrunde in der abgelaufenen Woche in Keltern spielen MUSSTEN, weil Keltern zum eigentlich angesetzten Zeitpunkt, Ende Oktober, im Europapokal antreten wird. Dass Keltern Europapokal spielt war schon im Voraus bekannt und wurde bei der Ausschreibung der Pokalrunde einfach negiert. Das heißt dann in der Realität, wir spielen am 24. 9. in Herne, am 27. 9. in Keltern, am 30. 9. gegen Nördlingen, am  3. 10. gegen Hannover und am  8. 10. gegen Marburg, gleich 5 Spiele in 2 Wochen! Im Vergleich dazu Hannover am 24. 9. gegen Marburg, am  3. 10. in Saarlouis und am 7. 10. in Bad Aibling. Ungläubiges Kopfschütteln ist hier die positive Reaktion!«

Bei Facebook schreibt ein Fan der Royals: »Gerade in der Bewältigung von Niederlagen zeigt sich der Charakter einer Mannschaft. Haltet zusammen, steht auf und gebt euer Bestes. Ihr seit eine starke Mannschaft mit einem riesen Potenzial. Glaubt an euch – wir tun es auch!«

Dem ist nichts hinzuzufügen.


Eingestellt am 01.10.2017 um 18:00 Uhr Von: Presse Royals