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Wasserburg mit zwei gewonnenen Partien im Finale – Royals spielen um Platz 3

57:78 Heimniederlage im zweiten Halbfinalspiel gegen Wasserburg – Niedola verlängert für eine weitere Spielzeit in Saarlouis – Aus der Stadtgartenhalle berichten Tom Störmer und Mike Caspers: Dass Saarlouis ein sachkundiges Basketballpublikum hat, hat sich in der Liga zwischenzeitlich herumgesprochen. Wie sachkundig, das zeigte sich nach dem Sieg der Damen des TSV Wasserburg am Donnerstagabend in der Stadtgartenhalle. Man sah keine enttäuschten Gesichter, keine unzufriedenen Fans, mitten unter den Saarlouiser Anhängern stand nach der Partie Rebecca Thoresen, das Wasserburger Urgestein, und flaxte mit den Saarlouiser Zuschauern. Alle Besucher waren rundum zufrieden, hatten sie doch ein gutes Basketballspiel zweier deutscher Spitzenmannschaften gesehen.

Die Spielerinnen des amtierenden deutschen Meisters zeigten von Beginn an, was sie nicht wollten: ein drittes Spiel am kommenden Sonntagnachmittag in der BADRIA. Sie begannen konzentriert, agierten sicher und abgeklärt und waren von Headcoach Georg Eichler ganz eindeutig auf Sieg programmiert. Die Royals, seit Wochen mit etlichen angeschlagenen Spielerinnen unterwegs, hatten in der ersten Halbzeit des Spiels diesem Gegner weder körperlich noch spielerisch etwas adäquates entgegenzusetzen. Hinzu kamen deutliche Größenvorteile unter dem Korb, sodass vor allem die Reboundstatistik (20:39) eine eigene Sprache sprach. Beim Spielstand von 21:42 ging man in die Pause.

Offensichtlich hatte Royals-Headcoach Hermann Paar in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden, um seine Spielerinnen noch einmal zu motivieren um die letzten Körner freizusetzen. Im dritten Viertel sah man plötzlich die Royals, die die Zuschauer am liebsten sehen, aggressiv, kämpferisch, engagiert, um jeden Ball kämpfend und sich niemals geschlagen geben. Das Publikum honorierte diese Phase mit frenetischer Anfeuerung. Für einen kleinen Augenblick hatte man als Zuschauer die Hoffnung, das Blatt könne sich noch einmal wenden. Das dritte Viertel ging dementsprechend mit 19:12 an die Royals. Aber Wasserburg wäre nicht zigfach deutscher Meister geworden, würde ihnen auch in einer solchen Drangphase des Gegners nichts einfallen.

Die überragende Shey Peddy beruhigte das Spiel im Schlussviertel, jeder Korberfolg von Wasserburg wurde akribisch herausgespielt, bis eine Spielerin sicher zum Abschluss kommen konnte. Wasserburg gewann schließlich verdient mit 57:78. Überragend bei Wasserburg neben Peddy vor allem die Centerspielerinnen Fikiel und Tobin.

Die Viertelergebnisse im Überblick: 13:23, 8:19, 19:12, 17:24.

Headcoach Hermann Paar: „Gratulation an Wasserburg zum verdienten Finaleinzug. Danke an unsere Fans für die wirklich tolle Unterstützung! Unsere Mannschaft hat vor allem in der zweiten Halbzeit gezeigt, warum wir zurecht das Halbfinale erreicht haben. Das Spiel war eine Werbung für den Frauenbasketball in Deutschland“.

Topscorerinnen für die Royals waren Portia Durrett mit 19 Punkten, Sabine Niedola mit 13 und Angela Tisdale mit 10 Zählern.

Zum Abschluss der Saison werden die Royals jetzt zwei Partien (Modus „Best of two“) um Platz 3 austragen. Spiel 1 wird am Freitagbend (28.04.2017, 19:30 Uhr) in der Stadtgartenhalle in Saarlouis stattfinden. Das zweite Spiel wird nur zwei Tage später, am 30.04.2017 ausgetragen.

Der Gegner wird in der zweiten Halbfinalserie zwischen Keltern und Marburg ermittelt.

Vertragsverlängerung Niedola

In der Viertelpause nach dem ersten Spielabschnitt konnte Hallensprecher Mike Caspers den Fans und Zuschauern die Vertragsverlängerung mit Sabine Niedola verkünden. Die 25-jährige Lettin, die auf der Wunschliste vieler Clubs der 1. DBBL stand, wird somit eine weitere Saison das Trikot der Royals tragen.


Eingestellt am 21.04.2017 um 06:36 Uhr Von: Tom Störmer und Mike Caspers