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Jan Becker/Klaus Wicha gewinnen erneut die ADAC Cimbern Rallye

Jan Becker/Klaus Wicha (Hamburg/Bad Hersfeld) wiederholten ihren Vorjahressieg auf dem Subaru Impreza WRX. (Foto: RBHahn ADAC Motorsport)

Anspruchsvolle Strecken fordern ihren Tribut.

SÜDERBRARUP. Wie im vergangenen Jahr heißt auch 2017 der Sieger der ADAC Cimbern Rallye Jan Becker aus Hamburg. Nach sechs Wertungsprüfungen rund um Süderbrarup lag er gemeinsam mit Co-Pilot Klaus Wicha (Bad Hersfeld) im Subaru Impreza WRX an der Spitze des Feldes. Platz zwei ging an die Dänen Kenneth Madsen/Mette Felthaus (Suzuki Swift Maxi) und Martin Johansen/Dan Johansen im Renault Clio Maxi. Platz vier belegten Guido Imhoff/ Sebastian Walker (Burgdorf/Trittau) in ihrem VW Golf Kit-Car vor Timo Broda/Valentin Langner (Hamburg) im Mitsubishi Lancer. Von den 73 Teams, die bei der Veranstaltung der MSF Idstedt über die Startrampe in Süderbrarup rollten, sahen nur 50 das Ziel in Satrup.

Vor allem aus der dänischen Fraktion waren viele weitere Sieganwärter angetreten, die jedoch nicht alle das Ziel sahen. „Wir konnten von Beginn an das Tempo gehen, was uns zum Sieg geführt hat, die anderen haben wohl oft den berühmten Tick zu viel riskiert“, sagte Becker. „Diese Rallye zu gewinnen ist etwas Besonders, hier gibt es schließlich die besten und anspruchsvollsten Wertungsprüfungen, die Deutschland zu bieten hat. Ein Sieg hier funktioniert nur mit einem perfekten Teamwork zwischen Fahrer und Beifahrer im Auto.“ Der Hanseat ergänzt schmunzelnd, „auch als wir einen Vorsprung hatten konnte ich das Tempo nicht rausnehmen, das geht meistens in die Hose.“ Mit Rang vier waren Imhoff/Walker zufrieden, „der Abstand zu Becker war ok und wir konnten Timo Broda im Allradler hinter uns halten. Zudem macht es hier immer riesigen Spaß, die Prüfungen sind einfach genial.“ Broda haderte mit der ersten Hälfte der Prüfungen, „wir lagen zu Beginn mit der Reifenwahl total daneben, echt verzockt. Die zweite Runde war wesentlich besser, in der vierten WP konnten wir sogar die zweitschnellste Zeit des gesamten Feldes fahren. Nach sechs Monaten Pause bin ich doch sehr zufrieden.“

Für die veranstaltenden Motorsportfreunde (MSF) Idstedt war es eine sehr aufregende Veranstaltung. Erstmals stand Rainer Haulsen (Schleswig) als Rallye-Leiter an der Spitze der Organisation. „Das war für uns alle ein sehr anstrengender Tag. Die anspruchsvollen Wertungsprüfungen und die wechselnden Witterungsbedingungen haben offensichtlich einige Teams überfordert. Es kam, vor allem an der Spitze, zu vielen Ausrutschern. Zum Glück blieb es überwiegend bei Blechschäden. Aber unsere gesamte Organisation war immer in der Lage, auf die unvorhergesehenen Aktionen zu reagieren. Dafür allen einen ganz herzlichen Dank. Ein großes Dankeschön auch an die Anlieger an den Wertungsprüfungen, die diese Großveranstaltung erst ermöglicht haben und die Verantwortlichen in Süderbrarup, die uns Jahr für Jahr so hervorragend bei diesem Rallyefest unterstützen“, sagte Haulsen.

Die Cimbern Rallye zählte erneut zur Rallye-Meisterschaft Dänemarks. Dazu Niels Erik Jörgensen vom dänischen Motorsportverband: „Es hat schon eine lange Tradition, dass hier Läufe zur dänischen Meisterschaft ausgetragen werden. Ich bin selbst als Teilnehmer schon in den 80er Jahren hier gestartet, damals gab es sogar grenzüberschreitende Veranstaltungen. Egal ob früher die Wikinger Rallye oder jetzt die Cimbern Rallye, es sind immer gute Veranstaltungen mit anspruchsvollen Wertungsprüfungen, die perfekt organisiert sind. Wir sind hier auch immer herzlich willkommen, es ist wie ein Besuch bei guten Freunden. Aber auch viele der norddeutschen Teams starten bei unseren dänischen Veranstaltungen, das ist ein toller Austausch.“

Die regionalen Teams waren unterschiedlich erfolgreich. Rolf Petersen und Jürgen Krabbenhöft (Westerrönfeld/Neuberend) belegten im Mitsubishi Lancer im Ziel den 20. Gesamtrang. „Wir haben in der WP 3 eine Schikane getroffen, das hat uns gut und gerne zwei Minuten gekostet,“ sagte Krabbenhöft. „das hätte ein Platz nahe unter den Top-Ten werden können, aber Hauptsache im Ziel.“ Weniger gut lief es für Hauke Kiso/Torsten Johne (Schleswig / Kleinflintbek). Sie mussten ihren Volvo C30 mit einem Schaden an der Radaufhängung vorzeitig abstellen. Ganz arg erwischte es auch Achim Thimsen/Stefanie Friedrich. Das Fahrdorfer Mixed hatte bereits auf dem Weg zur ersten Prüfung mit Elektrikprobleme am Renault Clio und schied aus, ohne einen Meter gefahren zu haben.

Über die Veranstaltung wurde durch den NDR noch am gleichen Abend in der Sendung Schleswig-Holstein-Magazin berichtet. Wer den Beitrag, der sich um das Team Kiso/Johne drehte, verpasst hat, kann ihn sich noch in der Mediathek anschauen.


Eingestellt am 17.04.2017 um 18:17 Uhr Von: Jürgen Krabbenhoeft