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Unglückliche Niederlage gegen Chemnitz

Nach 72:71 Niederlage in Chemnitz immer noch auf Platz 4 der Tabelle in der 1. DBBL.

Am 21. Spieltag mussten die Basketballdamen der TV Saarlouis Royals ins rund 600 Kilometer entfernte Chemnitz reisen. Es war das letzte Auswärtsspiel der Hauptrunde. Für das in dieser Spielzeit vom Verletzungspech geplagte Team von Headcoach Hermann Paar ging es darum, sich einen Platz unter den ersten Vier der Tabelle zu sichern, um mit einem Heimspielvorteil in die Play-Offs zu starten.

Für die Chemcats stand bereits vor Spiel beginn fest, dass sie auch im nächsten Jahr in der Bundesliga spielen würden, nachdem Ligakonkurrent Freiburg am Samstagabend vor heimischer Kulisse gegen die TH Wohnbau Angels aus Nördlingen verloren hatte. Mit einem Sieg über die Royals wäre sogar für Chemnitz das Erreichen der Playoffs noch möglich.

Beide Mannschaften begannen recht mühsam. Das Spiel war zerfahren, die Verteidigung auf beiden Seiten wirkte müde, das Angriffsspiel kam erst Mitte des ersten Viertels in Gang. Während Chemnitz versuchte, über Setplay zum Erfolg zu kommen, bemühten sich die Royals darum, das Spiel über Fastbreaks schnell zu machen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, nach dem 1. Viertel stand es 24:23.

Anfang des 2. Viertels kamen die Chemcats wesentlich besser ins Spiel, legten ein 10:2 aufs Parkett und führten schnell mit 34:25. Erst jetzt erhöhte der Gast aus Saarlouis langsam den Druck in der Defense, wirkte aber nach wie vor unkonzentriert. Die Folge waren zahlreiche Ballverluste. Dennoch gelang es der Mannschaft von Hermann Paar bis zur Halbzeit auf 40:38 zu verkürzen.

Nach der Halbzeit ging das Spiel auf Augenhöhe weiter. Mitte dieses Spielabschnitts stand es 51:48. In der zweiten Hälfte dieses Viertels wirkte Chemnitz frischer und konzentrierter, machte nicht ganz so viele Fehler und sicherte sich auch das 3. Viertel mit 21:16. Somit stand es vor Beginn des Schlussviertels 61:54 für die Katzen. Die Royals verfielen zeitweise in alte Fehler, agierten zu eigensinnig, alle wollten zuviel, das Zusammenspiel blieb auf der Strecke.

Tragisch verlief dann die Schlussphase dieses Spiels. Mit ihrem unbändigen Willen hatten sich die Royals herangekämpft, über einen Fastbreak gelang Angela Tisdale 3 Sekunden vor Schluss sogar die 70:71-Führung. Praktisch mit der Schlusssirene konnte jedoch Maegan Conwright noch einen Korb erzielen und somit einen glücklichen Sieg für die Chemcats einfahren. Endstand 72:71.

Die Viertelergebniss im Überblick: 24:23, 16:15, 21:16, 11:17.

Headcoach Hermann Paar: „Wir haben das Spiel zwar am Ende nochmals aus der Hand gegeben, aber eigentlich haben wir es vorher verloren. Wir müssen einfach mehr als Mannschaft agieren, in Angriff und Verteidigung“.

Überragend bei den Gastgebern Margot Vidal Geneve, Merritt Hempe und Maegan Conwright, die es zusammen auf 60 Punkte brachten. Erfolgreichste Spielerinnen bei den Royals waren Portia Durrett mit 26 Punkten und 9 Rebounds. Angela Tisdale erzielte 13, Sabine Niedola 10 Punkte.

Der 4. Tabellenplatz bleibt nach wie vor realistisch, ist der Herner TC am Sonntagnachmittag zeitgleich beim TK Hannover mit 80:56 unter die Räder gekommen. So haben es die Royals selbst in der Hand, durch einen Sieg im letzten Hauptrundenspiel am kommenden Samstagabend (18.03.2017, 19:00 Uhr), eben gegen Hannover, alles klar zu machen um die Play-Offs mit Heimrecht zu beginnen.


Eingestellt am 13.03.2017 um 06:17 Uhr Von: Tom Störmer