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Gladiatoren müssen sich Rittern geschlagen geben

(Foto: RÖMERSTROM Gladiators)

RÖMERSTROM Gladiators Trier verlieren gegen VfL Kirchheim Knights.

Die RÖMERSTROM Gladiators Trier mussten am Samstagabend die insgesamt dritte Heimniederlage der aktuellen Spielzeit hinnehmen. Gegen die VfL Kirchheim Knights verloren die Moselaner vor 2.813 Zuschauern in der Arena Trier mit 72:74 (30:36) und stehen damit weiterhin auf dem 7. Tabellenplatz der ProA.

Die RÖMERSTROM Gladiators starteten mit Kilian Dietz, Simon Schmitz, Johannes Joos, Sebastian Herrera und Brandon Spearman in die Partie gegen den Tabellendritten aus Baden-Württemberg.

Von Beginn an zeigten die Moselaner eine engagierte Leistung und erspielten sich früh eine 9:0-Führung. Erst in der vierten Spielminute gelangen den Gästen aus Kirchheim ihre ersten Punkte. Doch Trier blieb weiterhin hochkonzentriert, lies vor allem in der Defensive nur wenig gegen die starken Tim Koch und Andreas Kronhardt zu. Völlig verdient bauten die Hausherren ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 11 Punkte aus (16:5). Beim Stand von 22:15 ging es in die erste Viertelpause.

In den zweiten zehn Minuten verteidigten die RÖMERSTROM Gladiators zunächst erfolgreich ihre Führung aus dem ersten Spielabschnitt. Kirchheim hielt zwar weiterhin Anschluss an die Gastgeber, konnte diese jedoch lange Zeit nicht in Bedrängnis bringen. Erst nach knapp 15 Spielminuten kamen die Ritter schließlich in der Partie an und drehten das Duell prompt zu ihren Gunsten (26:31). Bei den Gladiators fehlte es in dieser Phase des Spiels vor allem an Präzision: Viele Würfe aus der Mitteldistanz verfehlten den Korb, einfache Korbleger wurden vergeben. Mit einem 6-Punkte-Rückstand aus Sicht der Trierer ging es in die Halbzeitpause (30:36).

Trier fehlt Durchschlagskraft in der Crunchtime

Nach dem Seitenwechsel bewiesen die Gladiatoren ein ganz heißes Händchen: Durch drei erfolgreiche Drei-Punkte-Würfe gingen die Hausherren in Führung (39:38). Kirchheim antwortete gekonnt und setzte sich in der Folge erneut ab (43:52). Trier wirkte verunsichert, leistete sich mehrere Abspielfehler und konnte nur noch wenige Angriffe erfolgreich abschließen. Erst kurz vor Ende des dritten Viertels fanden die Schützlinge von Cheftrainer Marco van den Berg zurück in die Partie. Angeführt von einem in dieser Phase bärenstarken Simon Schmitz (12 Punkte im 3. Viertel) verkürzten die Moselaner den Abstand auf Kirchheim bis zum letzten Spielabschnitt auf drei Punkte (54:57).

Auch in den letzten zehn Minuten lieferten sich beide Teams weiterhin ein Duell auf Augenhöhe. Die RÖMERSTROM Gladiators arbeiteten sich Punkt für Punkt an den Tabellendritten aus Kirchheim heran und schafften es, die Partie in der 36. Spielminute erneut zu drehen (65:63) – die 2.813 Zuschauer in der Arena riss es von den Sitzen. Doch auch diesmal hatten die Ritter eine Antwort auf das Aufbäumen der Gastgeber parat und drehten das Spielgeschehen ein allerletztes Mal zu ihren Gunsten (65:67).

Am Ende mussten sich die Römerstädter knapp mit 72:74 gegen die VfL Kirchheim Knights geschlagen geben. Trotz des Punktverlustes gegen das Team von Cheftrainer Michal Mai stehen die Gladiatoren weiterhin auf dem 7. Tabellenplatz der ProA und haben alle Chancen auf das Erreichen der Playoffs.

Auf dem Weg in die Runde der letzten acht Mannschaften warten neben den Baunach Young Pikes sowie den Nürnberg Falcons auch die ETB Wohnbau Baskets Essen. Dort gastieren die Trierer am kommenden Samstag ab 19:30 Uhr. Sportdeutschland.tv überträgt das Spiel live.

Marco van den Berg – Stimme zum Spiel:
„Wir haben heute keine gute Partie abgeliefert und das Spiel verdient verloren. In den wichtigen Momenten haben wir falsche Entscheidungen getroffen und nicht intelligent agiert. Deswegen geht der Sieg für Kirchheim absolut in Ordnung.“

Scouting:

Simon Schmitz (21 Punkte/2 Rebounds/3 Assists), Brandon Spearman (16/3/1), Thomas Grün (7/1/2), Johannes Joos (6/8/0), Kevin Smit (5/4/2), Kilian Dietz (4/4/1), Sebastian Herrera (4/4/0), Joey van Zegeren (4/4/0), Jermaine Bucknor (3/5/1), Rupert Hennen (2/0/0), Thomas Henkel (n.e.), Nils Maisel (n.e.).


Eingestellt am 12.03.2017 um 18:24 Uhr Von: Stefan Kölbel